Wie wird die geographische Welt durch das Zusammenwirken von Menschen, Tieren, Pflanzen und anderen nicht-menschlichen Wesen hervorgebracht? Wir untersuchen gesellschaftliche Naturverhältnisse aus der Perspektive der mehr-als-menschlichen Geographien und betrachten Mensch-Umwelt-Beziehungen in ihren wechselseitigen Verflechtungen. Dabei analysieren wir, wie Ko-Produktionen zwischen Menschen und Nichtmenschen nachhaltige Entwicklung beeinflussen und erforschen praktische Fragen: Wie verändert Phosphorrecycling aus Abwasser Fruchtbarkeitskreisläufe? Welche mehr-als-menschlichen Beziehungen entstehen bei der Rückkehr von Wölfen in alpine Kulturlandschaften? Wie ko-produzieren Winzer*innen Wein mit der Natur? Wie werden landwirtschaftliche Praktiken bei der Algenzucht unter Wasser angepasst? Mit Akteur-Netzwerk-Theorie, Animal Geographies und posthumanistischen Perspektiven entwickeln wir neue Ansätze für einen veränderten ethischen und praktischen Umgang von Menschen mit ihrer Mitwelt.
*Zum Forschungsfeld More-than-human Geographies wurde eine Mailingliste erstellt. Über diese erhalten Sie Informationen zu Neuigkeiten, Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Stellenausschreibungen etc. mit Bezug zum Thema und können selbst relevante Inhalte teilen. Anmeldungen sind jederzeit möglich, per E-Mail an Lukas Adolphi, Lukas.Adolphi(at)ku.de
Unter der ‚lebendigen Stadt‘: mehr-als-menschliche Geographien der historischen Abwasserklärung in Leipzig und Berlin
2022-laufend | Lukas Adolphi
Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Akzeptanz der Rückkehr der Biber – eine vergleichende Potenzialanalyse zur Weiterentwicklung des Bibermanagements in Bayern und Kanada
2021-2024 | Verena Schröder, Christian Steiner
Mensch-Biber-Konflikte und gesellschaftliche Naturkonzepte
2020-2023 | Christian Steiner | Bayerische Forschungsallianz (BayIntAn)
Pragmatische Geographien der Resonanz am Beispiel der Rückkehr von Wölfen in die alpine Kulturlandschaft
2019-abgeschlossen | Verena Schröder, Christian Steiner
Mensch-Wolf-Beziehungen in der alpinen Kulturlandschaft. Pragmatisch-transaktionistische Analyse, empathische Zugänge und Comics als Form der Wissenschaftskommunikation
2017-2018 | Verena Schröder, Christian Steiner | Intern/PROFOR