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Mitteilungen

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass Frau Priv.-Doz. Dr. Verena Schulz im Wintersemester 2019/20 die Professur für Klassische Philologie und Wirkungsgeschichte der Antike vertreten wird.


Neue Buchreihe zu lateinischer Literatur der Spätantike

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09.07.2019

Herr Professor Dr. Gernot Michael Müller hat den Ruf auf einen Lehrstuhl für Klassische Philologie/Latinistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn angenommen. Das Team wünscht ihm für seine künftige Arbeit in Bonn alles Gute.


Verlagstext: Die produktive Auseinandersetzung mit dem Altertum gehört zu den Konstanten der europäischen Kulturgeschichte, und dies nicht nur in jenen Epochen, in denen diese eine explizite Programmatik begründet hat wie in Renaissance oder Klassizismus. Allerdings lassen sich bereits in der Antike vielfältige Strategien der Sinnstiftung aus der Vergangenheit greifen, in denen deren modellbildende Rolle für die nachantiken Epochen vorgeprägt ist. Dabei begegnen sich antike und nachantike Fälle darin, dass sie den Blick zurück als einen Prozess kreativer Aneignung begreifen, der Züge eines epochenübergreifenden Dialogs trägt.

Die zehn Beiträge des Sammelbands, die aus einer Vortragsreihe an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt hervorgehen, deuten in exemplarischen Studien aus Antike, Spätantike, Früher Neuzeit und Moderne das gestalterische Potential an, das dem Rückgriff auf die Vergangenheit zu eigen ist, und weisen in ihrer Gesamtschau auf die transhistorische Dimension des Phänomens hin.


Dr. Friedrich Heberlein neuer Honorarprofessor für Lateinische Sprachwissenschaft

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25.03.2019

Herr Professor Dr. Gernot Michael Müller hat einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Klassische Philologie/Latinistik an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn erhalten. Die Dozentenschaft der Klassischen Philologie gratuliert ihm aus diesem Anlass sehr herzlich.


Macrobius' Kommentar zu Ciceros Somnium Scipionis ist einer der wirkungsmächtigsten Texte der Antike. Entstanden um 430 n. Chr. als philosophische Einführungsschrift eines hochrangigen römischen Politikers für seinen Sohn, wurde er über ein Jahrtausend als Kompendium der neuplatonischen Philosophie, vor allem aber als Kompendium der Traumtheorie, Arithmologie, Astronomie, Geographie und Musiktheorie der Antike gelesen. Friedrich Heberlein legt diesen Kommentar nun erstmals in deutscher Übersetzung vor und macht Macrobius' Text somit einem breiteren Publikum zugänglich – ist Macrobius' Sprache doch weit vom klassischen Latein entfernt. Der beigefügte Lesetext auf der Basis der Ausgabe von Armisen-Marchetti erleichtert zudem eine Überprüfung des Originalwortlautes. Ein einführender Essay aus der Feder des bekannten Platonismusforschers Christian Tornau bietet eine grundlegende Orientierung über den Charakter des Werks.


Dieser Band geht auf eine von den Herausgebern veranstaltete Tagung zurück.

Verlagstext: Die hellenistische und posthellenistische Literatur zeichnet sich durch eine intensive Wechselwirkung zwischen Philologie und "schöner" Literatur aus. Literaturwissenschaftliche Erkenntnisse und Techniken verbleiben nicht im engen Kreis philologischer Spezialgelehrsamkeit, sondern werden u.a. über den Schulunterricht zum Grundbestand intellektueller Auseinandersetzung mit und durch Literatur. Ein römischer Dichter rechnet mit einem Leser, der nicht nur seine griechischen Vorläufer, sondern auch die philologische Literatur zu diesen kennt. Im öffentlichen Diskurs gehört das Vorführen philologischer Kenntnisse zum allgemeinen Bildungsideal. Und beim Symposion zeichnet die Fähigkeit, in philologischer Manier über literarische Werke zu diskutieren, den idealen Teilnehmer aus. Dieser, mit G. Genette, als Philologie "auf zweiter Stufe" zu bezeichnenden Rezeption hellenistischer Gelehrsamkeit sind die in diesem Band versammelten Fallstudien gewidmet, deren chronologisches Spektrum von der spätrepublikanischen lateinischen Literatur bis zur kaiserzeitlichen griechischen und lateinischen Literatur reicht.


Dieser Band präsentiert die Ergebnisse einer von Gernot Michael Müller, Johanne Schenk und Sabine Retsch veranstalteten Tagung.

Verlagstext: Die Epistolographie gehört zu den produktivsten literarischen Gattungen der lateinischen Spätantike. Dennoch datiert ihre intensivere Erforschung erst in die letzten Jahrzehnte. Diese konzentriert sich dabei in der Regel entweder auf einzelne Autoren und ihre Netzwerke oder sie bildet bestimmte regionale Schwerpunkte aus. Überregionale oder transhistorische Ansätze stellen indes immer noch die Ausnahme dar. Hier setzen die Beiträge dieses Bandes an: Neben der Diskussion grundlegender sammlungs- und gattungstheoretischer Fragen eröffnen sie in exemplarischen Fallstudien ein breites Panorama an inhaltlichen, praxeologischen und funktionalen Aspekten spätantiker und ansatzweise auch frühmittelalterlicher lateinischer Epistolographie.In diachroner Perspektive werden außerdem Kontinuitäten und Transformationen sichtbar, welche die Epistolographie in der Spätantike und darüber hinaus ausgebildet hat. Damit leistet dieser Band einen Beitrag zu einer kulturgeschichtlich orientierten Gattungsgeschichte des komplexen Phänomens spätantiker Briefliteratur – und dies über eine Zeitspanne, dies elten als Ganzes in den Blick genommen wird.


Verlagstext: Dr. Konrad Peutinger (1465–1546) verkörperte als Stadtschreiber von Augsburg, als Politiker, Gelehrter und Kunstsammler das, was in Italien mit dem Begriff des ‚uomo universale‘ benannt wurde. Er prägte über lange Jahre die Politik der Reichsstadt und agierte vielfach im Brennpunkt des Reichsgeschehens. Als Humanist sammelte er mit über 2000 Bänden eine der größten Privatbibliotheken nördlich der Alpen. Und er stand als führende Persönlichkeit der sog. „Sodalitas Augustana" in Kontakt mit vielen gelehrten Zeitgenossen, edierte römische Inschriften und war maßgeblich an der Selbstinszenierung Kaiser Maximilians I. beteiligt.

Der vorliegende Band dokumentiert eine Tagung zum 550. Geburtstag Peutingers mit dem Ziel, die breite Palette seiner Tätigkeiten zu würdigen: den Stand der Forschung zu rekapitulieren, neue Akzente zu setzen und Anregungen für weitere Studien zu geben. Das Themenfeld reicht deshalb von seinen ganz spezifischen Anteilen an der städtischen Politik und Publizistik über Aspekte seiner Wissensfelder und Mediennutzung bis zur kritischen Beleuchtung des Umgangs mit der Erinnerungskultur.


Sammelband erschienen

Bitto, Gregor; Ginestí Rosell, Anna; Hamacher, Kristina (Hgg.): Das neue alte Rom. Die Flavier und ihre Zeit, Bonn 2018 (Antiquitas 73).

Verlag Dr. Rudolf Habelt, ISBN 978-3-7749-4173-1

 

Dieser Sammelband vereint die Beiträge der gleichnamigen zweisemestrigen Vortragsreihe, die im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Kolloquiums im Wintersemester 2014/15 und Sommersemester 2015 an Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt von den Herausgebern organisiert wurde.


Internationale Stipendiaten forschen mit Philologen der KU

27.03.2018

Das Fach Klassische Philologie an der KU ist in den kommenden Monaten Gastgeber für internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die mit Förderung der renommierten Alexander von Humboldt-Stiftung, des Schweizerischen Nationalfonds sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes verschiedene Forschungsvorhaben realisieren werden.

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