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Neue Perspektiven für den Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft: Vortragsreihe „Transfer neu denken“

Leggewie
Zum Auftakt der Reihe „Transfer neu denken“ spricht Prof. Dr. Claus Leggewie (Universität Gießen) zu fachübergreifenden Ansätzen für den Kampf gegen Umweltzerstörung.

In einer Zeit, in der die sozialen, kulturellen oder ökologischen Herausforderungen zunehmen, sind die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften gefragt, aktiv zu deren Bewältigung beizutragen. Doch welche Rolle kommt ihnen künftig zu? Muss ihr Verhältnis zur Gesellschaft angesichts der aktuellen Herausforderungen neu gedacht werden? Im Rahmen der neuen Online-Vortragsreihe „Transfer neu denken“ der KU greifen ab Donnerstag, 21. Januar, international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Fragen auf. In sieben Vorträgen diskutieren sie tradierte Rollenverständnisse, gesellschaftliche Erwartungen sowie neue Ansätze und Perspektiven für den Austausch von Wissenschaft und Gesellschaft. Organisiert und durchgeführt wird die Vortragsreihe durch das Projekt „Mensch in Bewegung“ im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“.

Zum Auftakt der Vortragsreihe spricht Prof. Dr. Claus Leggewie (Universität Gießen) zu dem Thema „Planetar denken. Eine Herausforderung für die Geisteswissenschaften“. In seinem Vortrag geht er von der Frage aus, wie der Mensch einen Weg aus der von ihm verursachten Zerstörung der Umwelt herausfinden kann. Menschen haben tief in den Planeten eingegriffen und sind selbst zu einer geologischen Macht geworden. Die Auswirkungen für die Umwelt sind vielfältig. Die Vorstellung, dass der Mensch in seinem Handeln von der Natur unabhängig sei, hat sich in Folge als Illusion erwiesen. In seinem Vortrag stellt Claus Leggewie dar, wie interdisziplinäres planetares Denken neue Denkräume und Perspektiven zur Bewältigung dieser Herausforderungen eröffnen kann.

Ziel der Vortragsreihe ist es, neue Ansätze für den Austausch der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften mit der Gesellschaft zu diskutieren, um so Anknüpfungspunkte für die Praxis des Ideen-, Wissens- und Technologietransfers zu gewinnen. Im Rahmen der Reihe sprechen dazu: Prof. Dr. Armin Grunwald (Karlsruhe), Prof. Dr. Eva Geulen (Berlin), Prof. Dr. Sabine Maasen (Hamburg), Prof. Dr. Barbara Buchenau (Duisburg-Essen), Prof. Dr. Hartmut Rosa (Jena) und Prof. Dr. Ina Kerner (Koblenz).

Die Veranstaltungsreihe findet online statt und wird über das Videokonferenz-Tool Zoom sowie über die YouTube- und Facebook-Kanäle der KU übertragen. Teilnehmende, die sich aktiv an der Diskussion beteiligen möchten, sind gebeten, sich vorab auf der Webseite der Veranstaltungsreihe https://www.ku.de/transfer/projekte-netzwerke/transferprojekte/transfer-neu-denken anzumelden.

 

Zum Referenten:

Claus Leggewie (*1950) ist Professor für Politikwissenschaft und seit 2015 erster Inhaber der Ludwig Börne-Professur an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Nach dem Studium der Sozialwissenschaften und Geschichte in Köln und Paris promovierte und habilitierte er an der Universität Göttingen. Seit 1989 lehrt er als Professor an der JLU. Von 2007 bis 2015 war er zudem als Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen sowie des Centre for Global Cooperation Research in Duisburg tätig. Von 2008 bis 2016 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU).

Zum Projekt „Mensch in Bewegung“:

„Mensch in Bewegung“ ist ein gemeinsames Projekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Technischen Hochschule Ingolstadt. Mit Partnern aus Wirtschaft, Politik, und Zivilgesellschaft bauen die Hochschulen ein regionales Netzwerk für den Wissensaustausch in den Themenfeldern innovative Mobilität, digitale Transformation, nachhaltige Entwicklung und bürgerschaftliches Engagement auf. Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Innovative Hochschule“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Bayern mit rund 15 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.