DFG-geförderte Projekte (Auswahl)

Abtasttheorie und Basen aus Exponentialfunktionen: neue Techniken in den Grundlagen der Nachrichtentechnik

Antragsteller:
Prof. Dr. Götz Pfander (Mathematisch-Geografische Fakultät; Lehrstuhl für Mathematik – Wissenschaftliches Rechnen)

Beschreibung:
Die Abtasttheorie ist ein aktives Forschungsgebiet der Mathematik und spielt eine zentrale Rolle in den angewandten Wissenschaften und der Elektrotechnik. In den letzten Jahren wurden grundlegende Fortschritte in der klassischen Abtasttheorie und in der Theorie von Basen und Frames aus Exponentialfunktionen erzielt. Zu diesem Zweck wurden neue konstruktive Methoden entwickelt und funktionalanalytische Erkenntnisse, die in den bahnbrechenden Arbeiten zum Kadison-Singer Problem entwickelt wurden, angewendet. Aufbauend auf verschiedenen neuen Konstruktionen von Riesz-Basen von Exponentialfunktionen auf endlichen Vereinigungen von Intervallen werden Hierarchien von Riesz-Basen für entsprechende Hierarchien von Hilberträumen von Funktionen konstruiert. Darüber hinaus werden Ergebnisse bezüglich fehlender gleichmäßiger Konvergenz der Whittaker-Shannon-Interpolationsformel für nicht-quadratintegrierbaren Funktionen auf Rekonstruktionsformeln ausgeweitet, die auf unregelmäßigen Abtastwerten basieren, wie sie beispielsweise von Papoulis entwickelt wurden. Die positive Lösung des Kadison-Singer-Problems etablierte die Existenz von Frames aus Exponentialfunktionen für jeden Raum von quadratintegrablen Funktionen auf Mengen mit endlichem Maß. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe) 

Laufzeit: 
2019 - 2023

Fordoc:
https://fordoc.ku.de/id/eprint/2877/

GEPRIS:
gepris.dfg.de/gepris/projekt/437115893

Accounting und transformatorische Effekte im Profifußball. Eine empirisch-ethnografische Studie zur Soziologie zahlen- und datenbasierter Praktiken des Bewertens und Kritisierens

Antragsteller:
Prof. Dr. Robert Schmidt (Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät; Professur für Prozessorientierte Soziologie)

Beschreibung:
Das Projekt beschäftigt sich mit gegenwärtigen Entwicklungen im Profifußball. Während insbesondere die Fankulturen und die massenmedial verbreitete Bildsprache des Fußballs in der Soziologie schon intensiv erforscht werden, soll dieses Projekt weitere Aspekte des Profifußballs erschließen. Im Fokus stehen nicht Spieler und Fans, sondern diejenigen, welche den Fußball in seiner gegenwärtigen Form im Hintergrund der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit überhaupt erst möglich machen und mitprägen. Von Interesse sind hier neue, bislang wenig beachtete Expertenkulturen des Fußballs. Das Projekt will diese Expertenkulturen und ihre Bewertungspraktiken in der Breite sondieren und setzt dabei auf verstehende Zugänge. Offene Gesprächs- und Interviewformate werden ergänzt durch Untersuchungen von Bild- und Videomaterialien, Dokumenten und Diskursen, vor allem aber durch die teilnehmende Beobachtung im Feld. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten. 

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2019 - 2022

Projektwebseite:
https://www.ku.de/accounting-im-profifussball

GEPRIS:
gepris.dfg.de/gepris/projekt/421870369

Archäologische Untersuchungen zu einer Bronzegusswerkstatt in Gerasa (Jordanien) im Licht der Entwicklung der Metallverarbeitungstechnologien während der römischen Kaiserzeit

Antragsteller:
Prof. i. R. Dr. Gerhard Zimmer (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät; Professur für Klassische Archäologie)

Kooperationspartner:
Institute of Advanced Study, Princeton, USA

Beschreibung:
Die französischen Grabungen unter der Leitung von Jacques Seigne auf dem Plateau des Zeustempels in Gerasa haben Teile einer Werkstatt für den statuarischen Bronzeguss freigelegt. Ihre Arbeitszeit liegt in der Mitte des zweiten Jahrhunderts und ist in Verbindung mit der Errichtung des gewaltigen Zeustempels zu sehen. Reste von Schmelzanlagen zeugen von einer neuen Technologie, Formmantelfragmente deuten auf den Guss überlebensgroßer Statuen. Das Zentrum dieser Werkstatt befand sich in der verschütteten nördlichen Kryptoportikus, und zwar in deren westlichen Teilstück. Geplant ist die Freilegung dieser Portikus in zwei Etappen. Bei der Werkstatt handelt es sich um den ersten ausführlich erhaltenen Werkstattkomplex römischer Zeitstellung, den wir kennen. Wir wissen um die verschiedenen Arbeiten, die in einer solchen Gießerei stattfanden und können deshalb gezielt nach bestimmten Befunden suchen. Da wir durch jahrelange Forschungsarbeit über die Technologie in griechischen Werkstätten von der Archaik bis zum späten Hellenismus gut informiert sind, können wir auf dieser Grundlage die Unterschiede der römischen Technologie herausarbeiten. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2019 - 2022

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/435345043

PROGRID - Behandlung der anhaltenden Trauerstörung mit einer auf anhaltende (prolongierte) Trauer fokussierten Kognitiven Verhaltenstherapie

Antragstellerin:
Prof. Dr. Rita Rosner (Philosophisch-Pädagogische Fakultät; Lehrstuhl Klinische und Biologische Psychologie)

Projektbeteiligte:
Dr. Anna Vogel (Philosophisch-Pädagogische Fakultät; Lehrstuhl Klinische und Biologische Psychologie)

Kooperationspartner:
Universitätsklinikum Leipzig; Philipps-Universität Marburg; Goethe-Universität Frankfurt am Main

Beschreibung:
Die Anhaltende Trauerstörung (ATS) ist eine andauernde und beeinträchtigende Trauerreaktion nach dem Tod eines geliebten Menschen, die in die erstmals in die ICD-11 aufgenommen werden soll. Die Prävalenz der ATS wird auf etwa 5 Prozent geschätzt, mit hohen Komorbiditätsraten. Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich als wirksam für die Behandlung von anhaltenden Trauersymptomen erwiesen, jedoch als weniger wirksam bei sekundären Folgen wie Depressionen und allgemeiner psychischer Gesundheit. Die Ergebnisse der Pilotstudie zeigten, dass insbesondere somatoforme Störungen bei ATS-Patienten überraschend häufig auftraten und dass eine ansonsten hochwirksame trauerspezifische kognitive Verhaltenstherapie (PG-CBT) bei der Somatisierung weniger wirksam war. In dieser randomisierten kontrollierten Studie wird die PG-CBT, ergänzt um ein zusätzliches Behandlungsmodul für somatoforme Symptome, im Vergleich zu einer unterstützenden Kontrollbedingung mit grundlegenden therapeutischen Elementen (Present-Centered Therapy, PCT) untersucht. 204 ATS-Patienten werden nach Randomisierung einer PG-CBT oder PCT unterzogen, um einen relevanten minimalen klinischen Unterschied von 5,5 Punkten in der mittleren Veränderung auf der PG-13-Schweregrad-Skala zwischen der Eingangserhebung und der 12-Monats-Follow-up-Messung zwischen den Gruppen zu zeigen (Power von 80%, Alpha-Niveau von 5%). Das Vorgehen ist so konzipiert, dass Verzerrungen so weit wie möglich vermieden werden (Stratifizierung, blinde Ratings, ITT-Analyse, ausgewogene Behandlungsdosis, Kontrolle von Allegiance-Effekten). Die Ergebnisse werden die Entwicklung von Behandlungsrichtlinien für diese neue Diagnose international und national vorantreiben.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Klinische Studien)

Laufzeit:
2016 - 2023

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/2326/

GEPRIS:
gepris.dfg.de/gepris/projekt/286629540

Die Wirkung von internationalen Steuerinstitutionen auf das Verhalten von multinationalen Unternehmen – Besteuerung und Unternehmensproduktivität

Antragstellerin:
Prof. Dr. Dominika Langenmayr (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät; Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre)

Kooperationspartner:
Eberhard Karls Universität Tübingen

Beschreibung:
Die Entwicklung der Produktivität von Firmen ist ein entscheidender Faktor für ein langfristiges Wirtschaftswachstum. Während sich die Firmenproduktivität in Europa über die Zeit zum Teil recht unterschiedlich entwickelt hat, wurden diese Unterschiede in der Literatur bisher weitgehend ignoriert. Inwieweit die Politik und insbesondere die Steuerpolitik auf das Produktivitätswachstum Einfluss nehmen kann, ist daher eine noch unerforschte Frage. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es folglich, sich eingehender mit der Rolle der Steuerpolitik bei der Erklärung und Förderung des Produktivitätswachstums auseinanderzusetzen. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 

Laufzeit:
2019 - 2023

Projektwebseite:
https://www.rsit-uni-tuebingen.de/for-2738/ 

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/2834/

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/428872966

Ein Humanist beim Aktenstudium: Albrecht von Eyb (1420-1475) als Rechtsgelehrter

Antragsteller:
Prof. Dr. Thomas Wetzstein (Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät; Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte)

Kooperationspartner:
Ludwig-Maximilians-Universität München; Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Università di Pavia, Italien

Beschreibung:
Der fränkische Adlige Albrecht von Eyb kann als der wohl bekannteste deutsche Frühhumanist gelten. Wie zahlreiche Altersgenossen aus wohlhabenden Familien begab er sich für sein Jurastudium nach Italien, von wo er nach Aufenthalten in Padua, Bologna und Pavia erst fünfzehn Jahre später (1459) endgültig zurückkehrte. Seine heutige Bekanntheit gründet sich dabei ausschließlich auf seine frühen Leistungen als Humanist, während seine in zahlreichen Rechtsgutachten handschriftlich überlieferte Tätigkeit als Jurist und damit auch der ursprüngliche Grund seines Italienaufenthalts weitgehend unerforscht sind. Das Vorhaben möchte diese seit langem beklagte Forschungslücke schließen und dabei nicht nur die Kenntnisse der Biografie und des juristischen Wirkens des deutschen Frühhumanisten wesentlich erweitern, sondern darüber hinaus auch ermitteln, ob die humanistischen Neigungen des Albrecht von Eyb sich im Spiegel seiner Gutachten als Teil eines umfassenden Transfers gelehrter Kultur interpretieren lassen, die der Gelehrte in ihrer Gesamtheit aus Italien mitbrachte. Mehr Informationen auf Gepris.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2020 - 2022

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/433810631

Komparativ-Korrelativ Konstruktionen: The more languages, the better (Projekttitel in der 1. Förderphase „Englische Komparativ-Korrelativ Konstruktionen: The more data, the better“)

Antragsteller:
Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät; Lehrstuhl für Englische Sprachwissenschaft)

Beschreibung:
Wie stark beeinflusst unsere Kognition sprachliche Konstruktionen in typologisch unterschiedlichen Sprachen? Aufbauend auf den Ergebnissen einer ersten Studie, die sich auf das Englische beschränkte, ist das Ziel des Nachfolgeprojekts, diese Frage nun mit einer sprachübergreifenden Studie zu einer speziellen Konstruktion weiterzuverfolgen. Im Fokus stehen dabei sogenannte Komparativ-Korrelativ-Konstruktionen in den Sprachen Englisch (The more I read, the more I understand), Spanisch (Cuanto más leo, tanto más entiendo) und Slowakisch (Čím viac čítam, tým viac rozumiem). Komparativ-Korrelativ-Konstruktionen bestehen aus zwei Teilsätzen, C1 und C2, die wiederum jeweils aus lexikalisch unveränderlichen Komponenten (the/the, cuanto/tanto, čím/tým), einem obligatorisch zu füllenden Slot, der ein komparatives Element enthält (more…more…, más…más…, viac…viac…), sowie einem optionalen Slot bestehen, der einen Satz enthalten kann (…I read, … I understand; … leo, … entiendo; … čítam, … rozumiem). Die Semantik dieser Konstruktion hat dabei sowohl asymmetrische (eine konditionale Beziehung zwischen Protasis C1 und Apodosis C2: während man mehr liest, versteht man dadurch mehr) als auch symmetrische Eigenschaften (eine parallele Berechnung semantischer Differenziale in einem Zeitraum, in dem zunehmend mehr gelesen (C1) und zunehmend mehr verstanden (C2) wird). Durch die Kombination korpuslinguistischer und experimenteller Methoden untersucht das Projekt nun Komparativ-Korrelativ-Konstruktionen in drei Sprachen, die sich an unterschiedlichen Stellen im von analytisch bis synthetisch reichenden typologischen Spektrum befinden. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2017 - 2022

Fordoc:
fordoc.ku-eichstaett.de/2496/

GEPRIS:
gepris.dfg.de/gepris/projekt/317670788

Fraktalität und die Dynamik jüdischer Lebensformen im Süden des Alten Reichs im 17. und 18. Jahrhundert

Antragsteller*innen:
Prof. Dr. Sabine Ullmann und Prof. Dr. Michaela Schmölz-Häberlein (Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät; Professur für Frühe Neuzeit und Vergleichende Landesgeschichte)

Kooperationspartner:
Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur, Würzburg; Stabsstelle Forschung der Franckeschen Stiftungen, Halle/Saale; Technische Hochschule Mittelhessen, Gießen; École des hautes études en sciences sociales (EHESS), Paris, Frankreich

Beschreibung:
Räume bzw. Orte mit ausgeprägter jüdischer Siedlungskonzentration befanden sich im frühneuzeitlichen Reich oft in Gebieten, die von kleinräumigen und ungeschlossenen territorialen Verhältnissen geprägt waren. Das Projekt geht von der Annahme aus, dass diese spezifischen Strukturen für die Existenz von Juden verantwortlich waren und fragt danach, wie die jüdischen Akteure diese nutzten. Dazu wird auf das jüngst von Christophe Duhamelle und Falk Bretschneider für die frühneuzeitliche Reichsgeschichte entwickelte Konzept der Fraktalität zurückgegriffen. Dieses setzt die verschiedenen obrigkeitlich-herrschaftlichen Handlungsebenen sowie die Praktiken der Akteure zueinander in Bezug. Das frühneuzeitliche Reich erscheint in diesem metaphorischen Konzept als eine Raumstruktur mit multiplen Zugehörigkeiten, in denen eine zentrale, einheitliche Erzwingungsgewalt fehlte, in dem vielmehr plurale, sich widersprechende und miteinander konkurrierende Macht- und Herrschaftspole als Bezugspunkte existierten. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2019 - 2022

Projektwebseite:
https://www.ku.de/ggf/geschichte/vergleichende-landesgeschichte-und-geschichte-der-fruehen-neuzeit/forschung/fraktalitaet-und-dynamiken 

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/422408615

Geographien der Qualifizierung im globalisierten Weinmarkt

Antragsteller:
Dr. Gerhard Rainer und Prof. Dr. Christian Steiner (Mathematisch-Geografische Fakultät; Lehrstuhl für Humangeographie)

Beschreibung:
In den letzten Jahren hat sich eine große Zahl an sozialwissenschaftlichen Arbeiten mit theoretisch-konzeptionellen Fragen der Qualität von Produkten auseinandergesetzt. Das Forschungsprojekt schließt sich konzeptionell den pragmatisch-prozessorientierten Arbeiten aus diesem Feld an, die Qualität als Resultat kontroverser Prozesse der Qualifizierung verstehen. Dabei widmet es sich der Untersuchung von Qualifizierungsprozessen in der Weinwirtschaft, in der sich in den letzten Jahrzehnten ein besonders dynamischer Globalisierungsprozess nachzeichnen lässt, der sowohl in Weinregionen der Alten als auch der Neuen Welt zu tiefgreifenden Umstrukturierungen geführt hat. Damit einher geht eine Neukonfiguration von Wertschöpfungsketten in der sich globalisierenden Wein- und Getränkeindustrie. Das Projekt geht davon aus, dass die fortschreitende Globalisierung erhebliche Auswirkungen auf die Mechanismen der Qualifizierung von Wein ausübt, die sich je nach lokal-globaler Einbettung der Produktion in unterschiedlicher Weise konfigurieren müssten. Man spricht dabei von Geographien der Qualifizierung, da Qualifizierung als Prozess gefasst wird, der immer lokal und regional in soziale Beziehungen und institutionelle Kontexte eingebettet, gleichzeitig aber auch in lokal-globale Beziehungsnetze eingebunden ist. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2021 - 2023

Projektwebseite:
https://www.ku.de/mgf/geographie/humangeographie/forschung/geographien-der-qualifizierung-im-globalisierten-weinmarkt

Fordoc:
fordoc.ku-eichstaett.de/2862/

GEPRIS:
gepris.dfg.de/gepris/projekt/455051919

Kommentar zur Tabula Peutingeriana

Antragsteller:
Prof. Dr. Michael Rathmann (Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät; Lehrstuhl für Alte Geschichte)

Kooperationspartner:
Freie Universität Berlin; Universität zu Köln

Beschreibung:
Die Tabula Peutingeriana (TP), seit 2007 UNESCO Welterbe, ist ein einzigartiges Zeugnis der Kartographiegeschichte. Das uns vorliegende Exemplar ist eine um 1200 n. Chr. entstandene Darstellung geographischen Wissens, dessen letzte antike Überarbeitung um 435 anzusetzen ist. Da es sich um die einzige großformatige Karte handelt, die aus der Antike überliefert ist, wird klar, wie essenziell es für das Verständnis der Raumauffassung in der Antike ist, dieses wichtige Zeugnis zu analysieren. Singulär ist bereits das kuriose Format dieser Pergamentrolle: Mit einer Länge von knapp 6,80 m und einer Höhe von lediglich 33 cm bildet die Tabula die Oikumene von Iberien (der Anfang ist leider nicht erhalten) bis Indien in einer extremen Verzerrung ab. Zu fassen ist hier eine antike Traditionslinie nichtmaßstäblicher Karten außerhalb der hochelitären mathematischen Geographie, die Rückschlüsse auf das geographische Wissen eines breiteren Publikums innerhalb der römischen Oberschicht erlaubt und seit über 250 Jahren immer wieder neue wissenschaftliche Diskussionen entfacht. Das DFG-Projekt greift diese Forschungskontroversen auf und fokussiert dabei vor allem auf folgende Aspekte: Zeitstellung und Entstehungsstufen, Bezüge zu anderen Kartenwerken sowie literarisch-geographischen Quellen, Design, geographische Korrektheit und Benutzbarkeit, Zweckbestimmung und Publikum, sowie Umfang der mittelalterlichen Modifikationen und möglicher Kopistenfehler. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2017 - 2022

Projektwebseite:
https://www.ku.de/ggf/geschichte/alte-geschichte/dfg-projekt-tabula-peutingeriana

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/319254113

Organisatorische und technologische Neuerungen im Markt für Stromspeicher

Antragsteller:
Prof. Dr. Hans-Martin Zademach (Mathematisch-Geographische Fakultät; Professur für Wirtschaftsgeographie)

Beschreibung:
Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien ist eine Erhöhung der Speicherkapazität, gerade auch für dezentral erzeugten Strom, ein gewichtiger Baustein der Energiewende in Deutschland. Tatsächlich erfährt der Markt für dezentrale Solarstromspeicher aktuell ein ausgesprochen dynamisches Wachstum, gekennzeichnet vom Eintritt neuer Hersteller und rapide steigenden Verkaufszahlen. Dabei ist dieser Markt nicht nur von rasantem technischen Fortschritt geprägt, sondern auch von wesentlichen organisatorischen Neuerungen. Dies betrifft insbesondere die Vernetzung einer Vielzahl von kleinen, meist in Bürgerhand befindlichen Wind- und Sonnenkraftwerken mithilfe digitaler Technologien, die es den Mitgliedern solcher Plattformen bzw. Communities ermöglichen, ihren selbst erzeugten Strom ohne die etablierten Energiekonzerne untereinander zu teilen. Das im vorliegenden Antrag skizzierte Forschungsvorhaben möchte in diesem Kontext das Zusammenspiel und die Erfolgsfaktoren der (kollaborativen) Entwicklung technischer und organisatorischer Neuerungen genauer ergründen und damit unser Wissen über das gemeinsame Auftreten von verschiedenen Innovationen im Allgemeinen und die Entstehung und Durchsetzung von Nachhaltigkeitstransitionen im Besonderen erweitern.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2019 - 2023

Projektwebseite:
https://www.ku.de/mgf/geographie/wirtschaftsgeographie/forschung/organisatorische-und-technologische-neuerungen-im-markt-fuer-stromspeicher

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/2842/

GEPRIS:
gepris.dfg.de/gepris/projekt/432274419

Biotische und abiotische Einflüsse auf die Pollenproduktion und -allergenität der Birke und deren Auswirkungen auf die Gesundheit

Antragstellerin:
Prof. Dr. Susanne Jochner-Oette (Mathematisch-Geographische Fakultät; Professur für Physische Geographie/ Landschaftsökologie und nachhaltige Ökosystementwicklung)

Kooperationspartner:
Humboldt-Universität zu Berlin; Technische Universität München

Beschreibung:
Obwohl einige Studien von einer Zunahme der Pollenmenge und Pollenallergenität unter wärmeren Bedingungen berichten, existieren auch Untersuchungen, die das Gegenteil zeigen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist wenig über zusätzliche biotische und abiotische Einflüsse bekannt, die diese Polleneigenschaften verändern. Möglicherweise besteht ein deutlicher Unterschied hinsichtlich des Einflusses der Pollen auf Menschen, welcher sowohl von der Produktion als auch von dem allergischen Potential der Pollen bestimmt ist. Das Hauptaugenmerk der Studie richtet sich auf eine höchst allergene Baumart in Nord-, Mittel- und Osteuropa: die Birke (Betula spp.). Eine besondere Innovation ist die Analyse von Umwelteinflüssen auf Pollen von geklonten Birken frei von genetischen Unterschieden in Internationalen Phänologischen Gärten (IPGs) in Europa. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Sachbeihilfe)

Laufzeit:
2019 - 2022

Fordoc:
http://fordoc.ku-eichstaett.de/2614/

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/411096677

Schätzung von Kovarianzmatrizen unter sparsity-Annahmen (Teil des Schwerpunktprogrammes SPP 1798 „Compressed Sensing in der Informationsverarbeitung“)

Antragsteller:
Prof. Dr. Götz Pfander (Mathematisch-Geografische Fakultät; Lehrstuhl für Mathematik –Wissenschaftliches Rechnen),
Dr.-Ing. Volker Pohl (Technische Universität München; Lehrstuhl für Theoretische Informationstechnik)

Kooperationspartner:
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen; Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Universität Ulm; Freie Universität Berlin. Weitere Kooperationspartner auf den verlinkten Webseiten.

Beschreibung:
Der große Erfolg von Compressive Sensing (CS) basiert auf der Beobachtung, dass hoch-dimensionale Signale häufig durch eine sehr kleine Anzahl von Parametern beschrieben werden können, die vom Signal abhängig sind. Das Projekt stellt einen CS-basierten Ansatz zur Schätzung der zweiten Ordnungsstatistik von Zufallsvektoren und stochastischen Folgen vor. Vorausgesetzt wird dabei, dass die zweiten Ordnungsstatistiken dieser Vektoren und Folgen „sparse“ sind. Beispielsweise werden Ordnungsstatistken mit niedrigem Rang oder solche die dünn besetzt sind betrachtet. Obwohl das Schätzproblem von Kovarianzmatrizen scheinbar auf ein gewöhnliches lineares CS-Problem reduziert werden kann, verhindert die Kronecker-Struktur der zugrundeliegenden Messmatrix die Verwendung von gebräuchlichen, auf Kohärenz oder der eingeschränkten Isometrie Eigenschaft beruhenden CS-Methoden. Es müssen daher alternative Ansätze und Algorithmen entwickelt werden; die „sparsity“ Voraussetzungen an die Kovarianzmatrizen können dabei eine recht komplizierte Form annehmen. Das Projektteam wird, motiviert durch Anwendungen aus der Kommunikationstechnik, Zeit-Frequenz-strukturierte Messmatrizen im Detail untersuchen.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 

Laufzeit:
2018 - 2022

Projektwebseite:
https://ti.rwth-aachen.de/SPP1798/

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/2408/

GEPRIS:
gepris.dfg.de/gepris/projekt/273496688

Covid Apps für junge Geflüchtete zur Infektionsprävention und Förderung der Impfbereitschaft

Antragsteller*innen:
Prof. Dr. Rita Rosner und Dr. Hannah Comteße (Philosophisch-Pädagogische Fakultät; Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie)

Kooperationspartner:
HSD Hochschule Döpfer Köln; Universitätsklinikum Würzburg (UKW); Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Beschreibung:
Die geplante Studie zielt darauf ab, weit verbreitete Missverständnisse über COVID-19 aufzuklären, relevante Informationen auf eine altersgerechte und kultursensitive Art zu vermitteln und geeignete Kanäle zu nutzen, indem Serious Games zur Erreichung von Lernzielen mittels einer Phase II-analogen randomisierten, zweiarmigen offenen Präventionsstudie erstellt werden. Die Zielpopulation sind junge Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften im Alter von 16 bis 26 Jahren. Als Anreiz für die Studienteilnahme wird (fast) unbegrenzter Internetzugang gewährt. Als Studienendpunkte werden das Wissen über COVID-19 und Verhaltensintentionen erfasst. Die Impfbereitschaft stellt einen zusätzlichen Studienendpunkt dar. Eine randomisierte Hälfte der Teilnehmer:innen erhält zusätzlich eine Beratung zur individuellen Verhaltensplanung bei der Umsetzung und Aufrechterhaltung von präventiven Verhaltensweisen in der jeweiligen institutionellen und/oder sozialen Umgebung. Durch den Vergleich einer innovativen Art der Informationsvermittlung und Initiierung von Handlungsintentionen (durch Gamification via Smartphones) alleine, - bzw. in Kombination mit einer individualisierten Intervention zur Handlungsplanung und - aufrechterhaltung, kann diese Studie über die hier fokussierte Bevölkerungsgruppe hinaus neue Erkenntnisse zur Effektivität von Präventionskonzepten erarbeiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (Angewandte Forschung)

Laufzeit:
2021 - 2022

Fordoc:
https://fordoc.ku.de/id/eprint/2896/

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/466286829

Konkurrierende Konstruktionen – Preposition Stranding und Pied-Piping in World Englishes

Antragsteller:
Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät; Lehrstuhl für Englische Sprachwissenschaft)

Beschreibung:
Sprachen besitzen oft zwei oder mehrere Konstruktionen, die scheinbar die gleiche Bedeutung ausdrücken. Die Wahl dieser konkurrierenden Strukturen wird oft durch Prozessierungsfaktoren beeinflusst, die in komplexer Weise mit stilistischen und anderen Variablen interagieren. Die vorliegende Studie untersucht nun diese Interaktion anhand einer speziellen Alternation des Englischen, der Stellung von Präpositionen: (1) a. This is a topic about which I want to know more! [pied-piping] b. This is a topic which I want to know more about! [stranding] Wie die Beispiele in (1) zeigen, hat das Standardenglische zwei konkurrierende Stellung von Präpositionen: in (1a) steht die Präposition am Anfang des Relativsatzes vor dem Relativpronomen (sie ist ‚pied-piped‘), in (1b) bleibt sie ohne Komplement im Satzinneren (sie wird als ‚stranded‘ bezeichnet). Die vorliegende Studie wird die Alternation dieser beiden Strukturen empirisch durch eine Kombination aus gebrauchsbasierter Konstruktionsgrammatik und Ansätzen der New Englishes-Forschung untersuchen. Dabei werden sowohl Korpusdaten als auch experimentelle Daten herangezogen. Mithilfe dieses Ansatzes sollen wichtige Erkenntnisse über das Grammatiknetzwerk als auch über die Evolution von neuen Varietäten des Englischen weltweit gewonnen werden.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit:
2021 - 2024

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/3133/

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/461656077

Religiöse Differenz und wirtschaftliche Kooperation: Christlich-jüdische Geschäftsbeziehungen in der Spätphase des Alten Reiches (1648-1806)

Antragstellerin:
Prof. Dr. Michaela Schmölz-Häberlein (Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät; Professur für Frühe Neuzeit und Vergleichende Landesgeschichte)

Beschreibung:
Ziel des Projekts ist die Erforschung und Darstellung der Formen, in denen jüdische und christliche Wirtschaftsakteure zwischen der Mitte des 17. Jahrhunderts und dem Ende des Alten Reiches miteinander kooperierten, sowie der im Rahmen dieser Kooperationen angewandten geschäftlichen Strategien und Praktiken. Mit der Rekonstruktion der bislang kaum erforschten christlich-jüdischen Zusammenarbeit in der Spätphase des Alten Reiches möchte das Projekt einen Beitrag zur Integration der Wirtschaftsgeschichte in die jüdische Geschichte, zur frühneuzeitlichen deutschen Wirtschaftsgeschichte im Allgemeinen sowie zur Kenntnis der Zusammenhänge zwischen Staatsbildung, ökonomischer Entwicklung und der Geschichte religiöser Minderheiten leisten. Unter geschäftlicher Kooperation werden Formen der wirtschaftlichen Interaktion verstanden, die über den Abschluss einzelner Kauf- und Kreditgeschäfte hinausgingen und die eine längerfristige Zusammenarbeit hervorriefen. Darunter fallen serielle Beauftragungen und Kommissionsgeschäfte, Einlagen von Depositenkapital durch Christen in jüdische Handelsfirmen (und umgekehrt), Starthilfen und stille Beteiligungen an Handelsgeschäften, die Bildung christlich-jüdischer Handelskompanien sowie Kooperationen bei gewerblichen Unternehmungen und Manufakturen. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 

Laufzeit:
2019 - 2022

Projektwebseite:
https://www.ku.de/ggf/geschichte/vergleichende-landesgeschichte-und-geschichte-der-fruehen-neuzeit/forschung/religioese-differenz-und-oekonomische-kooperation

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/420183925

SEHAG - SEnsitivity of High Alpine Geosystems to climate change since 1850 (FOR 2793)

Antragsteller:
Prof. Dr. Michael Becht (Mathematisch-Geographische Fakultät; Lehrstuhl für Physische Geographie)

Projektbeteiligte:
Apl. Prof. Dr. Tobias Heckmann und PD. Dr. Florian Haas (Mathematisch-Geographische Fakultät; Lehrstuhl für Physische Geographie)

Kooperationspartner:
Universität Bremen; TU München; TU Wien, Österreich; Universität Innsbruck, Österreich. Weitere Kooperationspartner auf den verlinkten Webseiten.

Beschreibung:
Historische und aktuelle Daten liefern zahlreiche Belege für klimatische Veränderungen. Diesen Daten zufolge haben die Alpen seit den 1980er Jahren eine starke Erwärmung erfahren, die sogar über dem globalen Durchschnitt liegt. Während der Klimawandel selbst und einige seiner Folgen – wie das Abschmelzen der Alpengletscher – unbestritten sind, bleiben zahlreiche Fragen offen: Wie wirkt sich der Klimawandel auf die alpinen Landschaften aus? Welche Folgen hat das Abschmelzen der Gletscher beispielsweise für den Geschiebetransport in den Flüssen? Verändert sich die Größe und/oder die Häufigkeit von Lawinen, Murgängen oder Steinschlägen? Das Problem der Empfindlichkeit oder Anfälligkeit der Alpen gegenüber dem Klimawandel beinhaltet auch die Frage, ob und inwieweit solche Veränderungen miteinander interagieren und ob und inwieweit sich lokale Veränderungen von kleineren räumlichen Einheiten (z.B. Hängen) in die Flüsse und von dort weiter talabwärts ausbreiten und zu einer Auswirkung auf Einzugsgebietsebene führen. Mehr Informationen auf den verlinkten Webseiten.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG),
Schweizer Nationalfonds (SNF)

Laufzeit:
2019 - 2022

Projektwebseite:
https://sehag.ku.de/

Fordoc:
https://fordoc.ku.de/id/eprint/2693/

GEPRIS:
gepris.dfg.de/gepris/projekt/394200609

Kognitive Modellierung: Fluch oder Segen für Replizierbarkeit in der Psychologie?

Antragsteller:
Dr. Manuel Rausch (Philosophisch-Pädagogische Fakultät; Professur für Allgemeine Psychologie II)

Kooperationspartner:
Ludwig-Maximilians-Universität München (Gesamtleitung SPP); Max Planck Institute for Research on Collective Goods; Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Beschreibung:
Die wissenschaftliche Psychologie wird gegenwärtig von einer Vertrauenskrise erschüttert, welche davon ausgelöst wurde, dass viele einflussreiche psychologische Studien nicht repliziert werden können. Eine mögliche Erklärung für das Scheitern von Replikationsstudien ist, dass psychologische Theorien oft unterspezifiziert sind. Als mögliche Gegenmaßnahme wurde vorgeschlagen, formale kognitive Modellierung einzusetzen, um so präzisere Vorhersagen zu generieren. Jedoch wurde nie empirisch geklärt, ob kognitive Modellierung überhaupt für die Replizierbarkeit nützlich ist. Angesichts der großen Anzahl von arbiträren Analyseentscheidungen, die während der kognitiven Modellierung getroffen werden müssen, könnte kognitive Modellierung für die Replizierbarkeit sogar kontraproduktiv sein. Das Projekt möchte die Replizierbarkeit von Modellierungen zu untersuchen, die auf der Theorie des Bayesianischen Gehirns basieren, wobei auf die Replizierbarkeit von drei exemplarischen Studien fokussiert wird. Als erster Schritt sollen anhand des Originaldatensatzes die Analysen der Originalstudien reproduziert werden. In einem Schritt soll die Robustheit von kognitiven Modellierungen untersucht werden, indem systematisch der Einfluss einer Vielzahl theoretisch äquivalenter Analyseentscheidungen auf die Ergebnisse untersucht wird. Zuletzt soll in exakten Replikationsstudien überprüft werden, ob sich die Ergebnisse der Originalstudien in neuen Studien wiederholen lassen.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 

Laufzeit:
2021 - 2024

GEPRIS:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/464346699

Innovationen im Journalismus in demokratischen Gesellschaften: Index, Einfluss und Voraussetzungen im internationalen Vergleich (JoIn-DemoS)

Antragsteller:
Prof. Dr. Klaus Meier (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät; Philosophisch-Pädagogische Fakultät; Lehrstuhl für Journalistik I)

Kooperationspartner:
CMC-Institut an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien / Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Österreich; Medienhaus Wien, Österreich. Weitere Kooperationspartner auf den verlinkten Webseiten.

Beschreibung:
Wie beeinflussen Innovationen im Journalismus die journalistische Qualität und in Folge die Öffentlichkeit in der demokratischen Gesellschaft? Forschungsprojekte zu Medieninnovationen konzentrieren sich bislang auf die vielfältigen ökonomischen und technologischen Einflüsse auf den Journalismus und beobachten, wie traditionelle und neue Medienorganisationen wirtschaftlich überlebensfähig sind. Wenig erforscht blieb die Frage nach den Auswirkungen auf die journalistische Qualität. Die Defizite der Forschung zu Innovationen im Journalismus werden offensichtlich, wenn man die Herausforderungen für eine offene und transparente Gesellschaft berücksichtigt: in einer Zeit der „Postfaktizität“, der „zerrissenen Öffentlichkeiten“ und der „zersplitterten“ Demokratien. Das Projekt nimmt sich dieser Forschungsdefizite an. Es untersucht die Auswirkungen von Innovationen auf die Qualität des Journalismus und auf seine Rolle in der demokratischen Gesellschaft und es analysiert Rahmenbedingungen der Entstehung von journalistischen Innovationen im internationalen Vergleich. Die DFG fördert das Projekt mit gut der Hälfte des Budgets. In A und der CH finanzieren der österreichische Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und der Schweizerische Nationalfond (SNF). Insgesamt hat das Forschungsprojekt ein Volumen von ca. 1,3 Millionen Euro.

Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 

Laufzeit:
2020 - 2023

Projektwebsite:
https://innovations-in-journalism.com/projekt-innovationen-journalismus-medien

Fordoc:
https://fordoc.ku.de/id/eprint/2779/