Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik

2021   | 2020   |   2017   |   2016 

Inspiration Natur - Natur als Inspirationsquelle für Kunst

Studierende der Kunstpädagogik der KU präsentieren ihre Ideen und Arbeitsweisen

Die Landesgartenschau 2021 in Ingolstadt steht unter dem Motto „Inspiration Natur“. Ein Thema, welches seit Jahrhunderten immer wieder Ausgangspunkt für Meisterwerke der Kunst war, denkt man hierbei z. B. an die Seerosenbilder von Claude Monet, die blauen Lilien von Vincent van Gogh oder auch die großformatigen, prachtvollen Blütenmotive, welche die US-amerikanische Künstlerin Georgia O`Keeffe mit Ölfarbe auf Leinwand gebannt hat.

Doch die Natur bietet nicht nur Inspirationen für zweidimensionale Kunstwerke, auch für das dreidimensionale Gestalten ist sie ein bedeutsames Vorbild. Das konnten die Studierenden der Kunstpädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt unter der Leitung ihrer Dozentin Petia Knebel selbst erfahren und einen ganzen Sonntag lang auch an interessierte Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau vermitteln.

Mit dem Material Ton wurden abstrahierte Skulpturen geschaffen, welche die Dynamik des Emporwachsens, sich Entfaltens und Aufblühens zeigen. Im Bereich des Designs und der Produktgestaltung wurden Gebrauchsgegenstände entwickelt, deren Dekor aus den gewellten Umrisslinien von Rosenblüten abgeleitet wurde. Die Anrichtplatten und die darauf angebotenen Kuchenstückchen waren im wahrsten Sinne des Wortes ein „Augen-Schmaus“.

Die Professur für Kunstpädagogik bietet weitere Workshops wie beispielsweise „Come together – Skulpturen aus Holz“ im Pavillon der KU auf der Landesgartenschau an und lädt auch hierzu zum Mitmachen ein.

Textile Gestaltung in Form von selbst entworfenen und angefertigten Taschen

Ausstellung_Taschen_Schweiger

Textilien sind unsere täglichen Begleiter, wir tragen sie wie eine zweite Haut auf unserem Körper. Sie schützen uns vor Kälte, Wind und Wetter oder auch vor unerwünschten Blicken.

Unsere Kleidung geht also eine fast symbiotische Beziehung mit unserem Körper ein und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir unserer Individualität und Persönlichkeit über die Wahl bestimmter Kleidungsstücke Ausdruck verleihen. Mit Fug und Recht kann also behauptet werden, dass Mode identitätsstiftend wirksam werden kann.

Schmuck und Kleidung besaßen […] seit jeher über ihren praktischen oder ihren ästhetischen Wert hinaus gesellschaftliche Funktionen. In dieser Funktion der Kleidung, Bedeutung und Stellung des Menschen innerhalb der Gesellschaft sichtbar zu machen, dürfte die Hauptantriebskraft für den riesigen Aufwand und für jenen unaufhörlichen Wandel der Formen und der Ausstattung zu finden sein, von dem die Geschichte der Mode berichtet.“

(Thiel, Erika: Geschichte des Kostüms. Berlin: Henschelverlag, 1973.)

Spricht die Historienmode noch von standesgemäßer Kleidung, erfahren wir in der Gegenwart das Spannungsfeld zwischen Privatisierung und Kollektivierung, sowie einer Individualisierung bei gleichzeitiger Kommerzialisierung.

Die Studierenden der Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik haben sich in diesem Semester unter der Leitung der Dozentin OStRin i.H. Christine Schweiger mit textiler Gestaltung in Form von selbst entworfenen und angefertigten Taschen auseinandergesetzt.

In den Schaufenstern der Galerie der Universität kann die Schönheit und die Praktikabilität von Taschendesigns betrachtet werden. Formal-ästhetisch und handwerklich sehr ansprechend sind 12 Prototypen von Taschen entstanden, die vom 15. Mai bis 15. Juli 2021 noch ausgestellt sind.

Sitzskulpturen in Pollenform – Landesgartenschau Ingolstadt 2020/21

Mehr als tausend Kilogramm Beton, mehrere Tage intensive Arbeit, eine Dozentin und zehn Studierende der Kunstpädagogik. Das waren die Rahmenbedingungen unseres Seminars, geleitet von Akad. ORin Petia Knebel, das „Sitzskulpturen aus Beton“ zum Thema hatte.

Bei der Präsentation unserer Universität auf der Landesgartenschau 2020/21 in Ingolstadt, durften wir mit der Anfertigung großformatiger Sitzskulpturen aus Beton mitwirken. Inspiration für die Formgebung der Sitze waren Blütenpollen, die wir anhand mikroskopischer und 3D-gedruckter Vorlagen in Beton umgesetzt haben. Spezialisten aus der Physischen Geographie gaben uns eine Einführung in das Fachwissen diverser Pollenarten, deren Verbreitung sowie deren strukturellen Aufbau.

Die folgenden Tage widmeten wir der Gestaltung und der technischen Herstellung der Skulpturen sowie der Verarbeitung des Werkstoffs Beton. Aufgrund der Dimensionen der Objekte und der großen Masse an zu verarbeitendem Material wurde gemeinschaftlich an den Skulpturen gearbeitet. So wurden Sand, Zement und Wasser gemischt, Drahtmodelle geformt und Oberflächenstrukturen gestaltet.

Das mehrtägige Symposium zeichnete sich durch gutes Teamwork mit interessanten Gesprächen und anregenden Diskussionen aus. Nach getaner Arbeit im Seminar wären bequeme Sitze zur Entspannung gerade richtig gewesen. Doch darauf muss noch ein bisschen gewartet werden. Bis zur Eröffnung der Landesgartenschau in Ingolstadt, auf die wir uns schon jetzt freuen.

Simona Weigl und Ida Zimmermann sowie alle am Seminar beteiligten Studierenden

INTERMEDIA II – artistic interventions on campus

Seminar: Grundlagen des dreidimensionalen Gestaltens, SoSe 2020
Leitung: Akad. ORin Petia Knebel

Unterschiedliche Materialien für das dreidimensionale Gestalten und deren fachspezifische Verarbeitungstechniken (analog und digital) wurden in diesem Seminar kennengelernt und angewandt, es entstanden mehrere kleinformatige Skulpturen und Plastiken. Aus dieser Erfahrung heraus entwarf und gestaltete jeder der Studierenden noch ein weiteres Werk, welches für einen konkreten Ort auf dem Campus der Universität konzipiert wurde. Formal-ästhetisch wurden diese Werke von der vorhandenen Architektur inspiriert und/oder sie nehmen Bezug auf inhaltliche Funktionen der Gebäude. Mit digitalen Mitteln wurden Bildcollagen erstellt, die verdeutlichen, wie diese Werke als großformatige Objekte im öffentlichen Raum wirken würden.

Intermedia II – Amann Laura

„TRANSPARENCY“

Die Architektur von Günter Behnisch steht für Vielgliedrigkeit und Offenheit nach außen. Seine Gebäude waren geprägt von optischer Transparenz und luftigen Formen. Nach diesen Grundsätzen wurde auch die Zentralbibliothek in Eichstätt von ihm konzipiert.

Die Skulptur „Transparency“, welche aus jeder Ansicht neue Blickwinkel eröffnet, soll sich mit ihrer Leichtigkeit und Geradlinigkeit in dieses Bild einfügen.

Das Modell für die Skulptur wurde von mir aus Pappe gefertigt und digital in die Umgebung integriert.

Laura Amann

Intermedia II – Sara Betz

„THE RIBBON“

Studierende verbinden mit der Zentralbibliothek einen Ort zum Lernen, der Konzentration und des Wissenserwerbs. Meine Skulptur „The Ribbon“ bildet durch den lockeren Schwung, ohne Ecken und Kanten, einen formalen Gegensatz zu der Architektur des nahegelegenen Gebäudes. Studierende haben die Möglichkeit sich auf ihr niederzulassen und eine Lernpause einzulegen, oder sie als einen Ort der Kommunikation und des Austauschs mit anderen Studierenden zu nutzen. Sie wird somit bewusst in den Alltag der Studierenden eingebunden.

Das Modell für die Skulptur im öffentlichen Raum wurde aus Papier gestaltet und mit einem Effekt-Spray besprüht sowie digital in die Umgebung integriert.

Sara Betz

Intermedia II – Natalie Häußler

„MERGE“

Die Universität in Eichstätt ist ein Ort, an dem Menschen aus den verschiedensten Städten und Dörfern zusammenkommen und neue Freundschaften schließen. Die Skulptur, die aus zwei verschiedenen säulenförmigen Teilen besteht, die an einem Punkt verschmelzen, soll genau das verkörpern. Studierende können die Skulptur als einen Treffpunkt sehen, um im Sommer zusammen zu lernen oder, um sich nach einer Vorlesung zu treffen, um gemeinsam in der Mensa oder Cafeteria Erholung und neue Kraft für den restlichen Tag zu finden.

Die Skulptur soll alle Studierenden und Alumnis an diese wichtige und schöne Lebensphase erinnern.

Natalie Häußler

Intermedia II – Klara Leidl

„ORANGE“

Die Skulptur mit dem Titel „Orange“ ist eine Reaktion auf die Orangerie und ihren modernen Eingang. Mit ihrer Form eines Schattens einer Orange nimmt sie Bezug auf das ehemalige Gärtnerhaus und greift die Linie der modernen Architektur von Karljosef Schattner auf. In ihrer puristischen Form und inhaltlichen Thematik schließt die Skulptur den Bogen zwischen Vergangenheit und Moderne.

Klara Leidl

Intermedia II – Franziska Meier

„EDUCATION“

Was erwartet mich, wenn ich zu studieren beginne?

Auf diese Frage finden wir alle keine Antwort im Voraus. Was uns gegeben ist, sind die Grundsäulen eines Studiengangs. Sobald man zu studieren beginnt, wird einem bewusst, wie viele unterschiedliche Faktoren in unser Studium miteinfließen. Jede Säule verändert sich im Laufe der Zeit, mal bricht eine ab, mal wird eine Säule durch eine neue ergänzt. Doch im Großen und Ganzen, sobald man sein Studium im Nachhinein betrachtet, bleibt das, was auf den Säulen aufgebaut wurde.

Franziska Meier

Intermedia II – Verena Wecker

„MOUNTAIN OF REFLECTION“

Klausuren, Hausarbeiten und andere Prüfungen, jeder Studierende steht am Ende eines Semesters regelmäßig vor einem riesigen Berg Arbeit. Das Studium gleicht dann oft einer Sisyphusarbeit. Der Gipfel des Bergs erscheint oft unerreichbar, der Abschluss kommt einem noch so weit entfernt vor. Doch in dieser Situation sollte man eines nicht vergessen – sich selbst.

 Manchmal ist es wichtig, sich einen Spiegel vorzuhalten und sich selbst zu reflektieren. Gehe ich den richtigen Weg? Studiere ich, weil ich es möchte oder weil es andere von mir erwarten? Diese oder ähnliche Fragen sollte man sich als Studierende/r ab und an stellen. Gleichzeitig dient der Spiegel dazu, einen Blick hinter sich zu werfen. Oft neigt man zu vergessen, was man bereits erreicht hat und welche steilen Wege man schon gegangen ist. Doch Schritt für Schritt klettert jeder Studierende seinen Berg hinauf – der eine schneller, der andere langsamer.

Verena Wecker

Intermedia II – Simona Weigl

„WIRED FLOWER“

Eine torusförmige Spirale, eine Form die sich auf vielen Ebenen unseres natürlichen Umfelds wiederfindet, bildet das Hauptelement des Werks „Wired Flower“. Neben der Spirale wird insbesondere der Schatten des Objekts zum zentralen Augenmerk: das einfallende Sonnenlicht wirft einen Schatten, der an eine Blumenblüte erinnert und so die freie Fläche zwischen den Rosenbeeten harmonisch ergänzt.

Simona Weigl

Intermedia II – Anna-Lena Wybranietz

„AUS VIELEN WIRD EIN GANZES“

Die Skulptur, die aus vielen unterschiedlichen Einzelteilen einen Kreis entstehen lässt, passt zur KU, weil …

… dort aus vielen Studierenden, Dozierenden und Mitarbeiter/innen mit unterschiedlichen Charakteren und Begabungen eine Universitätsgemeinschaft wird.

… die Studierenden die einzelnen „Bausteine“ ihres Faches kennenlernen und diese zu einem großen Ganzen, ihrem späteren Beruf, zusammensetzen.

… sie die Interdisziplinarität und die Zusammenarbeit aller Beschäftigten, Studierenden und auch Bereiche der KU widerspiegelt.

Die Skulptur wurde aus Styropor und Draht gestaltet und dann digital in die Umgebung integriert.

Anna-Lena Wybranietz

Landschaft+

Johanniskirche Eichstätt

07. – 10.07.2017

natürlich anders!

Inklusion aus der Sicht Eichstätter Künstler

Johanniskirche Eichstätt

16.–27.03.2017

Sharing Contemporary Art

the hallway

kuratiert von Anja Fiedler und Jeanette Michl

Kollegiengebäude I Bau B

WS 2016/17

Vehikel // vehicle

Projektseminars von Stefan Pfättisch

Eichstätter Kulturtage 2016

 

Sommerakademie Neuburg a.d. Donau

Stipendiatinnen: Lisa Marina Gaull, Vanessa Gruber, Tamara Tunc, Katharina Vogel und Susanna Anna Wecker

Ateliers der Oberen Altstadt Neuburg

31.07. – 13.08.2016

 

INTERMEDIA – artistic interventions on campus

Core topic of this project was an intensive theoretical and artistic engagement with the multifaceted architecture on campus. Artistic and intermedial interventions were drafted and realised. The results are now presented online.

Apr. – July 2016

Kunstmesse Ingolstadt

Tanja Dirsch, Eva Geißler, Vanessa Gruber, Verena Lex, Ingrid Penzkofer und Helena Weigert

Exerzierhaus im Klenzepark Ingolstadt

01. – 03. Juli 2016

unterwegs

Jahresausstellung im Rahmen der »eichstätter kulturtage 2016«

Johanniskirche Eichstätt

24. – 30.06.2016

curated by

Marina Rauch (Dozentin für Grafik-Design), Vanessa Gruber (studentische Hilfskraft)

Präsentation im Kollegiengebäude I Bau B

Ausstellung zum neuen Jahr

Caroline Partsch, Janina Horn, Susanne Hinz und Eva Geißler

Ausstellung anlässlich des Neujahrsempfangs in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde

13.01.2016

Rudolf Ackermann, Susanne Hinz, Professor Rainer Wenrich, Janina Horn, Akademischer Oberrat Stefan Pfättisch, Eva Geißler, Caroline Partsch und Ingrid Blümel (v. l.) bei der Vernissage in den Räumlichkeiten der Katholischen Hochschulgemeinde in Eichstätt.