Der ZLBurner ist weit mehr als ein scharfes Produkt. Er steht exemplarisch für gelebte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und zeigt, welches Potenzial in schulischer Projektarbeit steckt, wenn Lernende eigenständig Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und Nachhaltigkeit konkret umsetzen.
Seinen Ursprung hat der ZLBurner an einer Eichstätter Mittelschule. Dort wurde die Chilisauce von Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Unterrichts unter dem Namen „Fairbrenner“ entwickelt. Ausgangspunkt war die Frage, wie ein faires, nachhaltiges und selbst hergestelltes Produkt gestaltet werden kann, das ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.
Der Anspruch war von Beginn an klar: Nachhaltigkeit sollte nicht nur thematisiert, sondern praktisch erfahrbar gemacht werden.
Für den Fairbrenner verwendeten die Schülerinnen und Schüler ausschließlich Obst und Gemüse aus dem Altmühltal. Regionalität, kurze Transportwege und saisonale Verfügbarkeit spielten eine zentrale Rolle. Produziert wurde ausschließlich auf Anfrage – bewusst ohne Vorratshaltung, um Überproduktion zu vermeiden und den Wert von Lebensmitteln zu reflektieren.
So wurden regionale Handelsketten, Produktionsbedingungen und Konsumentscheidungen unmittelbar nachvollziehbar.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen. Die Sauce wurde in bereits genutzten Gläsern abgefüllt, um den Neukauf von Verpackungen zu vermeiden und Kreislaufdenken zu fördern.
Die verwendeten Gewürze stammten aus fairem Handel, sodass globale Lieferketten, Arbeitsbedingungen und Fragen der Preisgerechtigkeit ebenfalls Teil des Projekts waren. Nachhaltigkeit wurde so konsequent lokal wie global gedacht.
Der Fairbrenner diente als konkreter Lernanlass für die Auseinandersetzung mit
Das Projekt verband Fachunterricht, Projektarbeit und Lebensweltbezug auf besonders anschauliche Weise.
Das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZLB) war von dieser aus der Schülerschaft heraus entstandenen Idee so überzeugt, dass das Konzept bewusst weitergetragen wurde. In Anlehnung an den ursprünglichen Fairbrenner entstand am KU ZLB der ZLBurner.
Dabei geht es nicht um eine bloße Produktübernahme, sondern um die Weiterführung einer Idee: sichtbar zu machen, was Schülerinnen und Schüler selbst entwickeln können, und dieses Beispiel als Symbol für praxisnahe Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Lehrkräftebildung zu nutzen.
Der ZLBurner steht heute für:
Er ist kein Massenprodukt, sondern ein pädagogisches Symbol – entstanden aus der Schülerschaft, weitergetragen in der Lehrkräftebildung und gedacht als Impuls für nachhaltiges Handeln in Schule und Gesellschaft.