Blick in die Zukunft: Im Silicon Valley die KI von Morgen entdecken
Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt rasant – und mit ihm die Anforderungen an Führungskräfte. Der be-rufsbegleitende Studiengang Master of Business Administrati-on (MBA) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bereitet gezielt auf diese Transformation vor und ermöglicht den Studierenden, aktuelle KI-Entwicklungen im Silicon Valley direkt vor Ort kennenzulernen.
Der Besuch im Silicon Valley ist fester Bestandteil des MBA-Studiengangs an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der KU. Dort sehen die Studierenden schon heute die Entwicklungen von Morgen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass die Entwicklung im Silicon Valley der in Deutschland etwa zwei Jahre voraus ist“, erklärt Studiengangskoordinator Maximilian Bauer. Im Silicon Valley vollzieht sich gerade ein gewaltiger Paradigmenwechsel: weg von antwortenden Chatbots hin zu handelnden KI-Agenten, die eigenständig planen, Werkzeuge nutzen und komplexe Aufgaben erledigen. „Im Silicon Valley sieht man heute, was in den nächsten Jahren jede Industrie bewegen wird. Künstliche Intelligenz beantwortet nicht mehr nur Fragen, sondern übernimmt als Agentic AI ganze Abläufe eigenständig. Entscheidend bleibt, dass der Mensch die Richtung setzt und die Verantwortung trägt. Die Immersion Week war für mich eine herausragende Erfahrung. Diese Entwicklung an ihrem Ursprung zu erleben und mit den Menschen dahinter zu sprechen, war ein prägender Impuls für mein Studium und meinen weiteren Weg. Was mich dabei am meisten antreibt, ist die Frage, wie man solche Technologien in etablierten Unternehmen wirklich zum Laufen bringt", erklärt Christof Biedermann
Die agentische KI hat kompletten Lese- und Schreibzugriff auf Software. Sie surft im Internet, ruft Programmschnittstellen auf, führen Transaktionen durch und schließt mehrstufige Arbeitsabläufe mit minimalem menschlichem Eingriff ab. Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Google und Meta richteten ihre Modellentwicklung auf mehrstufiges Schlussfolgern und den Einsatz von Werkzeugen aus.
Für Unternehmen bedeutet dies weit mehr als nur eine Aktualisierung der Software-Lizenz. Die neue Generation der KI agiert als „digitaler Mitarbeiter“ mit Lese- und Schreibzugriff auf kritische Systeme. Sie surft autonom im Netz, führt Transaktionen durch und schließt Arbeitsabläufe mit minimalem menschlichem Eingriff ab. „Doch mit dieser Macht wachsen auch die Verantwortung und die Risiken: Sicherheitsfachleute behandeln die neuen Agenten bereits als potenzielle „Insider-Bedrohungen“, und die Gefahr verselbstständigter, schädlicher Handlungen oder explodierender Inferenzkosten rückt in den Fokus der Unternehmensführung“, erklärt Bauer.
Einblicke in das Epizentrum des Wandels
Genau an dieser Schnittstelle setzt der berufsbegleitende MBA-Studiengang der WFI an. Das Programm, dessen Bewerbungsphase für den neuen Jahrgang aktuell läuft, bildet nicht nur klassische Manager aus, sondern befähigt Führungskräfte, komplexe technologische Transformationen verantwortungsvoll zu steuern. „Der technologische Sprung von generativer zu agentischer KI erfordert Manager, die über technisches Verständnis hinaus strategische Weitsicht und ethisches Bewusstsein mitbringen“, erklärt Bauer. „Unsere Absolventinnen und Absolventen lernen, nicht nur Innovationen zu nutzen, sondern deren Risiken – seien es Kostenexplosionen durch Rechenintensität oder Sicherheitslücken – proaktiv zu managen.“
„Für mich war die Exkursion ins Silicon Valley ein besonderes Highlight des MBA-Programms. Mitten im Raum, in dem Unternehmen wie Anthropic und Meta die „Orchestrierungsschicht“ der Zukunft entwickeln, habe ich Einblicke bei fünf Spitzenunternehmen bekommen und erlebt, wie Agenten als digitale Mitarbeiter integriert werden und wie globale Player mit den neuen Risiko- und Kostenkategorien umgehen“, beschreibt Luisa Schlee ihre Erfahrung. Ergänzt wird dieser Einblick durch eine zweite Exkursion zu erfolgreichen Expandern in Deutschland, um globale Strategien aus europäischer Perspektive zu vertiefen.
Flexibel für die Zukunft lernen
Das viersemestrige Programm ist speziell auf die Bedürfnisse von Berufstätigen zugeschnitten. Das hybride Format mit vier Wochenenden Präsenzunterricht und vier Online-Wochenenden pro Semester ermöglicht eine maximale Balance zwischen Karriere, akademischer Weiterbildung und Privatleben. Ob Ingenieurwesen, Medizin oder Geisteswissenschaften: Ein vorheriges BWL-Studium ist nicht erforderlich, wichtig sind berufliche Erfahrung und die Bereitschaft, zukunftsweisendes Leadership zu erlernen.
Die WFI ist durch die Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) akkreditiert. Diese gilt weltweit als Gütesiegel für Exzellenz in Lehre, Forschung und Praxisorientierung. In Bayern gehören neben der WFI nur drei weitere Business Schools und Wirtschaftsfakultäten zum Kreis der AACSB-akkreditierten Einrichtungen.
Jetzt bewerben
Interessierte, die verstehen wollen, wie man die Chancen agentischer KI nutzt, ohne die Kontrolle zu verlieren, können sich noch bis zum 30. September für den MBA an der WFI bewerben. Ein Einblick in den Studienalltag und die Möglichkeit zum direkten Austausch bieten beispielsweise die wöchentlichen Online Coffee Talks mit Studiengangskoordinator Maximilian Bauer mittwochs von 12 bis 13 Uhr via Zoom. Weitere Informationen und die Bewerbungsportal finden sich unter: www.ku.de/mba