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Eichstätter Geschichte(n) zum Anhören: Neuer Podcast von Studierenden der Journalistik

„In einem Eichstätt vor unserer Zeit“ lautet der Titel eines neuen Podcasts mit Hörbeiträgen von Journalistik-Studierenden der KU, die sich dafür mit ganz unterschiedlichen Aspekten aus der Historie der Domstadt befasst haben. „Wichtig war uns dabei, nicht nur einfach Fakten nachzuerzählen, sondern auch Persönliches einzubringen“, berichtet Carlotta Smok. Sie hat zusammen mit Lea Kossak die Geschichte der Katholischen Universität erkundet. Insgesamt neun Beiträge haben die 18 beteiligten Studentinnen und Studenten unter Leitung ihrer Dozenten Michael Graßl und Jonas Schützeneder recherchiert und produziert. Die Folgen des Podcasts kann man nun auf einer eigens eingerichteten Homepage anhören.

Bei ihrem Seminar „Aktuelle Medienentwicklung: Podcasts und Storytelling“ beschäftigten sich die Studierenden dafür zunächst mit grundlegenden Fragen dieses Genres. Dazu tauschten sie sich unter anderem auch mit etablierten Podcastern aus – etwa denen des Formates „Erzähl mir von Wien“, das Geschichten und Kuriositäten aus Österreichs Hauptstadt bei akustischen Spaziergängen vorstellt. Jonas Schützeneder erklärt: „Im Gegensatz zu klassischen Wortbeiträgen im Radio stehen bei Podcasts die Persönlichkeiten der Autorinnen und Autoren sowie die direkte Ansprache des Publikums stärker im Vordergrund.“ Somit erwartet die Hörerinnen und Hörer in den Beiträgen keine trockene Geschichtsstunde, sondern eine Mischung aus unterhaltsamen und nachdenklichen Stücken – verbunden mit ungewöhnlichen Darstellungsformen. So begeben sich etwa Jakob Kluck und Aaron Jungwirth auf eine imaginäre Zeitreise in das Eichstätt des Barock, um im Stil eines Hörspiels das direkte Gespräch mit Johann Anton I. Knebel von Katzenelnbogen zu suchen. Dieser war von 1705 bis 1725 als Fürstbischof im Amt und brachte nicht nur das Domkapitel gegen sich auf.

Doch was so leicht daherkommt, war für die Studierenden vor allem mit einem großen Rechercheaufwand verbunden. Behilflich dabei ist auch die Eichstätter Bevölkerung gewesen: Etwa für die Geschichte des jüdischen Lebens in Eichstätt, die Zeit des Nationalsozialismus oder Sagen und Legenden befragten die Expertinnen und Experten zur Lokalgeschichte sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die zum Teil auch in Interviews zu Wort kommen. Zu den weiteren Themen des Podcasts gehören Eichstätt in der Jura-Zeit, Willibald und Walburga als „Influencer“ ihrer Zeit, die Geschichte der Illuminati in Eichstätt sowie ein Rückblick auf 100 Jahre VfB Eichstätt.

Zusätzlich zu den Hörbeiträgen finden sich auf der Homepage des Pod-casts unter https://eichstaett-podcast.de auch Zusatzinformationen, wie etwa historisches Bildmaterial und interaktive Karten zu den erwähnten Schauplätzen. „Ein Anliegen des Projektes ist auch Geschichtsvermittlung in einer Form, mit der man jüngeres Publikum erreichen kann“, betont Dozent Michael Graßl. Deshalb sei mit Abschluss des Seminars nicht gleichzeitig auch das Projekt beendet. Vielmehr wollen Schützeneder und Graßl in den kommenden Semestern daran anknüpfen.

Derweil freute sich Eichstätts Oberbürgermeister Josef Grienberger bei der Präsentation des Projektes im Hörfunkstudio der KU über das Ergebnis, zumal er selbst seit geraumer Zeit ein Fan mehrerer Podcasts sei. Als Leiter der Eichstätter Touristinformation wiederum bezeichnete Lars Bender die Arbeit der Studierenden als „Geschenk“, das auch Auswärtigen ungewöhnliche Einblicke in die Geschichte Eichstätts biete.