LiteraPur - Das Literaturfestival in Eichstätt 2012-2022

Projektidee

LiteraPur_Logo

Ein Jahrzehnt lang stand die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt alljährlich im Frühjahr eine Woche lang ganz im Zeichen zeitgenössischer deutschsprachiger Literatur. Gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern holte der Lehrstuhl Didaktik für deutsche Sprache und Literatur junge, noch unbekannte, sowie etablierte Autorinnen und Autoren nach Eichstätt und schaffte so vielfältige Begegnungsmöglichkeiten mit der aktuellen Literaturszene für Studierende und weitere Besucher. 

Neben Lesungen und Gesprächen von und mit Autoren, Lektoren und Veranstaltern standen dabei Filme, Workshops und ein überregionaler Schreibwettbewerb für SchülerInnen und Studierende auf dem Programm. Über das Freimodul “Kreatives Schreiben” war das Festival außerdem in die Lehre integriert. Die Studierenden konnten sich einbringen als Schreibende, Mitorganisatoren, Juroren und Autoren. 

So wurde die Universität zur Kultur- und Literaturvermittlerin im weitesten Sinn, schaffte Freiräume für kreatives Engagement jenseits, aber auch innerhalb der eng gestrickten Stundenpläne. Sie baute Kontakte zur aktuellen Literaturszene aus und vertieft die Zusammenarbeit mit der Stadt Eichstätt sowie mit örtlichen Schulen und weiteren Institutionen wie dem Stadttheater Ingolstadt oder der Literaturstiftung Bayern. Aus Finanzierungsgründen musste das Festival LiteraPur leider eingestellt werden.

LiteraPur - Ein Interview mit Michael Kleinherne

LiteraPur: Interview mit Michael Kleinherne

Bitte beachten Sie: Durch Klicken auf die Bildfläche geben Sie Ihre Einwilligung, dass Videoinhalte von YouTube nachgeladen, Cookies von YouTube/Google auf Ihrem IT-System gespeichert und personenbezogene Daten wie Ihre IP-Adresse an Google weitergegeben werden. Klicken Sie nach Beendigung des Videoinhaltes auf ein anderes Video, öffnet sich in einem neuen Tab Ihres Browsers YouTube und erfasst weitere Daten von Ihnen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen und unter Google Privacy .

Preisträger:innen LiteraPur22 geehrt

Preisträger:innen 2022
© privat

Eichstätt. Auch 2022 fand wieder ein Schreibwettbewerb im Rahmen des LiteraPur-Festivals statt. Eine Jury um Festivalleiter Michael Kleinherne wählte dabei unter zahlreichen Einsendungen die für sie stärksten Texte unter dem Motto „Erinnere dich an die Zukunft“ aus. Nun wurden in der Universitätsbibliothek die Sieger:innen in den Kategorien Schüler:innen und Studierende preisgekrönt. Den ersten Platz bei den Studierenden erzielte Alexander Schönau, Lehramtsstudent der KU, mit seinem kritisch-witzigem Essay „Wer ist schon gerne tot“. Platz zwei errreichte Christiane Schmidt, ebenfalls Lehramtsstudierende, mit einem Gedicht über das Erinnern, Platz drei Vivienne Knitel, wiederum Lehramtstudierende, mit einem Poetry-Slam-Text. Die Sieger:innen aus der Kategorie Schule lauten Jennifer Weck, Amy Grosz und Annick Templer.

Foto: von links: Amy Grosz, Christiane Schmidt, Alexander Schönau, Annick Templer, Michael Kleinherne, Jennifer Weck. Foto: privat

 

LiteraPur22: Erinnere Dich an die Zukunft!

LiteraPur22: "Erinnere Dich an die Zukunft!"

Schreibwettbewerb LiteraPur22 – „Erinnere Dich an die Zukunft!“ – Ausschreibungstext

„Erinnere Dich an die Zukunft!“ – Im ersten Moment scheint diese Formulierung einen unauflöslichen Widerspruch zu enthalten, ein Paradox zu sein. Beschäftigt man sich allerdings länger mit dieser Aussage, mutet sie zunehmend sinnvoller an und eröffnet Raum für vielerlei Assoziationen und Interpretationen.

Besonders naheliegend ist sicherlich die Verbindung mit bekannten Fantasy- und Science-Fiction-Werken wie Der seltsame Fall des Benjamin Button, in dem der Protagonist rückwärts altert, Und täglich grüßt das Murmeltier, in dem die Hauptfigur in einer Zeitschleife gefangen ist, oder die Zurück in die Zukunft-Trilogie sowie X-Men: Zukunft ist Vergangenheit, in denen sich Charaktere auf verschiedenen Wegen in die Vergangenheit begeben, um Einfluss auf die Gegenwart beziehungsweise Zukunft zu nehmen.

Ältere Werke, die diesen beiden Genres zuzuordnen sind, geben darüber hinaus oftmals Auskunft darüber, welche Zukunftsvorstellungen in der Vergangenheit vorgeherrscht haben. Betrachtet man diese heutzutage retrospektiv oder sucht man in der Vergangenheit nach Ideen für die Zukunft, spricht man von Retrofuturismus; dessen bekannteste Variante stellt wohl der Steampunk dar.

„Erinnere Dich an die Zukunft!“ lässt auch an die Vorstellung denken, dass sich alles wiederhole. Ein derart zyklisches Bild von Geschichte basiert auf der Annahme einer nie endenden Kreisbewegung, so dass nach einiger Zeit alles wieder dort ankommen wird, wo es begonnen hat.

Anders als dieses Geschichtsbild, das sowohl positive als auch negative Auslegungen zulässt, kann „Erinnere Dich an die Zukunft!“ auch als Impuls, optimistisch zu bleiben und die persönliche Zukunftsvision stets im Blick zu behalten, aufgefasst werden. Ferner fordert dieses Motto dazu auf, die Zukunft der Erde mitzudenken, und lädt dazu ein, über Konsequenzen des eigenen Tuns zu reflektieren und nachhaltig zu handeln.

Wer sich inspiriert fühlt, Freude am Schreiben hat und an der KU studiert, ist herzlich dazu eingeladen, seine Kurzgeschichte, seinen Essay oder sein Gedicht zu diesem Thema bis zum 15. Mai 2022 an literapur(at)gmail.com einzusenden.

Auf die Gewinner:innen warten ein Sachpreis und die Teilnahme an einem Schreibworkshop an der Universität. Der Wettbewerbstext sollte maximal fünf Seiten umfassen und als anonymisierte PDF-Datei sowie mit kurzem Lebenslauf eingereicht werden.

Autorinnen: Veronika Born und Kerstin Hartnagel

Rückblick: Unsere Gäste (2012-2022)

LiteraPur19_Eröffnung
Foto: Eröffnungslesung von LiteraPur19 mit der Autorin Maria Cecilia Barbetta und dem Musiker Rudi Trögl. © Kleinherne, 2019.

LiteraPur 22 - "Erinnere Dich an die Zukunft!"

  • Ulrich Woelk
  • Norbert Gstrein
  • Isobel Markus
  • Stefanie Gregg
  • Anselm Neft

LiteraPur 21 - "Schöne neue Welt"

  • Nobert Scheuer
  • Katharina Adler
  • Titus Müller


LiteraPur 20 - “Winter is coming”

Keine Lesungen aufgrund der COVID-19-Pandemie.
Der Schreibwettbewerb fand wie üblich statt.
 


LiteraPur19 - "Zeiten des Umbruchs – Der Sommer, der nie enden sollte ..."

  • Maria Cecilia Barbetta
  • Ulrich Woelk
  • Jan Kuhlbrodt
  • Thommie Bayer
  • Sabine Haupt

LiteraPur18 - "Auf ein Wort. Es war einmal..."

  • Roland Spranger
  • Leonhard F. Seidl
  • Peter Stamm
  • Hans Pleschinski
  • Ines Burdow
  • Helmut Krausser
  • Isabel Fargo Cole

LiteraPur17 - "Grenzenlos"

  • Gudrun Lerchbaum
  • Richard Lorenz
  • Sylvie Schenk
  • Sabine Gruber
  • Akos Doma

LiteraPur16 - "Das kann doch kein Zufall sein"

  • Nora Gomringer
  • Alexei Makushinsky
  • Sandra Weihs
  • Aljoscha Brell
  • Catalin Dorian Florescu
  • Thomas Glavinic

LiteraPur15 - "Glück"

  • Thomas Meyer
  • Olga Grjasnowa
  • Uwe Timm
  • Sandra Gugic
  • Leonhard F. Seidl
  • Global Sthetl Band

LiteraPur14 - "Migration und Kultur"

  • Saša Stanišić
  • Zoë Jenny
  • Feridun Zaimoglu
  • Norbert Niemann

LiteraPur13 - "Krise"

  • Martin Hielscher
  • Natasa Dragnic
  • Leonhard F. Seidl
  • Björn Bicker
  • Julia Killet
  • Katja Huber
  • Donata Rigg
  • Dorothee Elmiger
  • Schauspieler des Stadttheaters Ingolstadt
  • Young Bavarian Poets

LiteraPur12 - "Stadt, Geschichte, Zukunft"

  • Stefanie Sourlier
  • Donata Rigg
  • Franziska Gerstenberg
  • André Hille
  • Björn Bicker
  • Katja Huber
  • Hanz, Hamburg
  • Pauline Füg
  • Nora Bossong
  • Uli Ackermann
  • Young Bavarian Poets