Seit dem Start des digitalen Studienangebots überstiegen die Anmeldezahlen die Erwartungen: Zum Auftakt des Studiengangs im WS 2024/2025 schrieben sich bereits 70 und im darauffolgenden Wintersemester 89 Studierende ein. Im WS 2026/2027 sind es mit 160 Studierenden nun nahezu doppelt so viele wie zum Start des Studienangebots vor zwei Jahren. Die Dekanin der Theologischen Fakultät der KU, Prof. Dr. Katharina Karl, sieht den aktuellen Zuwachs im neuartigen Konzept des Studiengangs begründet: „Die gesteigerte Nachfrage am Digitalen Bachelor freut uns sehr, denn er ist zum größten Studiengang an der Theologischen Fakultät geworden. Diese Entwicklung bestätigt uns in der Überzeugung, dass wir damit eine Nische erschlossen haben, die an der Theologie interessierten Menschen das Studium in einer neuen Form ermöglicht.“
Überraschendes zeigen auch die ersten Befragungen der beiden Jahrgänge. Die Studierenden kommen aus sämtlichen Bundesländern sowie aus den deutschsprachigen europäischen Nachbarstaaten. Nahezu alle Studierenden sind zugleich berufstätig. Mehr als die Hälfte studiert aus persönlichem Interesse, ohne direkt eine pastorale Anstellung anzustreben. Alle aber sind ehrenamtlich im kirchlichen Bereich engagiert. Vier von fünf Studierenden sind jünger als 50 Jahre. Etliche Studierende könnten ein Präsenzstudium aufgrund ihrer beruflichen und familiären Situationen nicht absolvieren. Sie nehmen daher das vorwiegend digitale Angebot aus Passau und Eichstätt gerne an, nutzen aber auch die Präsenzeinheiten in den Universitätsstädten.
Mit dem neu geschaffenen Schwerpunkt in der Online-Lehre ist es den Verantwortlichen für den Studiengang gelungen, bisher wenig berücksichtigte, neue Zielgruppen anzusprechen. „Soweit uns dazu Daten vorliegen, ist dies im gesamten deutschsprachigen Raum aktuell die höchste Zahl an Erstsemestern in einem theologischen Studiengang. Dieser Erfolg unserer berufsbegleitenden Studiengänge hat viel verändert bei uns am Department. Wir profitieren in Forschung und Lehre enorm davon – und wir sammeln in der Theologie neue Erfahrungen, die auch in unsere Präsenzlehre einfließen. Vor allem aber motiviert uns diese Entwicklung, die Qualität der digitalen Lehre in den kommenden Jahren auf ein neues Level zu bringen“, sagt Prof. Dr. Markus Weißer, Sprecher des Departments für Katholische Theologie der Universität Passau.
Die Leitungsteams des Studiengangs in Eichstätt und Passau sind überzeugt, dass die Erfahrungen des Distance Learning, in denen digitales Know-How und persönliche Betreuung zusammen gedacht werden, auch die Grundlage für künftige, gemeinsame Pionierprojekte in Forschung und Lehre sein werden.