Nach dem Start folgten die Schülerinnen der Karte in der App. Ein Signal zeigte ihnen: „Hier seid ihr richtig.“ Von Station zu Station arbeiteten sie sich durch Eichstätt, entdeckten Zukunftsorte, lösten Aufgaben, sammelten Eindrücke und diskutierten, was Nachhaltigkeit eigentlich ganz konkret mit ihrem Alltag und ihrer Stadt zu tun hat. Mal mussten sie genau hinschauen, mal kreativ überlegen, mal spontan ihre eigene Meinung einbringen. Aus einem klassischen Stadtrundgang wurde so eine interaktive Entdeckungstour.
Interaktive Schnitzeljagd durch Eichstätt und Ingolstadt
Möglich wird das durch die neuen digitalen Rallyes der Professur für Geographiedidaktik und Bildung für nachhaltige Entwicklung an der KU und des Projekts "Mensch in Bewegung" mit der App „Actionbound“, die ab sofort in Eichstätt und Ingolstadt kostenlos und rund um die Uhr für alle Interessierten zur Verfügung steht. Ob Schulklasse, Familie oder Freundesgruppe: Die interaktive Schnitzeljagd führt die Teilnehmenden zu Lernorten für Nachhaltigkeit, verbindet Bewegung an der frischen Luft mit digitalen Lerninhalten und lädt dazu ein, Zukunftsfragen direkt vor Ort zu erleben.
In Eichstätt führt die Route unter anderem zum Wiesengässchen über den Weltladen bis zum Kapuzinergarten und in den Hofgarten der Universität. An jeder Station warten kleine Herausforderungen, spannende Informationen und Denkanstöße rund um Nachhaltigkeit und Zukunftsgestaltung. Dabei geht es etwa um Fragen wie: Was haben die Wandmalereien im Wiesengässchen mit Nachhaltigkeit zu tun? Wo begegnen einem die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Eichstätt? Was wächst im Kapuzinergarten? Und wie verändert der Klimawandel die Bäume in der Stadt?
Eichstätt und Ingolstadt als Lernort und Erfahrungsraum
Für Anna, Judith und Melina wurde genau diese Mischung aus Rätseln, Bewegung und gemeinsamen Gesprächen zum besonderen Erlebnis. Mit einem Blick aufs Smartphone orientierten sie sich durch die Stadt. Unterwegs lasen, hörten und sahen sie Wissenswertes zu den jeweiligen Orten, beantworteten Fragen und entwickelten eigene Ideen dazu, wie ein gutes Leben von morgen aussehen kann. So wurde Eichstätt für sie nicht nur zum Lernort, sondern zum Erfahrungsraum.
Begleitet wurde der Rundgang der achten Klasse von Maria Terhorst, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Geographiedidaktik und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Neben der Einführung in die Rallye hatte Terhorst eine Abschlussrunde im Hofgarten der Sommerresidenz vorbereitet. Dort ging es noch einmal um die persönliche Einschätzung: Wie zukunftsfähig ist Eichstätt eigentlich? Auf einer Skala von eins bis zehn positionierten sich die Schülerinnen selbst im Raum und kamen darüber miteinander ins Gespräch.
Gerade dieser Perspektivwechsel macht die Rallye so reizvoll: Sie vermittelt nicht nur Wissen, sondern lädt dazu ein, die Stadt aktiv zu erkunden, Fragen zu stellen und eigene Zukunftsideen zu entwickeln. Besonders geeignet ist das Angebot für Schulklassen ab der 5. Jahrgangsstufe, Familien mit Kindern ab zehn Jahren sowie alle, die Eichstätt oder Ingolstadt auf neue, spielerische Weise entdecken möchten.
App herunterladen und direkt starten!
Die digitalen Rallyes in Eichstätt und Ingolstadt umfassen eine Strecke von ca. zwei Kilometern. Sie sind auch für Familien mit Kindern ab 12 Jahren und Schulklassen ab der 7. Klasse geeignet. Teilnehmende brauchen ein eigenes Smartphone, auf dem die Actionbound App vorher installiert wurde. Weitere Informationen unter ku.de/appnachdraussen.
Text und Foto: Melena Renner