Michael Graßl

Polizeikommunikation auf Social Media

Fachgebiet: Journalistik

Betreuer: Prof. Dr. Klaus Meier

Abstract:

Das Kommunikationsverhalten von Polizei hat sich in Zeiten sozialer Netzwerke disruptiv gewandelt: Bürger.innen werden nun direkt und nicht mehr nur über den Gatekeeper Journalismus angesprochen, Zeugenaufrufe werden über Facebook veröffentlicht, Polizist.innen werden auf Instagram zu Influencern, Twitter wird auf humorvolle Art und Weise zum Imagegewinn eingesetzt. Doch was genau bedeutet das für die Polizei und die Gesellschaft?

In diesem Dissertationsprojekt wird sich der Frage nach den Grundlagen polizeilicher Kommunikation in sozialen Netzwerken aus zwei Richtungen angenommen. Zunächst steht in zwölf qualitativen Leitfaden-Interviews mit Social-Media-Verantwortlichen der Polizei die polizeiliche Sicht im Mittelpunkt: Welche Strategie und Ziele verfolgt die Polizei auf Social Media? Welche Stakeholder werden wie angesprochen? Wo sieht die Polizei Chancen, aber auch Risiken?

Aus den Ergebnissen dieser ersten Teilstudie folgt die Konzeption der sich anschließenden quantitativen Inhaltsanalyse. Hierbei werden Posts von den drei am häufigsten von der Polizei eingesetzten Kanälen Facebook, Twitter und Instagram mit Hilfe eines Codebuchs kanalspezifisch analysiert. Dabei werden u.a. die Ergebnisse aus Teilstudie I kritisch überprüft, aber auch versucht, Prioritäten und Postverhalten polizeilicher Kommunikation zu spezifizieren.

Zu Grunde liegt der Untersuchung ein theoretischer Rahmen, der vor allem aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei generell und speziell auf Social Media aufbereitet. Diskutiert wird hierbei aber auch die gesellschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung von Polizei und die Verortung kommunikationswissenschaftlicher Erkenntnisse in der Polizeiforschung.

Ziel ist es am Ende der Teilstudien-Zusammenführung, die Grundlagen polizeilicher Kommunikation in den sozialen Netzwerken möglichst breit beschreiben und bewerten zu können. Dies soll vor allem durch die wissenschaftliche Zusammenführung der polizeilichen Sicht (Leitfaden-Interviews) mit der Perspektive von außen (Inhaltsanalyse) sichergestellt werden.

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Michael Graßl
Michael Graßl
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand
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