Preis der Eichstätter Universitätsgesellschaft für die beste Habilitation

PD Dr. theol. Christian Handschuh

PD Dr. theol. Christian Handschuh
PD Dr. theol. Christian Handschuh

Mit dem Preis der Eichstätter Universitätsgesellschaft für die beste Habilitation 2020 wird PD Dr. theol. Christian Handschuh ausgezeichnet. Seine Habilitationsschrift trägt den Titel „Die Bibel als kulturelles Gedächtnis. Die katholische Bibelbewegung 1900-1960“, Betreuer war Prof. Dr. Bernward Schmidt (Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte).

Er zeichnet darin die Geschichte der Bibelbewegung von ihren Anfängen und Rahmenbedingungen im 19. Jahrhundert bis zum Vorabend des Zweiten Vatikanischen Konzils nach. Handschuh beschäftigte sich dazu insbesondere mit den Akten des Stuttgarter Katholischen Bibelwerks sowie einer großen Masse „grauer Literatur“, um Aussagen über im Untersuchungszeitraum weit verbreitete katholische Bibelverständnisse treffen zu können.

Mit seiner Arbeit schließt Handschuh eine Lücke in der Katholizismusforschung. Zudem wendet er als erster katholischer Kirchenhistoriker konsequent die kulturwissenschaftliche Erinnerungstheorie auf eine kirchenhistorische Fragestellung an und entwickelt ein eigenes Modell der erinnerungskulturellen Analyse kirchenhistorischer Ereignisse und Prozesse. Damit weist die Arbeit großes Innovationspotential und Aussagekraft auch für das gegenwärtige Christentum auf.  

Christian Handschuh hat an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Katholische Theologie studiert und im selben Fach promoviert. Von 2005 bis 2018 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Historische Theologie an der Universität zu Köln. Als Lehrbeauftragter unterrichtete er in dieser Zeit auch an weiteren Hochschulen. Seit 2018 vertritt Handschuh den Lehrstuhl für Kirchengeschichte und christliche Identitäten an der Universität Passau. Darüber hinaus ist er seit 2019 als Referent im Bereich Hochschuldidaktik tätig sowie Diakon im Bistum Rottenburg-Stuttgart.

Der Preisträger im Video

Preisträger 2020

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Der Stifter: Die Eichstätter Universitätsgesellschaft e.V.

Andreas Steppberger, Vorsitzender der Eichstätter Universitätsgesellschaft
Andreas Steppberger, Vorsitzender der Eichstätter Universitätsgesellschaft

Die Katholische Universität Eichstätt – Ingolstadt hat sich mit ihren erst 40 Jahren als einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum einen herausragenden Platz in der Hochschul- und Wissenschaftslandschaft erarbeitet. Für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Universität und ihrer Fakultäten ist es von großer Bedeutung, wenn neben Alumni und Ehemaligen auch Freunde und Förderer Interesse an der Entwicklung der Katholischen Universität zeigen und sich nachhaltig für sie engagieren.

Als gemeinnütziger Verein unterstützen wir die Universität ideell und materiell. Im Umfeld einer Universität gibt es immer wieder Aufgaben und Projekte, die aus universitären Haushaltsmitteln nicht oder nur zum Teil finanziert werden können. Hier will die Universitätsgesellschaft tätig werden. Wir unterstützen Projekte aller Fachrichtungen, die die Reputation der Universität stärken und ihre Profilierung schärfen. Die Förderung des akademischen Nachwuchses ist uns ein besonderes Anliegen.

Mit dem Preis der Eichstätter Universitätsgesellschaft möchten wir jährlich herausragende Leistungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität in Dissertation bzw. Habilitation in besonderer Weise würdigen und in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Gleichzeitig sollen die Preisträgerinnen und Preisträger durch die Auszeichnung auf Ihrem Weg bestärkt werden.

Herzlichen Glückwunsch an den diesjährigen Preisträger, Herrn Dr. habil. Christian Handschuh, für die beste Habilitation an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt für die von ihm an der Theologischen Fakultät eingereichte Arbeit mit dem Titel: „Die Bibel als kulturelles Gedächtnis. Die katholische Bibelbewegung 1900-1960“.

Andreas Steppberger, Vorsitzender der Eichstätter Universitätsgesellschaft e.V.