Internationale Kooperation zur nachhaltigen Tourismusentwicklung in der Region İzmir gestartet

Die türkische Ägäisküste zählt zu den bedeutendsten Tourismusregionen des Mittelmeerraums und steht zugleich vor wichtigen Transformationsprozessen. Ein neues Kooperationsprojekt der KU und der İKÇÜ untersucht, wie nachhaltige Tourismusentwicklung in der Region gestaltet werden kann.

Der Lehrstuhl Tourismus der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) beteiligt sich an einem neuen deutsch-türkischen Kooperationsprojekt mit der İzmir Katip Çelebi Universität (İKÇÜ). Das Vorhaben wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und den türkischen Forschungsträger TÜBİTAK gefördert und soll den wissenschaftlichen Austausch sowie die gemeinsame Forschung zu Fragen einer nachhaltigen Tourismusentwicklung stärken.

Im Mittelpunkt der Kooperation stehen Transformationsprozesse touristischer Destinationen an der türkischen Ägäisküste. Untersucht werden insbesondere die Potenziale und Herausforderungen, die mit einem Wandel von etablierten Formen des Massentourismus hin zu nachhaltigeren und stärker lokal verankerten Tourismusmodellen verbunden sind.

Ein erster Meilenstein des Projekts war der Besuch von Prof. Dr. Hannes Thees an der İKÇÜ im März 2026. Neben intensiven Abstimmungen mit Prof. Dr. Zafer Öter und weiteren Projektpartnerinnen und Projektpartnern vor Ort fanden Gespräche mit wichtigen Akteuren der regionalen Tourismusentwicklung statt. Dazu zählten die İzmir Chamber of Commerce (İZTO), die İzmir Chamber of Tourist Guides (İZRO) sowie die Provincial Directorate of Culture and Tourism of İzmir. Die Treffen ermöglichten erste Einblicke in aktuelle Entwicklungsstrategien der Region und verdeutlichten die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Tourismuskonzepte für die touristische Zukunft İzmirs.

Aufbauend auf diesen Kontakten wird im September 2026 die zweite Mobilitätsphase des Projekts stattfinden. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Exkursion reisen Studierende und Lehrende der KU nach İzmir, um die vor Ort begonnenen Diskussionen zu vertiefen. Geplant sind Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Tourismuswirtschaft, Naturschutz und öffentlicher Verwaltung sowie Exkursionen zu ausgewählten Beispielen der Tourismusentwicklung in der Region.

Die Kooperation bietet den beteiligten Studierenden die Möglichkeit, internationale Forschungskontexte kennenzulernen, interkulturelle Kompetenzen auszubauen und aktuelle Herausforderungen touristischer Transformationen unmittelbar vor Ort zu analysieren. Gleichzeitig schafft das Projekt neue Perspektiven für die langfristige Zusammenarbeit zwischen der KU und der İKÇÜ in Forschung und Lehre.

Das Projekt wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), TÜBİTAK sowie dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

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