Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls für Alte Geschichte

-- Leitfaden für die Handhabung von Plagiatsvorwürfen --

-- Vorlage Eidesstattliche Erklärung für Seminararbeiten -- 

-- Modulhandbuch (Geschichte Bachelor) --

-- Modulhandbuch (Geschichte Master) --

 

Sommersemester 2026

Hier finden Sie das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KVV) für den Fachbereich Geschichte im Sommersemester 2026 mit einer Übersicht über alle Module, die im Fachbereich Geschichte im nächsten Semester angeboten werden.

 

Prof. Dr. Michael Rathmann

Vorlesung – Rom IV: Spätantike  – Auf dem Weg in die Dunkelheit 
Dienstag, Beginn: 8.00 Uhr, erster Termin: 21.04.2026, Raum: UA-141
82-068-GES21-V-S-VL-0914.20261.001

Die Vorlesung ist die Fortsetzung der Veranstaltung „Rom III“ aus dem Wintersemester 2025/26 im Zyklus der Vorlesungen zur Alten Geschichte. Zunächst werden die Tetrarchie und speziell die Herrschaft Diokletians thematisiert. Anschließend wird die Herrschaft Konstantins und seiner Nachfolger behandelt. Der historische Abriss endet mit der Reichsteilung von 395 n. Chr. Neben dem chronologischen Abriss der zentralen Ereignisse werden die wichtigen Quellen der Epoche sowie administrative, wirtschaftliche und sozio-politische Veränderungen thematisiert.


Proseminar – Das frühe Griechenland: Homer – Tyrannis – Polis 
Montag, Beginn: 8.00 Uhr, erster Termin: 20.04.2026, Raum: Interim-104
82-068-GES21-V-S-PS-0914.20261.001

Eine der Besonderheiten des frühen Griechenlands ist die Entstehung der Polis als politische Organisationsform. Das Leben in städtischen Zentren mit agrarisch genutztem Umland führte zu einer engen politischen und sozialen Vernetzung der Menschen. Technische Innovationen und arbeitsteilige Prozesse wirkten zudem als gesellschaftliche Katalysatoren. Obwohl im archaischen Hellas Formen der Alleinherrschaft an Bedeutung verloren und die Entwicklung auf aristokratische Verfassungen zulief, konnten sich im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. in einigen Städten Tyrannen, also Alleinherrscher, etablieren. Die Erfindung des Alphabets führte zudem zur Verschriftlichung des trojanischen Sagenstoffs und markiert den Beginn der Lyrik. Mit Hesiod erhielt Griechenland außerdem den ersten namentlich belegten Autor umfangreicherer Werke. Im Seminar sollen zentrale Aspekte dieser Zeit, wie die Entstehungsbedingungen der Polis, die Herrschafts- und Administrationspraxis sowie die Wirtschafts- und Sozialgeschichte, in den Blick genommen werden. Neben der regen Teilnahme wird ein Referat zu einem der Kernthemen sowie eine intensive Vor- und Nachbereitung der einzelnen Sitzungen erwartet.


Lektürekurs – Athenaion Politeia und Der alte Oligarch 
Montag, Beginn: 9.30 Uhr, erster Termin: 20.04.2026, Raum: Interim-104
82-068-GES21-V-S-LK-0914.20261.001

Mit dem kleinen Prosawerk über die Politik der Athener im 5. Jahrhundert v. Chr. eines uns unbekannten Autors haben wir eine bemerkenswerte Quelle vor uns. Die konservativ-oligarchisch ausgerichtete Schrift ist im Korpus der Schriften Xenophons überliefert und bietet u.a. den ersten begrifflichen Nachweis für die politische neue Staatsform „Demokratie“. Gleichzeitig liefert sie eine interessante Innensicht auf die politischen Verhältnisse der Polis Athen. Ebenfalls von einem unbekannten Verfasser aus dem Umfeld des Aristoteles stammt das Werk „Athenaion Politeia“. Vermutlich von einem „Schüler“ des weltberühmten Universalgelehrten stammend, diente es als Vorarbeit und Materialsammlung für dessen großes Werk über die Politik. Im Seminar sollen Auszüge aus beiden Werken gelesen und diskutiert werden.


Hauptseminar – Die Römer auf der Iberischen Halbinsel
Montag, Beginn: 16.00 Uhr, erster Termin: 20.04.2026, Raum: UA-136
88-068-GES101-V-S-HS-0914.20261.001
82-068-GEs31-V-S-HS-0914.20261.001

Die Lehrveranstaltung dient unter anderem dazu, inhaltlich auf die Spanienexkursion vorzubereiten, die in Kooperation mit den Fächern Klassische Archäologie und Klassische Philologie angeboten wird. Im Zuge des 2. Punischen Krieges geriet Iberien in den Fokus des römischen Imperialismus und wurde bis zur Zeit des Augustus in blutigen Kriegen vollständig unterworfen. Mit Seneca, Trajan oder Hadrian brachte die Halbinsel aber auch bedeutende Persönlichkeiten der römischen Antike hervor. Noch heute legen zahlreiche archäologische Überreste Zeugnis von den römischen Bauten und somit von einigen Jahrhunderten römischer Kultur ab. Der romanische Einfluss hielt sich in Iberien zudem noch über den Untergang des Weströmischen Reiches hinaus. Dies zeigt die Bandbreite des Themenfelds „Römer auf der iberischen Halbinsel“. Ausgehend von der keltiberischen Urbevölkerung hat die iberische Halbinsel in der römischen Zeit zahlreiche interessante Facetten zu bieten, die im Seminar thematisiert werden sollen.


Altertumswissenschaftliches Forschungskolloquium
Montag, Beginn: 18.15 Uhr, erster Termin: 20.04.2026, Raum UA-030
88-068-GES111-V-S-OS-0914.20261.001

In Kooperation mit den Fächern Klassische Archäologie, Alte Kirchengeschichte und Klassische Philologie veranstaltet die Alte Geschichte seit vielen Jahren eine Vortragsreihe, zu der überwiegend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Nachbaruniversitäten eingeladen werden. Ziel ist es unter anderem, die thematische und inhaltliche Breite der Altertumswissenschaften zu präsentieren und auf aktuelle Forschungsdebatten einzugehen. Das Vortragsprogramm wird zeitnah unter „Aktuelles“ auf der Homepage des Instituts für Altertumswissenschaften ATRIUM publik gemacht.


Prof. Dr. Michael Rathmann / Philipp Köhner M.A.

Oberseminar - Aktuelle Forschungen zur Alten Geschichte
Mittwoch, Beginn: 10.00 Uhr, erster Termin: 22.04.2026, Raum: Interim-110
82-068-GES66-V-S-LV-0920.20261.001

In diesem Seminar werden Ergebnisse aktuell laufender BA/MA-Arbeiten sowie Promotions- und anderer Forschungsvorhaben am Lehrstuhl vorgestellt und diskutiert. Hinzu kommt die gemeinsame Lektüre von ausgewählten Texten. Jüngere Studierende werden ausdrücklich ermutigt, diese Veranstaltung zu besuchen, wenn sie sich über Form und Inhalt von Abschlussarbeiten sowie über Forschung in der Alten Geschichte informieren möchten.


Philipp Köhner M.A.

Übung - Einführung in Propädeutik und Hilfswissenschaften
Dienstag, Beginn: 10.45 Uhr, erster Termin: 21.04.2026, Raum: WH-203
82-068-GES42-S-UE2-0416.20261.001
82-068-GES55-S-UE-0920.20261.001

Die Kenntnis über historische Hilfswissenschaften und das Wissen über den Umgang mit ihnen sind für ein fundiertes wissenschaftliches Arbeiten unerlässlich. Unabhängig von der zu behandelnden Epoche, wird man über kurz oder lang zwangsläufig auf die Nachbar- oder Nebendisziplinen seines Faches stoßen, die einem hilfreiche neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen können. Der Kurs soll einen Einblick in die Propädeutik und die historischen Hilfswissenschaften der Alten und Mittelalterlichen Geschichte bieten und den Studierenden so den Zugang zu diesen erleichtern. Da es sich um zwei Epochen und damit auch um verschiedene Hilfswissenschaften mit unterschiedlicher Relevanz handelt, ist der Kurs geteilt: Die erste Hälfte thematisiert die Alte Geschichte, der zweite Teil behandelt die Hilfswissenschaften des Mittelalters. Den Abschluss bildet eine 45-minütige Klausur, die zu gleichen Teilen aus den Inhalten der Alten Geschichte und der Mittelalterlichen Geschichte besteht.


Dr. Niklas Fröhlich

Vertiefung / Praxismodul – Vom Papyrus zum digitalen Code
Das Seminar beginnt mit einer verpflichtenden Koordinationsveranstaltung am 14.4.26 von 10–12 Uhr in Raum: Interim-201.
Danach folgen drei Blöcke zu noch zu benennenden Terminen.
82-068-GES58-V-S-SE2-0920.20261.001
88-068-GES135-V-S-LV-0920.20261.001

Wie lassen sich antike Texte heute digital erforschbar machen? Dieses Seminar verbindet Altertumswissenschaften mit digitalen Methoden und zeigt, wie aus Papyrusfragmenten  oder antiken Texten in mittelalterlichen Handschriften strukturierte, durchsuchbare und analysierbare Datensätze entstehen. Im Mittelpunkt stehen digitale Editionsverfahren, Textauszeichnung (v. a. TEI-XML in Oxygen), Metadaten, sowie Werkzeuge zur Annotation, Versionierung und Online-Publikation.
Anhand ausgewählter Beispiele aus griechischen und v. a. lateinischen Quellen (aus dem Corpus der in Eichstätt angesiedelten Geographi Latini Online) lernen die Teilnehmer, wie editorische Entscheidungen sich in digitale Modelle übersetzen lassen – und dadurch neue Forschungsfragen aufkommen. Welche Informationen lassen sich codieren? Wo liegen die Grenzen von Standardisierung? Und wie verändern digitale Umgebungen unseren Blick auf Überlieferung, Materialität und Textvarianten?
Neben theoretischen Grundlagen bietet das Seminar praktische Einblicke in Workflows der Digital Humanities: von der Transkription über strukturierte Auszeichnung bis zur Präsentation in digitalen Repositorien. Teil davon wird auch eine Exkursion zum Cologne Center for e-Humanities (CCeH) sein. Ziel ist es, ein kritisches Verständnis dafür zu entwickeln, wie digitale Technologien die Arbeit mit antiken Quellen nicht nur erleichtern, sondern auch methodisch und interpretativ prägen.


Adrian Karmann M.A. 

Lehrforschungsprojekt / Praxismodul – Die Römer in Bayern (Kooperation mit Hist. Verein Neuburg)
Dienstag, Beginn: 14.00 Uhr, erster Termin: 21.04.2026, Raum: Interim-108
82-068-GES66-V-S-LV.0920.20261.002
82-068-GES47-V-S-SE1.0914.20261.001

Das Lehrforschungsprojekt widmet sich der wissenschaftlichen Bearbeitung von Fundmünzen aus dem Raum Neuburg und Umgebung. Im Mittelpunkt stehen die systematische Bestimmung, Erfassung und digitale Dokumentation der Münzfunde aus der Sammlung des Historischen Vereins Neuburg. Die im Kurs erarbeiteten Ergebnisse dienen der Erstellung und Erweiterung des vereinseigenen Münzkatalogs und bilden zugleich eine Grundlage für zukünftige Ausstellungen.
Neben der praktischen Arbeit an den originalen Fundmünzen werden die grundlegenden Methoden der Numismatik vermittelt: Material- und Typenkunde, Datierung, Münzstätten- und Herrscherbestimmung sowie der Umgang mit gängigen Bestimmungswerken und digitalen Ressourcen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Münze als historischer Bild- und Schriftquelle, als Medium politischer Repräsentation und Kommunikation sowie als Träger vielfältiger historischer Informationen. 
 

 

Wintersemester 2025/26

Prof. Dr. Michael Rathmann

Vorlesung - Einführung in die Alte Geschichte 
Mittwoch, Beginn: 08.00 Uhr, Raum INS-002, erster Termin 22.10.2025
82-068-GES11-S-VL-0914.20252.001

Die Vorlesung soll Studierenden der Geschichtswissenschaft als Orientierungsveranstaltung erste überblicksartige Kenntnisse zur Ereignisgeschichte der antiken Welt von Homer bis zur römischen Kaiserzeit vermitteln und sie in Fragestellungen, Methoden und Ziele der Alten Geschichte einführen. In dieser Zeit entwickelt sich das Leben der Menschen in städtischen Strukturen, staatliche Institutionen wie Volksversammlungen etablieren sich und es entstehen größere politische Verbünde, von der Polis der Griechen bis hin zum Römischen Reich. Zu den großen Erfindungen dieser Epoche gehören das Alphabet ebenso wie Rechtsnormen, die das Leben der Menschen untereinander in verlässliche Bahnen lenken sollten. Diese Entwicklungslinien sollen anhand ausgewählter Ereignisse aus der Antike samt ihren Hinterlassenschaften präsentiert werden. Ergänzend werden die wichtigsten Werke der antiken Literatur sowie einschlägige Handbücher, Lexika und Standardwerke vorgestellt.
Lisa Behringer bietet in Ergänzung zur Einführungsvorlesung ein Tutorium an. Die Teilnahme ist freiwillig, wird jedoch dringend empfohlen.


Vorlesung - Rom III - Von Septimius Severus bis Diokletian 
Dienstag, Beginn: 15.45 Uhr, Raum UA-141, erster Termin: 21.10.2025
82-068-GES21-V-S-VL-0914.20252.001

Die Zeit von Septimius Severus und seiner Familie sowie die Zeit der sogenannten Soldatenkaiser im 3. Jahrhundert gehören nicht zu den Glanzzeiten des Römischen Reiches. Schnell fallen dabei Schlagworte wie Krise oder innerer Verfall. An den Grenzen des Reiches reihen sich zahlreiche kleinere und größere Kriege aneinander, in denen die ehemals ruhmreiche römische Armee oft alles andere als glanzvoll auftritt. Wir lesen diese Migrationsprozesse und Konfliktherde heute als die Vorboten der sogenannten Völkerwanderung, die die Spätantike so maßgeblich prägen sollte. Im Inneren des Reiches können wir eine wirtschaftliche Stagnation ausmachen, und die Verwaltung, die von Augustus und einen Nachfolgern grundlegend reformiert wurde, scheint mit der Realität überfordert zu sein. Religiöse Probleme bis hin zum sich ausbreitenden Christentum machen deutlich, dass sich die Gesellschaften im Reich in einem kulturellen Wandel befinden. Doch ist das Schlagwort der Krise nicht zu einseitig negativ? Kann man nicht auch nach Reformen in dieser bisweilen chaotischen Zeit Ausschau halten? Denn immerhin erhebt sich Rom am Ende des dritten Jahrhunderts wie Phönix aus der Asche. Die Vorlesung möchte diese oft als holprig empfundene Epoche zwischen 193 und 305 n. Chr. als Transformationszeit anhand von ausgewählten Beispielen in den Blick nehmen.


Übung - Examenskurs
Dienstag, Beginn: 17.15 Uhr, Raum UA-136, erster Termin: 21.10.2025
82-068-GES21-V-S-UE.0914.20252.001

Die Noten in den Staatsexamensklausuren sind jedes Jahr aufs Neue legendär. Sie verbreiten jedoch unter den Studierenden völlig unnötig Angst und Schrecken. Zunächst stellt sich die Frage, warum so viele Studierende in den Staatsexamensklausuren regelmäßig schlechter abschneiden als in gewöhnlichen universitären Arbeiten. Einer der Gründe ist ebenso banal wie ausräumbar: Die zentral gestellte Staatsexamensklausur weicht bereits in der oft allgemein formulierten Aufgabenstellung erheblich von den gewohnten Themen ab. Auch die Anforderungen unterscheiden sich wesentlich von dem Bekannten, beispielsweise hinsichtlich der Breite der geforderten Kenntnisse, des thematischen Umfangs und des Fehlens von Hilfsmitteln während der Klausur. Der Kurs möchte auf die Klausuren im Speziellen sowie auf die zentralen Themenfelder der Alten Geschichte im Allgemeinen vorbereiten. Zunächst geht es um das Abbauen von Ängsten, die oft mit Unwissenheit über das Verfahren einhergehen. Wie gehe ich mit den Themen bzw. Fragestellungen um? Wie konzipiere ich einen Klausurentext? Welche Themenfelder lohnen sich zu lernen (und welche sollte man vielleicht eher meiden)? Welche Literatur sollte ich gelesen haben?


Altertumswissenschaftliches Forschungskolloquium
Montag, Beginn: 18.15 Uhr, Raum UA-030, erster Termin: 20.10.2025
88-068-GES111-V-S-OS-0914.20252.001

Der Lehrstuhl für Alte Geschichte veranstaltet seit vielen Jahren in Kooperation mit den Fächern Klassische Archäologie (vertreten durch Prof. Dr. Nadin Burkhardt), Klassische Philologie (vertreten durch Prof. Dr. Verena Schulz und Prof. Dr. Tobias Dänzer) sowie Ältere Kirchengeschichte (vertreten durch Prof. Dr. Dr. Andreas Weckwerth) eine Vortragsreihe, zu der überwiegend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Nachbaruniversitäten eingeladen werden. Ziel ist es unter anderem, die thematische und inhaltliche Breite der Altertumswissenschaften zu präsentieren und auf aktuelle Forschungsdebatten einzugehen. Das Vortragsprogramm wird zeitnah auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte unter „Aktuelles“ veröffentlicht.

Hier finden Sie das Vortragsprogramm in diesem Wintersemester 2025/26 → https://www.ku.de/atrium/aktuelles 


Prof. Dr. Michael Rathmann / Philipp Köhner M.A.

Oberseminar - Aktuelle Forschungen zur Alten Geschichte
Mittwoch, Beginn: 10.00 Uhr, Raum UA-134, erster Termin: 22.10.2025
82-068-GES66-V-S-LV-0920.20252.001

In diesem Seminar werden Ergebnisse aktuell laufender BA/MA-Arbeiten sowie Promotions- und anderer Forschungsvorhaben am Lehrstuhl vorgestellt und diskutiert. Hinzu kommt die gemeinsame Lektüre von ausgewählten Texten. Jüngere Studierende werden ausdrücklich ermutigt, diese Veranstaltung zu besuchen, wenn sie sich über Form und Inhalt von Abschlussarbeiten sowie über Forschung in der Alten Geschichte informieren möchten.

Hier finden Sie das Veranstaltungsprogramm in diesem Wintersemester 2025/26.


Philipp Köhner M.A.

Datenbanken in der Alten Geschichte - Digitales Spielzeug oder unverzichtbares Werkzeug?
Seminar - 82-068-GES66-V-S-LV-0920.20252.002
Praxismodul in der Alten Geschichte: Film, Theater, Literatur und neue Medien - 82-068-GES58-V-S-SE2-0920.20252.001
Vertiefung - 88-068-GES135-V-S-LV-0920.20252.001
Donnerstag, Beginn: 11.00 Uhr, Raum Interim-108, erster Termin: 23.10.2025

Seit den 1990er-Jahren nimmt die Bedeutung von Datenbanken in der Alten Geschichte stetig zu. Projekte wie Trismegistos, Pleiades, Gnomon, TP-Online oder die epigraphische Datenbank Clauss-Slaby haben die Art und Weise revolutioniert, wie wir historische Informationen sammeln, organisieren und analysieren. Doch steht die entscheidende Frage im Raum: Sind diese Datenbanken lediglich digitale Spielereien, oder stellen sie ein fundamentales Instrumentarium für althistorische Forschungen dar?
Unser Seminar widmet sich genau dieser Frage und möchte ein fundiertes Verständnis für das breite Spektrum an althistorischen Datenbanken vermitteln. Sie entdecken die faszinierende Welt von Numid bis hin zu Gnomon und lernen, wie diese Ressourcen effizient eingesetzt werden können. Darüber hinaus legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, welchen Mehrwert und welche Grenzen die Nutzung dieser digitalen Hilfsmittel birgt.
Als Teil der Prüfungsleistung werden Sie die Gelegenheit haben, Ihre Erkenntnisse in Form eines Lehrvideos und begleitenden Lehrmaterials zu präsentieren. Dies fördert nicht nur Ihr praktisches Können, sondern schult auch Ihre didaktischen Fähigkeiten und Ihr kritisches Denken.
Begleiten Sie uns auf einer spannenden Reise in die Welt der althistorischen Datenbanken und bereichern Sie Ihr akademisches Profil mit wertvollen digitalen Kompetenzen. Melden Sie sich jetzt an und werden Sie Teil einer Diskussion, die die Zukunft der Geschichtswissenschaft mitgestaltet!


Dr. Niklas Fröhlich

Hauptseminar - Textüberlieferung, geographisches Wissen und Editionen
Dienstag, Beginn: 14.00 Uhr, erster Termin: 07.10.2025 in Interim-107, 
alle weiteren Termine in Raum Interim-108
88-068-GES101-V-S-HS-0914.20252.002

Die Texte der Antike (und des größten Teils der Vormoderne überhaupt) entstammen einer Kultur handschriftlicher Überlieferung. Das ist keine triviale Bemerkung, sondern hat erhebliche Folgen: Fehler, Umarbeitungen und generell freie Aneignung in wilden Textfassungen schufen über Jahrhunderte hinweg oft Texte, die in der heute überlieferten Form weit von ihren Ursprüngen entfernt sind. Die historische Philologie hat sich daher regelmäßig das Ziel gesetzt, diesen langen Weg rückabzuwickeln und durch Untersuchung von Handschriftenverwandtschaft, Fehlertypen etc. letztlich dem ursprünglichen Text näher zu kommen, der kritisch in einer Textausgabe zu konstituieren und dokumentieren ist.
Zugleich führen aber auch moderne Philologen die Veränderungen des Textes fort: Sie greifen nicht etwa oft nach eigener Interpretation normalisierend in Wortformen, insbesondere Namensformen, ein, sondern ergänzen den antik-mittelalterlichen Text auch um Interpunktion, Trennung von Groß- und Kleinschreibung, normierte Worttrennung überhaupt. Nicht zuletzt greifen sie freilich auch durch die angestrebte „Korrektur“ – oft auf Basis eigenwilliger Interpretationen – selbst massiv und diskussionswürdig in den Text ein.  Kurz: Vom antiken Text bis zur vermeintlich „primären“ Quelle in unseren Textausgaben ist ein weiter Weg.
Diese Veranstaltung soll an konkreten Fallbeispielen aus v.a. der geographischen Tradition einen Überblick über antike Textüberlieferung wie moderne philologische Rekonstruktions- und Editionsmethoden bieten. 

Die Veranstaltung beginnt mit einer verbindlichen vorbereitenden Sitzung bereits am 07.10.2025!


Adrian Karmann M.A.

Proseminar - Die Entdeckung Europas in der Antike 
Montag, Beginn: 10.00 Uhr, Raum UA-135, erster Termin: 20.10.2025
82-068-GES21-V-S-PS-0914.20252.001

Die Entdeckung eines Kontinents wird in erster Linie mit Amerika und der frühen Neuzeit assoziiert. Dass jedoch auch Griechen und Römer ihren eigenen Kontinent zunächst als unbekannten Raum wahrnahmen und sich das Ausmaß Europas erst allmählich erschließen mussten, wird häufig übersehen. Die antike Erschließung Europas war kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortschreitender Prozess. Ausgehend von der Mittelmeerküste erweiterten Griechen und Römer durch Handel, Erkundung, Feldzüge oder diplomatische Kontakte nach und nach ihr geographisches Wissen.
Das Seminar beschäftigt sich mit antiken Geographen, Historiographen, Karten und allen Quellen, die sich mit geographischem Wissen und antiken Raumvorstellungen befassen. Im Fokus steht der Wissenszuwachs über einen zunächst völlig unbekannten Norden Europas – einen Raum, der lange mit Fabelwesen, mythischen Völkern und dem „Ende der Welt“ assoziiert wurde – bis hin zur Eingliederung großer Teile in das imperium romanum sowie den Grenzen der Erschließung Europas in der Antike.
Das Seminar wird durch einen Lektürekurs ergänzt, in dem zentrale Quellentexte gemeinsam gelesen und diskutiert werden.

Lektürekurs - Ausgewählte Quellen zur Entdeckung Europas in der Antike 
Montag, Beginn: 11.45 Uhr, Raum UA-135, erster Termin: 20.10.2025
82-068-GES21-V-S-LK-0914.20252.001

Im Lektürekurs werden zentrale Quellentexte zur geographischen Erschließung Europas in der Antike gemeinsam gelesen und interpretiert. Im Mittelpunkt stehen Auszüge aus antiken Geographen und Historiographen. Ziel ist die vertiefte Analyse antiker Raumvorstellungen sowie der kritische Umgang mit Quellen, Darstellungsformen und Kontexten.


Dr. Andrea Pierozzi

Hauptseminar - “Unreasoning fury and passion of brutes” - Celts and Gauls in Classical sources from early Greek navigation in the West to the Hellenistic and Roman power dynamics
Die Veranstaltung findet als Blockseminar im Zeitraum 31.10.-13.12.2025 statt, Veranstaltungssprache ist Englisch.
88-068-GES101-V-S-HS-0914.20252.001
82-068-GES31-V-S-HS-0914.20252.001

The course offers an overview of ancient Greek and Roman sources concerning peoples identified as “Celts” and “Gauls” and the spaces in which they located them. While deepening key moments of ancient history and engaging with ancient Greek and Roman historical, geographical and ethnographical thought, spanning from the time of Herodotus to that of Caesar, students will have the opportunity to be introduced to the field of Celtic studies, which intersects with research areas such as history, archaeology and linguistics. Ancient sources and scientific literature will provide the core of the course’s tools. The collective and interactive reading of primary sources will leave ample room for student initiative and perspectives. The quotation reported in the title, coming from Pausanias’ account of the Gallic attack on Delphi in 279/278 BC, provides a vivid example of how these peoples were perceived in antiquity. The course will guide students in analyzing this kind of narrative critically and interpreting it in the broader context of ancient Greek and Roman culture.

Termine:
Freitag, 31.10.2025 - 13.00-14.30 Uhr - Vorbereitungssitzung (Zoom)
Freitag, 28.11.2025 - 13.00-18.00 Uhr
Samstag, 29.11.2025 - 09.30-13.00 Uhr
Freitag, 05.12.2025 - 13.00-18.00 Uhr
Samstag, 06.12.2025 - 09.30-13.00 Uhr
Freitag, 12.12.2025 - 13.00-18.00 Uhr
Samstag, 13.12.2025 - 09.30-13.00 Uhr


Lisa Behringer

Tutorium zur Einführungsvorlesung
Mittwoch, Beginn: 09.30 Uhr, Raum INS-101, erster Termin: 22.10.2025
W25-GGF-HIST-47019.20252.001

Das Tutorium bietet die Möglichkeit, zentrale Inhalte der Einführungsvorlesung zur Alten Geschichte gemeinsam zu wiederholen und zu vertiefen. Hier können offene Fragen geklärt und Themen intensiv nachbearbeitet werden. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die ihr Verständnis für die Alte Geschichte festigen und erweitern möchten. Sie ist als zusätzliches, nicht-modularisiertes Angebot konzipiert.

 

Sommersemester 2025


Philipp Köhner, M.A.

Übung - Einführung in Propädeutik und Hilfswissenschaften
Dienstag, Beginn: 16.00 Uhr, Raum Interim-104, erster Termin: 29.04.2025
82-068-GES42-S-UE2-0416.20251.001
82-068-GES55-S-UE-0920.20251.001

Die Kenntnis über historische Hilfswissenschaften und das Wissen über den Umgang mit ihnen sind für ein fundiertes wissenschaftliches Arbeiten unerlässlich. Unabhängig von der zu behandelnden Epoche, wird man über kurz oder lang zwangsläufig auf die Nachbar- oder Nebendisziplinen seines Faches stoßen, die einem hilfreiche neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen können. Der Kurs soll einen Einblick in die Propädeutik und die historischen Hilfswissenschaften der Alten und Mittelalterlichen Geschichte bieten und den Studierenden so den Zugang zu diesen erleichtern. Da es sich um zwei Epochen und damit auch um verschiedene Hilfswissenschaften mit unterschiedlicher Relevanz handelt, ist der Kurs geteilt: Die erste Hälfte thematisiert die Alte Geschichte, der zweite Teil behandelt die Hilfswissenschaften des Mittelalters.
 

Lisa Behringer

Proseminar - Frauen am Kaiserhof
Montag, Beginn: 13.00 Uhr, Raum Interim-104, erster Termin: 16.06.2025 (Blockveranstaltung)
82-068-GES21-V-S-PS.0914.20251.001

Das Proseminar steht unter dem Titel „Frauen am römischen Kaiserhof“. Wir wollen der Frage nachgehen, auf welche Weise Frauen am iulisch-claudischen Kaiserhof jenseits von Rollenzuschreibungen und vorherrschenden Geschlechternormen handelten und welche Auswirkungen dies auf deren Position im Machtgefüge hatte. Inwieweit Frauen selbst politisch Einfluss auf die Geschehnisse nehmen konnten und wie in diesem Kontext Macht und Politik definiert werden, soll ebenfalls Gegenstand des Kurses sein.
Dabei werden nicht nur bekannte Frauenpersönlichkeiten wie etwa Livia, Iulia (Tochter des Augustus) oder Agrippina maior genauer betrachtet, sondern auch Frauen miteinbezogen, die bis jetzt weniger im Fokus der Forschung standen.
Die Lektüre ausgewählter Werke antiker Geschichtsschreiber, wie Tacitus, Sueton und Cassius Dio ist fester Bestandteil des Seminars. Außerdem sollen auch numismatische, epigraphische und archäologische Quellen analysiert werden. Da die Thematik ein breites Spektrum an Perspektiven und Diskussionsmöglichkeiten bietet, ist die Lektüre von Texten in Bezug auf Frauen- und Geschlechtergeschichte ebenfalls von Bedeutung.


Adrian Karmann

Übung zum Proseminar
Montag, Beginn: 16.00 Uhr, Raum Interim-104, erster Termin: 16.06.2025 (Blockveranstaltung)
82-068-GES-21-V-S-UE.0914.20251.001 

- Gemeinsames Recherchieren und Erarbeiten von Quellen passend zum Thema des Proseminars
- Besprechung ausgewählter Forschungsliteratur
- Grundlagen der Propädeutik und des wissenschaftlichen Arbeitens


Dr. Laura Giancola

Hauptseminar - How not to kill a tyrant - the 65 AD conspiracy against Nero
Blockveranstaltung (16.06.-16.07.2025), Raum UA-136, ACHTUNG TERMINÄNDERUNG! erster Termin: 20.06.2025
88-068-GES101-V-S-HS-0914.20251.001
82-068-GES31-V-S-HS-0914.20251.001

Nero’s era was characterized by complex tensions and transformative processes, the elements of which are difficult to organize and whose historical meaning is hard to reconstruct in a coherent way. There is talk of an initial positive phase, a ‘happy five-year period of Nero’, referring to the time when Agrippina’s son ruled with mildness and moderation. However, the matricide of 59 AD seems to have marked a turning point towards autocracy and a definitive breakdown of relations with the Senate. It is within this context that the conspiracy of 65 AD known as the ‘Pisonian conspiracy’ takes place. Through a careful reading and an in-depth analysis of available sources, the course aims to retrace the power dynamics and the social tensions that led to the plot against the emperor, its failure, and its consequences, both immediate (the executions) and long-term (the end of the Julio-Claudian dynasty). The course will combine lectures and interactive seminars, emphasizing the development of analytical skills in the interpretation of ancient texts while encouraging students to critically assess the reliability of the sources and the broader political implications of the conspiracy.

Termine:
Freitag, 20.06.2025 - 14.00-18.00 Uhr
Samstag, 21.06.2025 - 10.00-13.00 Uhr
Freitag, 27.06.2025 - 14.00-18.00 Uhr
Samstag, 28.06.2025 - 10.00-13.00 Uhr
Freitag, 04.07.2025 - 14.00-18.00 Uhr → dieser Termin entfällt!
Samstag, 05.07.2025 - 10.00-13.00 Uhr → dieser Termin entfällt!
Freitag, 11.07.2025 - 14.00-18.00 Uhr
Samstag, 12.07.2025 - 10.00-13.00 Uhr
Freitag, 18.07.2025 - 14.00-18.00 Uhr → dieser Termin wird per Zoom abgehalten (Ersatztermin vom 04.07.2025)
Samstag, 19.07.2025 - 10.00-13.00 Uhr → dieser Termin wird per Zoom abgehalten (Ersatztermin vom 05.07.2025)

 

Semesterplan Antike Plus (Wintersemester 2024/25)

Wintersemester 2024/25
 

Prof. Dr. Michael Rathmann

Vorlesung - Einführung in die Alte Geschichte
Dienstag, Beginn: 16.00 Uhr, Raum INS-002, erster Termin: 22.10.2024
82-068-GES11-S-VL-0914.20242.001

Die Vorlesung soll als Orientierungsveranstaltung erste überblicksartige Kenntnisse zur Ereignisgeschichte der antiken Welt in der Zeit von Homer bis in die römische Kaiserzeit vermitteln sowie in Fragestellungen, Methoden und Ziele der Alten Geschichte einführen. Dieses soll anhand von ausgewählten Ereignissen aus der Antike samt ihren Hinterlassenschaften präsentiert werden. Ergänzend werden die wichtigsten Werke der antiken Literatur, die einschlägigen Handbücher, Lexika und Standardwerke vorgestellt. In Ergänzung zur Einführungsvorlesung wird von Lisa Behringer ein Tutorium angeboten. Die Teilnahme ist freiwillig, wird jedoch empfohlen.

Vorlesung - Von den Flaviern bis zu den Adoptivkaisern
Donnerstag, Beginn: 10.00 Uhr, Raum UA-141, erster Termin: 17.10.2024
82-068-GES21-V-S-VL-0914.20242.001

Nach Neros Selbstmord im Jahr 68 und einem kurzen Bürgerkrieg kam mit der Flaviern eine neuen Dynastie an die Macht. Vespasian (reg. 69-79) hat als Militär Karriere gemacht und zusammen mit seinem Sohn Titus (reg. 79-81) den jüdischen Aufstand niedergerungen. Auch dank seiner berühmten Sentenz „Geld stinkt nicht“ ging er in die Geschichte ein. Vater und Sohn gelang es, das politische Rom wieder in ruhigeres Fahrwasser zu manövrieren. Der dritte Favier an der Macht, Domitian, gehörte eher zu den schillernden Principes (reg. 81-96) und endete tragisch. Was nun folgte war die Epoche der sog. Adoptivkaiser, eine Phase in der vorgeblich innerhalb der Elite des Reiches jeweils ‚der Beste‘ vom regierenden Princeps adoptiert wurde. Dieses Bild kritisch zu beleuchten sowie die zentralen Ereignisse in den Blick zu nehmen, gehört zum Kern der Vorlesung. Unzweifelhaft ist die Adoptivkaiser-Zeit mit Nerva (reg. 96-98), Traian (reg. 98-117), Hadrian (reg. 117-138), Antoninus Pius (reg. 138-161), Lucius Verus (reg. 161-169), Marc Aurel (reg. 161-180) sowie Commodus (reg. 180-192) eine der glanzvollsten Epochen der römischen Geschichte, auch wenn sich die Problemfelder schon ankündigten, die Rom im 3. Jahrhundert in schweres Fahrwasser führen sollten.

Proseminar - Caesar
Montag, Beginn: 10.00 Uhr, Raum UA-030, erster Termin: 21.10.2024
82-068-GES21-V-S-PS-0914.20242.001

Jacob Burckhardt (1818-1897) war der Auffassung, alles Große sammle sich in der Gestalt Caesars. Für den Literaturnobelpreisträger Theodor Mommsen (1817-1903) war er der vollendete Staatsmann, ein geborener Herrscher von gewaltiger Schöpferkraft und durchdringendem Verstand. Dieses positive Bild des 19. Jh. hat sich im Lauf des 20. Jh. nachhaltig gewandelt, nicht zuletzt beeinflusst durch zwei Weltkriege.

Um das Phänomen C. Iulius Caesar verstehen zu können, muss man ihn zunächst als Politiker in der späten römischen Republik betrachten. Seine Karriere führte jedoch über die Institutionen der Republik hinaus zur Diktatur auf Lebenszeit. Dabei gewann Caesar zwar alle Schlachten, scheiterte hingegen auf dem Höhepunkt seiner persönlichen Macht. Er fand keinen verfassungskonformen Ausweg aus der Krise, in die die römische Republik u.a. durch ihn geraten war. Seine Lösungsansätze gingen fehl und zerstörten zudem, was von der Institution des republikanischen Staates noch bestand. Damit machte er zugleich den Weg für eine neue Staatsform frei: den augusteischen Principat. Das Proseminar versucht, anhand ausgewählter Etappen die Karriere Caesars nachzuzeichnen. Zudem führt es in die Propädeutik der Alten Geschichte ein.

Hauptseminar - Athen in der Archaik
Donnerstag, Beginn: 16.00 Uhr, Raum UA-136, erster Termin: 17.10.2024
88-068-GES101-V-S-HS-0914.20242.001
82-068-GES31-V-S-HS-0914.20242.001

Mit Solon, Drakon, Peisistratos oder Kleisthenes hat Athen im 6. vorchristlichen Jahrhundert einige bedeutende Politiker hervorgebracht, die die Landschaft Attika mit ihrem Hauptort Athen zu einer der führenden Stadtstaaten Griechenlands führten. Aus dem politischen Gemeinwesen unter der Leitung einiger Aristokraten wurde trotz eines tyrannischen Intermezzo schrittweise ein Polis, in der breitere Bevölkerungsschichten an der Politik teilhaben konnten. Auch auf der wirtschaftlichen Ebene konnte die bevölkerungsreiche Stadt ihr Potential entfalten. Glücklicherweise liegt uns mit der Athenaion Politeia eine Quelle über die Geschichte und die politische Entwicklung der Polis vor, die im Umfeld des Aristoteles entstanden, uns gewinnbringende Einblicke in die besagte Epoche erlaubt. Mit den zentralen historischen Stationen sowie den Protagonisten möchte sich das Seminar auseinandersetzen.

Altertumswissenschaftliches Forschungskolloqiuum
Montag, Beginn: 18.15 Uhr, Raum UA-030
88-068-GES111-V-S-OS-0914.20242.001

In Kooperation mit den Fächern der Klassischen Archäologie sowie der Klassischen Philologie veranstaltet die Alte Geschichte schon seit vielen Jahren eine Vortragsreihe mit überwiegend von Nachbaruniversitäten eingeladenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ziel ist es u.a. die thematische und inhaltliche Breite der Altertumswissenschaften zu präsentieren sowie auf aktuelle Forschungsdebatten einzugehen. Das Vortragsprogramm wird auf der Homepage der Alten Geschichte zeitnah unter „Aktuelles“ publik gemacht.


Prof. Dr. Michael Rathmann / Natalie Stöhr M.A.

Oberseminar - Aktuelle Forschungen zur Alten Geschichte
Mittwoch, Beginn: 12.30 Uhr, Raum Interim-110, erster Termin: 23.10.2024
82-068-GES66-V-S-LV-0920.20242.001

In diesem Seminar werden Ergebnisse aktuell laufender BA/MA-Arbeiten sowie Promotions- und anderer Forschungsvorhaben am Lehrstuhl vorgestellt und diskutiert. Hinzu kommt die gemeinsame Lektüre von ausgewählten Texten. Jüngere Studierende werden ausdrücklich ermutigt, diese Veranstaltung zu besuchen, wenn sie sich über Form und Inhalt von Abschlussarbeiten sowie über Forschung in der Alten Geschichte informieren möchten.


Philipp Köhner M.A.

Seminar - Wie organisiere ich eine wissenschaftliche Tagung?
Dienstag, Beginn: 11.30 Uhr, Raum PPJ-108, erster Termin: 15.10.2024
82-068-GES66-V-S-LV-0920.20242.002

Eine Tagung zu organisieren wird wohl nicht so schwer sein: ein paar Leute einladen und fertig – oder? Das Lehrforschungsprojekt soll sowohl theoretisch als auch an einem realen Beispiel vermitteln, was sich hinter der Organisation einer wissenschaftlichen Veranstaltung verbirgt. Dabei geht es neben fachwissenschaftlichem Wissen auch um die Umsetzung und Durchführung von Konzepten vor, während und nach einer Tagung. Ziel des Seminars sind der Erwerb praktischer Kompetenzen sowie Einblicke in den Wissenschaftsbetrieb. Die Prüfungsform ist dementsprechend einem Tagungsbericht nachempfunden, in dem die Studierenden in Kleingruppen einzelne Vorträge zusammenfassen und damit wiederum praktische Erfahrungen im Bereich wissenschaftlicher Publikationen sammeln können.


Adrian Karmann

Lektürekurs - Caesar - De Bello Gallico
Montag 12.00-13.00 Uhr, Raum UA-030, Beginn: 21.10.2024
82-068-GES21-V-S-LK-0914.20242.001

Auch wenn sich Caesars "De Bello Gallico" primär mit seinem Eroberungsfeldzug in Gallien und den zusammenhängenden Schauplätzen in Germanien, Britannien und bei den Kelten beschäftigt, birgt das Werk zahlreiche weitere Aspekte. So möchten wir uns in diesem Lektürekurs damit beschäftigen, wie Caesar sich politisch selbst inszenieren wollte, wie er seinen Machtausbau vorbereitete und gestaltete, wie er sich finanzierte, welche Quellen er nutzte, wie er durch Zeitgenossen rezipiert wurde, wer seine Adressaten waren, mit welchen Stilmitteln und literarischen Motiven er arbeitete, welche Sprache und welchen Stil er verwendete und wie sein Werk in der Forschung einzuordnen ist. Themen wie der Gallische Krieg, die Vorstellung über die Geographie des Raums, Diplomatie und die Darstellung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen sollen aber ebenfalls behandelt werden.

Neben Caesars "De Bello Gallico" sollen auch andere Quellen Caesars und seiner Zeitgenossen herangezogen werden. Der Lektürekurs möchte neben der konzentrierten Beschäftigung mit einer Quelle und der Quellenarbeit auch immer das zugehörige Seminar zu Caesar flankieren, um Studierenden einen guten Überblick über die verschiedenen Quellen der Zeit zu geben.


Lisa Behringer

Tutorium zur Einführungsvorlesung
Dienstag 18.00-19.00 Uhr, Raum INS-002, Beginn:  22.10.2024
W24-GGF-HIST-45029.20242.001

Gegenstand dieser Veranstaltung ist die Nachbereitung und Vertiefung der unterschiedlichen Themen aus der Einführungsvorlesung. Das Tutorium eignet sich ideal als Ergänzung zur Vorlesung „Einführung in die Alte Geschichte“. Der Kurs soll als Zusatzangebot für Studierende dienen und ist nicht modularisiert. Er findet im Anschluss an die Einführungsvorlesung statt.
 

Sommersemester 2024

Hier finden Sie das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KVV) für den Fachbereich Geschichte im Sommersemester 2024 mit einer Übersicht über alle Module, die im Fachbereich Geschichte im nächsten Semester angeboten werden.

Prof. Dr. Michael Rathmann

Vorlesung  - Rom III – Augustus und der Frühe Principat
Montag 10.00-11.30 Uhr, Raum UA-030
82-068-GES21-V-S-VL-0914.20241.001 

Nach den turbulenten Jahrzehnten der ausgehenden Republik erscheint die von Augustus (27 v. Chr.-14 n. Chr.) neu geschaffene Staatsform, der Principat, als wohlgeordnetes Gebilde und Garant für inneren Frieden sowie wirtschaftliches Wohlergehen. Auch die scharfe Unterteilung zwischen Italien und den auszubeutenden Provinzen löst sich allmählich auf. Das neue von Augustus grundgelegte Herrschaftssystem wurde von den weiteren Mitgliedern der julisch-claudischen Familie an der Spitze des römischen Reiches trotz mancher Krisen bis zu Neros Selbstmord im Sommer 68 gestärkt und weiterentwickelt. Die Vorlesung möchte einen vertieften Einblick in diese spannende Epoche der Antike geben und neben dem historischen Überblick anhand ausgewählter Quellentexte Besonderheiten jener Jahrzehnte veranschaulichen.


Altertumswissenschaftliches Forschungskolloqiuum
Montag 18.00-20.00 Uhr, Raum UA-030
88-068-GES111-V-S-OS-0914.20232.001

In Kooperation mit den Fächern der Klassischen Archäologie sowie der Klassischen Philologie veranstaltet die Alte Geschichte schon seit vielen Jahren eine Vortragsreihe mit überwiegend von Nachbaruniversitäten eingeladenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ziel ist es u.a. die thematische und inhaltliche Breite der Altertumswissenschaften zu präsentieren sowie auf aktuelle Forschungsdebatten einzugehen. Das Vortragsprogramm wird auf der Homepage der Alten Geschichte zeitnah unter „Aktuelles“ publik gemacht.


Praxismodul (Blocktermine)
Die Römer in Noricum (Exkursion nach Carnuntum und Vindobona)
Donnerstag 8.00-12.00 Uhr, Raum UA-134
82-068-GES47-V-S-SE1-0914.20241.001 
82-068-GES66-V-S-LV-0920.20241.002 
88-068-GES139-V-S-LV-0920.20241.001

Die römische Provinz Noricum zählt zu den kleinen Provinzen des römischen Reiches und deckt sind annährend mit dem heutigen Österreich. Damit liegt diese Alpenprovinz in unmittelbarer Nachbarschaft und hat mit ‚unserem‘ Raetien einige Gemeinsamkeiten. Die Geschichte von Noricum von den Anfängen bis in die Spätantike, das antike Leben (z.B. Romanisierung), die wirtschaftliche und verkehrstechnische Struktur, die Quellen (z.B. Inschriften, Vita des heiligen Severin) sowie die archäologischen Zeugnisse sollen in einigen Blocksitzungen zu Beginn des SoSe thematisiert werden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine kleine Exkursion zu ausgewählten Stätten (20.-23. Juni).


Natalie Stöhr M.A. / Prof. Dr. Michael Rathmann

Oberseminar - Aktuelle Forschungen zur Alten Geschichte
Mittwoch 10.00-12.00 Uhr, Raum Interim-012
82-068-GES66-V-S-LV-0920.20241.001 

In diesem Seminar werden Ergebnisse aktuell laufender BA/MA-Arbeiten sowie Promotions- und anderer Forschungsvorhaben am Lehrstuhl vorgestellt und diskutiert. Jüngere Studierende werden ausdrücklich ermutigt, diese Veranstaltung zu besuchen, wenn sie sich über Form und Inhalt von Abschlussarbeiten informieren möchten. Zudem werden in von den Dozierenden ausgewählte Texte aus dem Fach vorgestellt, in diesem Semester liegt der Schwerpunkt auf Texten zum iulisch-claudischen Kaiserhaus.
 

Natalie Stöhr M.A.

Proseminar - Das Julisch-Claudische Kaiserhaus – ein filmreifer Stoff für Netflix?
Mittwoch 12.30-14.00 Uhr, Raum PPJ-207
82-068-GES21-V-S-PS-0914.20241.001

Serien wie die „Barbaren“ oder „Rome“ und Filme wie „Gladiator“, „Pompeji“ oder „Die letzte Legion“ haben hohe Einschaltquoten. Da stellt sich die Frage, warum eigentlich die skandalträchtigste Familie der Antike noch keine eigene Leinwand-Produktion erhalten hat? Als „Iulisch-Claudische Dynastie“ werden die römischen Kaiser von Augustus bis zu Kaiser Nero bezeichnet. Der Familienmix aus Iuliern und Claudiern bietet so einiges (Quellen-)Material für ein spannendes Drehbuch: Morde, Affären und Intrigen, irre Familienmitglieder und hinterlistige Verschwörungen. Was hat sich zugetragen, und was wurde dramatisiert, zugunsten einer guten Story? Im Proseminar wird analysiert, mit welchen Chancen und Herausforderungen sich die erste Herrscherfamilie Roms konfrontiert sah. Über dieses thematische Feld hinaus vermittelt das Proseminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens wie den kritischen Umgang mit Quellen und Literatur.
 

Philipp Köhner M.A.

Lektürekurs - Der Tatenbericht des vergöttlichten Augustus
Mittwoch 14.00-16.00 Uhr, Raum Interim-104
82-068-GES21-V-S-LK-0914.20241.001

„Nach dieser Zeit (nach 27 v. Chr.) überragte ich an Ansehen/Einfluss alle, an formaler Gewalt besaß ich jedoch nicht mehr als die anderen, die jeweils meine Kollegen im Amt waren.“ (R. Gest. div. Aug. 34). Der „res gestae“ des vergöttlichten Augustus, die „Königin der Inschriften“ (Theodor Mommsen), waren der Leistungs- und Rechenschaftsbericht des ersten römischen Kaisers Augustus, eine Darstellung seines Lebens, seiner Verdienste und Ehrungen, wie sie nach seinem Willen den Menschen in Erinnerung bleiben sollten. Die Lektüre und Interpretation dieses Werkes eignen sich damit ideal als Ergänzung für das Proseminar „Das Julisch-Claudische Kaiserhaus“ und die Vorlesung „Rom III – Augustus und der Frühe Principat“. Ebenso dient er als fakultativ wählbares Zusatzangebot für Studenten der Geschichtswissenschaften, Klassischen Philologie oder Klassischen Archäologie, die sich allgemein mit der Geschichte und Entwicklung des Frühen Principats und dem Übergang von Republik zu Monarchie beschäftigen wollen, klassischen Themen für das Staatsexamen im Fach Geschichte, egal ob vertieft oder nicht vertieft studiert.


Übung - Einführung in Propädeutik und Hilfswissenschaften
Dienstag, 16.00-18.00 Uhr, Raum Interim-104
82-068-GES42-S-UE2-0416.20241.001
82-068-GES55-S-UE-0920.20241.001

Die Kenntnis über historische Hilfswissenschaften und das Wissen über den Umgang mit ihnen sind für ein fundiertes wissenschaftliches Arbeiten unerlässlich. Unabhängig von der zu behandelnden Epoche, wird man über kurz oder lang zwangsläufig auf die Nachbar- oder Nebendisziplinen seines Faches stoßen, die einem hilfreiche neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen können. Der Kurs soll einen Einblick in die Propädeutik und die historischen Hilfswissenschaften der Alten und Mittelalterlichen Geschichte bieten und den Studierenden so den Zugang zu diesen erleichtern. Da es sich um zwei Epochen und damit auch um verschiedene Hilfswissenschaften mit unterschiedlicher Relevanz handelt, ist der Kurs geteilt: Die erste Hälfte thematisiert die Alte Geschichte, der zweite Teil behandelt die Hilfswissenschaften des Mittelalters.


Konstantin Boshnakov, PhD

Hauptseminar BA - Die Geographischen Kenntnisse Herodots
Blockseminar
82-068-GES31-V-S-HS-0914.20241.001
88-068-GES101-V-S-HS-0914.20241.001

Ethno-geographical descriptions in Herodotus’ narratives serve as backdrops for various historical events, highlighting waterscapes as dominant features that shape boundaries, connections, and cultural identities, thereby becoming structuring components of early physical and mental maps. The seminar’s first part will provide students with a comprehensive introduction to Herodotus’ biography, sources, historical and ethno-geographical approaches. A key focus will be on the Danube River’s hydrographic account, exploring the system of its tributaries, their identification, and ancient spatial perceptions. Students will engage in research to assess the authenticity and reliability of Herodotus’ sources and account composition, questioning whether the Danube-tributary account could have originated from Hecataeus of Miletus and segments of his renowned, but now lost, world map. Various approaches, including text criticism, content analysis, analogical reasoning, and cognitive mapping principles, will be applied. In the second part, students will present preliminary analyses on specific research topics related to Herodotus’ descriptions of waterscapes like rivers, seas, and straits. This presentation will culminate in a major written assignment, a 20-page research paper. Through this process, students will develop research skills and gain insights into human geographic experience in exploring, envisioning, and mapping waterscapes across different historical contexts.

Termine:
Vorbereitungsveranstaltung online: 5. Juli 2024 (Freitag): 15.00-18.00 Uhr

reguläre Termine:
19. Juli (Freitag): 13.00-17.00 Uhr
20. Juli (Samstag): 13.00-17.00 Uhr
26. Juli (Freitag): 13.00-17.00 Uhr
27. Juli (Samstag): 13.00-17.00 Uhr       

 

Profilierung in der Alten Geschichte
In jedem Semester besteht die Möglichkeit, eine Prüfung im Modul "Profilierung in der Alten Geschichte" abzulegen. Hierfür erarbeiten Sie sich selbstorganisiert fundiertes Wissen - auch theoretisch-methodisch vergleichend - zu einem Themenbereich der Alten Geschichte anhand eines vorgegebenen Lektürekanons aus Quellen und Forschungsliteratur. Das Thema der Lektüre wird individuell mit einem Dozenten aus dem Fach Alte Geschichte abgesprochen. Bitte melden Sie sich dafür direkt bei Herrn Rathmann. Die vorgegebene Lektüreliste umfasst mindestens 700 und maximal 1.000 Seiten insgesamt.
Prüfungsleistung: Mündliche Prüfung (20 Minuten)
5 ECTS-Punkte

Praktikum
Weitere Informationen zum Praktikum finden Sie hier.

 

Weitere Informationen zu bereits abgeschlossenen Lehrveranstaltungen finden Sie in unserem Archiv