Aktuelles - News, Themen und Termine

Homerun-Fonds für Studentisches Engagement

Dank der Spendenaktion Homerun, bei der Sebastian Mahr im Dezember 2021 alle Straßen Ingolstadts abgelaufen hat, können wir in diesem Jahr das Studentische Engagement an der KU mit einem Sonderfonds unterstützen!

Insgesamt stehen uns circa 1000 € zur Verfügung, die wir gerne an studentische Projekte vergeben möchten, die die Uni und weiter auch die Städte Eichstätt und Ingolstadt gestalten und verändern.

Die Deadline für eine Bewerbung ist der 12. Juni 2022!

Die genauen Vergaberichtlinien findet ihr hier. Bitte sendet für einen Antrag dieses Formular ausgefüllt an homerun-fonds(at)ku.de.

Konventssitzungen im Sommersemester 2022

Die Termine für die Konventssitzungen im Sommersemester 2022 stehen fest! Voraussichtlich trifft sich der Studentische Konvent an folgenden Tagen:

4. Konventssitzung: 10. Mai, 18 Uhr in Eichstätt

5. Konventssitzung: 15. Juni, 18 Uhr in Ingolstadt

6. Konventssitzung: 14. Juli, 18 Uhr in Eichstätt

Die Sitzungen sind wie immer öffentlich. Bitte informiert euch eine Woche vorher nochmal im Veranstaltungskalender über den genauen Ort und die Tagesordnung, wenn ihr teilnehmen möchtet. Genaueres über bereits vergangene Sitzungen findet ihr hier.

Außerdem planen wir, am 1. Juni eine Studentische Vollversammlung abzuhalten - auch hierzu findet ihr kurz vorher Thema und Ort im Veranstaltungskalender.

Neues Mitglied im Sprecher*innenrat

Sprecher*innenrat des Studentischen Konvents vor der Sommerresidenz
von links nach rechts: Henrike Paschen, Dana-Giulia Seifermann, Miriam Gradl, Marian Langer, Kilian Beck

Seit der letzten Konventssitzung haben wir ein neues Mitglied im Sprecher*innenrat des Studentischen Konvents! Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit. Hier stellt sich Dana-Giulia Seifermann kurz selbst vor:

Liebe Studierende,
ich darf seit kurzem das Finanzressort im Sprecher*innen-Rat des Konvents betreuen. Ich heiße Dana-Giulia Seifermann, bin 24 Jahre alt und habe meinen Bachelor in Leisure and Tourism Management an der Hochschule Stralsund erhalten. Ich studiere seit dem WiSe 20/21 an der WFI im Master Entrepreneurship and Innovation. Darüber hinaus bin Mitglied in der Studierendenvertretung sowie Gründerin und Sprecherin bei empowerIN. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit dem Konvent, die beiden Standorte der KU sich wieder etwas näher zu bringen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit! 

BayHIG? Hä?

Das Bayrische Hochschulinnovationsgesetz - Geschichte, Inhalte und Forderungen der LAK Bayern

Neue Regierungsmehrheit – Neues Hochschulrecht

2018: Bayern hat eine neue Landesregierung unter Ministerpräsident Markus Söder. CSU und Freie Wähler nehmen sich vor, das heute immer noch gültige Bayrische Hochschulgesetz zu novellieren. Schnell wird klar, die Koalition wünscht sich kein Reförmchen – vielmehr will sie das bayrische Hochschulrecht in seinen bisherigen Grundfesten verändern. Anfang 2019 geben die Lobbyverbände aus dem Hochschulbereich ihre Stellungnahmen zum Prozess ab.

Darunter auch die bayrische Landes-Astenkonferenz (LAK Bayern, hier findest du unsere aktuelle Delegation) – Vertretung aller bayrischen Studierenden.  Wir forderten damals mehr studentische Mitbestimmung in den Hochschulen, Universitäten und Studierendenwerken, rechtlich abgesicherte studentische Mitbestimmung auf Landesebene, einen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsauftrag an die Institutionen und ein möglichst freies und gestaltbares Studium für jede*n Einzelne*n in Bayern. All das fordert die LAK als Pflichten, die sich jede bayrische Hochschule in der Grundordnung per Landesgesetz geben muss. Die Grundordnung ist, wenn man so will die Verfassung einer Hochschule. Mit einem neuen Hochschulgesetz müssen diese in ganz Bayern neu erarbeitet werden.

2020 kommt der Gesetzesausarbeitungsprozess in Schwung. Die LAK nimmt Mitte Oktober an der Expertenanhörung teil. Ende Oktober wird ein Eckpunktepapier aus dem zuständigen Ministerium für Wissenschaft und Kunst öffentlich. Spätestens jetzt sind Studierendenvertreter*innen bayernweit alarmiert: Das Eckpunktepapier stellt eine deutschlandweit nie dagewesene Liberalisierung der Hochschulgesetzgebung in Aussicht. Die Verpflichtungen für die Hochschulen, demokratisch gewählte Gremien in den Grundordnungen zu verankern, wird auf ein absolutes Minimum begrenzt. Studentische Mitbestimmung wird nicht mitgedacht. Stattdessen denkt das Ministerium darüber nach, den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft – in dieser Reihenfolge – zur dritten Aufgabe der Hochschulen neben Forschung und Lehre zu erheben. Die LAK erhöht daraufhin gemeinsam mit dem Landesverband des wissenschaftlichen Personals den Druck aufs Ministerium und fordert den Erhalt von demokratischen Hochschulen. In Eichstätt ist bereits damals klar, dass die Hochschulleitung die demokratisch gewählten Gremien der KU erhalten wird. Hierfür gebührt Dank, besonders wenn man bedenkt, dass der Präsident unserer Nachbarhochschule der TH Ingolstadt einer der maßgeblichen Treiber hinter diesem Spiel mit dem Feuer war.

Knietief im Gesetzestext

Im Mai 2021 gibt das Ministerium nach Monaten des offiziellen Schweigens und Gerüchten auf den Landtagsfluren den ersten Gesetzesentwurf heraus. Dieser ist das Produkt der vielen Stellungnahmen und des Aufschreis der verschiedenen Statusgruppen, den es über das Eckpunktepapier gegeben hat. Gremien bleiben verankert, aber die Mehrheitsverhältnisse sind nicht mehr fix festgeschrieben. Das kann außerhalb der KU zur Gefahr für studentische Mitsprache werden. Deshalb haben wir auf Landesebene eine Deckelung des Stimmenanteils der Vertreter*innen des Professoriums in allen Gremien auf 51 Prozent gefordert. Das ist vom Bundesverfassungsgericht festgelegt, um die Freiheit von Forschung und Lehre abzusichern. Die Professor*innen sind die Träger*innen der Wissenschaftsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes. Das respektieren wir selbstverständlich, aber wir stehen auch gegen eine Marginalisierung der restlichen Statusgruppen ein und sind solidarisch mit dem wissenschaftsstützenden Personal und dem Mittelbau.

In einer zwölfstündigen Marathonsitzung haben wir damals eine 17-seitige Stellungnahme der LAK-Bayern erarbeitet, in der die Kernforderungen Gleichstellung, studentische Mitbestimmung, Nachhaltigkeit und demokratische Hochschulen an das Ministerium herangetragen wurden. Wir haben für all diese Punkte klare Mindeststandards erarbeitet, durch die die Bayrische Hochschullandschaft eine bessere werden könnte. Seitdem dringt wenig aus dem Ministerium heraus, wenn die LAK-Sprecher*innen nach dem Gesetz fragen. Daher ist momentan recht unklar, wann das Gesetz wieder im Landtag debattiert wird. Es ist aber relativ wahrscheinlich, dass es im Sommersemester so weit ist. Wir blicken kritisch-optimistisch nach München, und setzen uns für unsere und eure Belange ein. Über die LAK und wenn nötig bei den einzelnen Landtagsabgeordneten.