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Forschung

Die Forschungsthemen des Lehrstuhls für Klinische und Biologische Psychologie befinden sich schwerpunktmäßig im klinischen Bereich mit einem besonderen Fokus auf Psychotherapieforschung. Inhalt dieser ist die Untersuchung der Wirksamkeit und Wirkweise psychotherapeutischer Verfahren – hierzu gehören die Entwicklung neuer Behandlungskonzepte, deren Überprüfung und Vergleich mit anderen Verfahren sowie die Analyse einzelner Wirkfaktoren.

Das größte Forschungsfeld des Lehrstuhls stellt die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) dar. Diese Störung tritt nach dem Erleben von Ereignissen auf, welche im Zusammenhang mit Tod- oder Gewalterfahrungen stehen, und führt zu Einschränkungen in vielen Lebensbereichen. Betroffene zeigen beispielsweise Symptome des Wiedererlebens und der Vermeidung sowie Ängste, Schlafstörungen oder Reizbarkeit, was eine deutliche Beeinträchtigung des Alltags zur Folge haben kann.

Ein zusätzliches Themenfeld, welches vom Lehrstuhl intensiv beforscht wird, ist die Komplizierte Trauer. Wie die „normale“ Trauer tritt diese nach Verlustfällen auf, unterscheidet sich aber von dieser durch eine deutlich höhere Intensität und längere Dauer.

 

 

 

Das Forschungsvorhaben PROGRID (prolonged grief disorder) befasst sich mit der Behandlung der Anhaltenden Trauerstörung. In einem randomisierten kontrollierten Design wird an vier ambulanten Behandlungszentren die Wirksamkeit einer trauerspezifischen integrativen kognitiven Verhaltenstherapie (integrative cognitive behaviour therapy for prolonged grief; PG-CBT) mit einer aktiven Kontrollbedingung verglichen.




In zwei inzwischen abgeschlossenen großen Drittmittelprojekten hat sich das Team um Frau Prof. Rosner mit der Therapie von PTBS in verschiedenen Altersgruppen befasst: In dem Projekt “Entwicklungsangepasste kognitive Therapie für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung nach körperlichem und sexuellem Missbrauch – E-KVT“ (www.traumatherapie-jugendliche.de) wurde eine Traumatherapie speziell für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt und evaluiert. Das Projekt „TCT – Treat Child Trauma“ untersuchte die Wirksamkeit einer traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen.

In einem weiteren inzwischen ausgelaufenen Drittmittelprojekt – CANMANAGE – ging es um migrations- und kulturbezogene Themen im Zusammenhang mit der Versorgung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen nach Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung (www.canmanage.de).

 

 

 

 

Daneben gilt das wissenschaftliche Interesse des Forschungsteams auch Störungen jenseits des Trauma- und Trauerspektrums. Im inzwischen abgeschlossenen Drittmittelprojekt SophoYou stand beispielsweise eine Therapie für Sozialphobie bei Jugendlichen im Mittelpunkt.

Eine Übersicht über die Forschungsprojekte des Lehrstuhls bietet auch die Forschungsdatenbank KU.fordoc der Universität.
Informationen über die Publikationen des Lehrstuhls finden Sie auf den persönlichen Seiten der Mitarbeiter und auf dem Publikationsserver KU.edoc der Universität.