Die öffentliche Veranstaltung im Wissenschaftsforum Ingolstadt will Wissenschaft, Stadtgesellschaft und kommunale Praxis miteinander ins Gespräch bringen. Angesichts wachsender sozialer Spannungen, knapper öffentlicher Mittel und zunehmender politischer Polarisierung geht es darum, nicht nur Probleme zu benennen, sondern konkrete Perspektiven für das Zusammenleben in der Stadt zu entwickeln. Eröffnet wird das Festival von Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Michael Kern und KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien.
Die eintägige Veranstaltung verbindet Information und Beteiligung: In einer offenen Ideenwerkstatt diskutieren Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Vereinen, Verwaltung, Initiativen und Wissenschaft über lebenswerte öffentliche Räume, gute Nachbarschaft und die Frage, wie Begegnungsorte so gestaltet werden können, dass sich auch ältere Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten willkommen fühlen. Das Festival versteht sich damit ausdrücklich als Ort, an dem nicht nur über gesellschaftlichen Zusammenhalt gesprochen, sondern gemeinsam an ihm gearbeitet wird.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Demokratiebildung. In einem Themenblock zu Schulen geht es unter anderem um Mitbestimmung in der Grundschule, demokratische Strukturen im Schulalltag und Erfahrungen aus der Praxis. Damit rückt das Festival die Frage in den Blick, wie demokratisches Denken und Handeln früh vermittelt und im Alltag eingeübt werden kann. Wie wissenschaftliche Erkenntnisse und kommunale Praxis zusammenwirken können, zeigt ein Forum zu sozialen Infrastrukturen und kommunaler Daseinsvorsorge. Dort geht es um Quartierskonzepte, lokale Versorgungsmodelle und darum, wie Städte und Gemeinden angesichts demografischer Veränderungen und klimabedingter Belastungen widerstandsfähiger werden können.
Den inhaltlichen Rahmen setzt ein Impuls von Beatrix Hertle. Die Bezirksgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Schwaben spricht darüber, wie die Zivilgesellschaft Demokratie lebendig hält und gerechte Teilhabe ermöglicht. Den Schlusspunkt setzt am Abend der Politikwissenschaftler und Autor Prof. Dr. Felix Heidenreich vom Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung. In seiner Keynote „Die Politik der Zuversicht“ beleuchtet er die Zukunftsfähigkeit der Demokratie in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche.
Das Future Festival will wissenschaftliche Erkenntnisse für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machen und zugleich Erfahrungen aus der Stadtgesellschaft aufnehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Beginn der Veranstaltung ist um 10 Uhr im Wissenschaftsforum Ingolstadt (Georgianum und Kapelle Peter & Paul), Hohe-Schul-Straße 5. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.ku.de/futurefestival26