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Der Alex. Der Nachhaltigkeitsautomat

Alex. Der Nachhaltigkeitsautomat

In Eichstätt und Umgebung entstehen an vielen Schulen engagierte und kreative Projekte im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. Häufig bleiben diese Projekte jedoch innerhalb der jeweiligen Schule und werden außerhalb des direkten Umfelds kaum wahrgenommen.

Der Nachhaltigkeits-Projektautomat möchte genau hier ansetzen. Ein ausgedienter Snackautomat wird an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, zunächst im KU ZLB, zu einem sichtbaren Ort für schulische Nachhaltigkeitsprojekte aus der Region umgebaut.

Der Automat soll Projekte sichtbar machen, Interesse wecken und erste Kontakte ermöglichen. Er versteht sich dabei nicht als vollständiges Netzwerk oder als eigenes Bildungsangebot, sondern als niedrigschwelliger Einstieg in nachhaltige Themen und regionale Schulprojekte.

 

Der Automat als Kern des Projekts

Jede teilnehmende Schule erhält im Automaten einen festen Platz für ein kleines Produkt, Objekt oder Ausstellungsstück aus einem Nachhaltigkeitsprojekt. Gezeigt werden können zum Beispiel:

  • Upcycling-Produkte
  • Saatgut oder Pflanzprojekte
  • Produkte aus Schulgarten- oder Ernährungsprojekten
  • kreative handwerkliche Arbeiten
  • kleine Kunst- oder Informationsobjekte
  • haltbare Lebensmittelprodukte

Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Produkt allein, sondern die Geschichte dahinter. Jedes Objekt steht für einen Lernprozess, eine Idee, eine Herausforderung oder eine Lösung.

Zu jedem Projekt gehört ein QR-Code, der auf eine kurze digitale Projektseite führt. Dort finden Besucherinnen und Besucher Informationen zum Projekt, zu den Beteiligten, zum Nachhaltigkeitsbezug und zu möglichen Ansprechpartnern.

Ziele des Projekts

Der Nachhaltigkeits-Projektautomat verfolgt drei zentrale Ziele:

  1. Sichtbarkeit schaffen:
    Schulische Nachhaltigkeitsarbeit wird sichtbar und erhält einen festen Platz außerhalb des Klassenzimmers.
  2. Lernen und Informieren:
    Der Automat weckt Interesse und ermöglicht einen ersten Zugang zu nachhaltigen Themen und Projekten.
  3. Vernetzung anbahnen:
    Schulen, Studierende, Lehrkräfte und Dozierende können auf Projekte aufmerksam werden und miteinander in Kontakt kommen.

Zielgruppen

Das Projekt richtet sich an verschiedene Gruppen:

  • Schulen im Landkreis Eichstätt, die ihre Projekte sichtbar machen möchten
  • Schülerinnen und Schüler, die Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren
  • Lehrkräfte, die neue Ideen und Anregungen für Unterricht und Projekte erhalten
  • Lehramtsstudierende, die konkrete Praxisbeispiele kennenlernen
  • Dozierende, die Projekte in Seminare und Lehrveranstaltungen einbinden können
  • Hochschulangehörige und interessierte Öffentlichkeit, die Einblicke in schulische Nachhaltigkeitsarbeit erhalten

Auswahl und Qualität der Projekte

Damit der Automat übersichtlich und sinnvoll bleibt, gelten für die Projekte einige einfache Kriterien. Ein Projekt sollte:

  • einen klaren Bezug zu Bildung für nachhaltige Entwicklung haben
  • Schülerinnen und Schüler aktiv einbinden
  • sich in einem kleinen Objekt oder Produkt darstellen lassen
  • eine verständliche Projektgeschichte mitbringen
  • hygienisch und organisatorisch umsetzbar sein
  • datenschutzrechtlich unbedenklich präsentiert werden können

Nicht jedes Schulprojekt eignet sich automatisch für den Automaten. Diese Begrenzung gehört bewusst zum Konzept.

Funktionsprinzip und Rahmenbedingungen

Die teilnehmenden Schulen liefern jeweils ein kleines Produkt oder Objekt sowie einen kurzen Informationstext für die digitale Projektseite. Die Inhalte werden für einen festgelegten Zeitraum im Automaten gezeigt und anschließend ausgetauscht. Dadurch können regelmäßig neue Projekte präsentiert werden.

Die ausgestellten Produkte sollten:

  • klein und platzsparend sein
  • robust genug für Lagerung und Transport sein
  • hygienisch gelagert werden können
  • möglichst ressourcenschonend hergestellt sein

Da der Automat über eine Kühlfunktion verfügt, können auch bestimmte Lebensmittel oder empfindlichere Produkte gezeigt werden. Gleichzeitig steigen dadurch die Anforderungen an Hygiene und Betreuung.

Finanzierung und Wertprinzip

Die Produkte können symbolisch für etwa 1 Euro angeboten werden. Der Erlös fließt direkt an die jeweiligen Schulprojekte zurück. Dabei geht es nicht um ein Geschäftsmodell oder eine vollständige Finanzierung. Der symbolische Preis soll vor allem Wertschätzung ausdrücken und den Projekten einen kleinen Beitrag zurückgeben. Höhere Herstellungskosten tragen weiterhin die Schulen selbst. Wichtig ist, dass nicht nur günstige oder leicht herstellbare Projekte bevorzugt werden.

Standort und Reichweite

Der geplante Standort im KU ZLB ist fachlich besonders passend. Dort treffen Schulen, Lehramtsstudierende, Dozierende und weitere Bildungsakteure direkt aufeinander. Gleichzeitig bietet der Standort Möglichkeiten für eine spätere Erweiterung. Denkbar sind zum Beispiel:

  • Aktionen während der Nachhaltigkeitswoche
  • zeitweise Präsentationen an anderen Hochschulstandorten
  • begleitende Kommunikation über Hochschulkanäle
  • Einbindung in Veranstaltungen mit Schulen

Ergänzende Bausteine

Damit der Projektautomat dauerhaft wirksam bleibt, soll er durch weitere Elemente ergänzt werden. Dazu gehören:

  • eine digitale Übersicht aller beteiligten Schulen und Projekte
  • einheitliche Projektsteckbriefe mit den wichtigsten Informationen
  • ein Rotationsprinzip mit regelmäßig wechselnden Inhalten
  • mögliche Netzwerktreffen zwischen Schulen und Universität
  • die Einbindung einzelner Projekte in Lehrveranstaltungen
  • einfache Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme oder Rückmeldung

Organisation und Umsetzung

Für die Umsetzung des Projekts braucht es eine verantwortliche Koordination. Diese übernimmt unter anderem:

  • die Ansprache der Schulen
  • die Auswahl und Prüfung der Projekte
  • die Organisation der Wechsel im Automaten
  • die Betreuung der digitalen Projektseiten
  • die Beantwortung von Rückfragen

Die Schulen liefern die Produkte, kurze Projekttexte, gegebenenfalls Bilder und eine Ansprechperson. Außerdem müssen technische Fragen wie Strom, Wartung, Kühlung, Hygiene und Betreuung geklärt werden.

Erfolgskriterien

Damit sichtbar wird, ob das Projekt erfolgreich ist, können verschiedene Kriterien betrachtet werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Anzahl der beteiligten Schulen
  • Anzahl der gezeigten Projekte
  • Nutzung der QR-Codes
  • Rückmeldungen von Schulen, Studierenden und Dozierenden
  • neu entstandene Kontakte oder Kooperationen
  • Einbindung in Lehrveranstaltungen oder Veranstaltungen

Fazit

Der Nachhaltigkeits-Projektautomat kann ein sichtbares und innovatives Format für den Landkreis Eichstätt werden. Er macht nachhaltige Bildungsarbeit konkret, greifbar und öffentlich sichtbar.

Seine Stärke liegt darin, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Wertschätzung auszudrücken und erste Kontakte zwischen Schule und Universität zu schaffen.

Gleichzeitig ersetzt der Automat keine intensive Netzwerkarbeit oder vertiefte Bildungsangebote. Deshalb ist es sinnvoll, ihn als Kern eines größeren, aber bewusst schlanken Projekts zu verstehen.

In Verbindung mit digitalen Projektseiten, klaren Auswahlkriterien, wechselnden Inhalten und ergänzenden Austauschformaten kann aus dem Nachhaltigkeits-Projektautomaten ein langfristig tragfähiges Projekt für die Region werden.