Der Vortrag findet im Rahmen des Altertumswissenschaftlichen Forschungskolloquiums statt, ausgerichtet durch ATRIUM, dem Institut für Altertumswissenschaften an der KU. Die Fachvertreter der Alten Geschichte, Alten Kirchengeschichte, Klassischen Archäologie und Klassischen Philologie laden Kolleginnen und Kollegen ein, aus ihren aktuellen Forschungen zu berichten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Referentin: Carmen Cardelle de Hartmann (Univ. Zürich)
Die Vortragende zeigt, wie Isidor von Sevilla im 7. Jahrhundert aus dem Kontext der Hispania heraus einen „globalen“ christlich‑lateinischen Literaturraum entwirft und zugleich die Grenzen dieses Horizonts sichtbar macht. Anhand von De uiris illustribus erläutert die Vortragende, wie Texte, Wissen und Autoren zwischen Spätantike und Frühmittelalter zirkulierten – und welche Rolle dabei Räume, Netzwerke und politische Kontexte spielten.