Willkommen an der Stiftungsprofessur

                  Prinz Max von Sachsen für Theologie des Christlichen Ostens

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Das Team der Stiftungsprofessur Prinz Max von Sachsen für Theologie des Christlichen Ostens

Prinz Max von Sachsen (1870–1951) – Namensgeber der Eichstätter Stiftungsprofessur

Prinz Max in Lemberg
Prinz Max mit einem unbekannten Begleiter am Generalseminar der Ruthenen in Lemberg, Foto, 1910/14.

Die Errichtung der Stiftungsprofessur Prinz Max von Sachsen des Bistums Eichstätt für Theologie des Christlichen Ostens ist aufs Engste mit der Geschichte des Collegium Orientale verknüpft. Seit dessen Gründung im Jahr 1998 hat mit der steigenden Zahl von Studierenden aus den verschiedenen Ostkirchen auch das Interesse an ostkirchlicher Theologie in Eichstätt stetig zugenommen. Auf Initiative der Leitung des Collegium Orientale hat das Bistum Eichstätt eine eigene Professur für Theologie des Christlichen Ostens an der Theologischen Fakultät der KU Eichstätt-Ingolstadt gestiftet, die zum 01.10.2018 besetzt werden konnte. Namensgeber der Professur ist Prinz Max von Sachsen, der in vielfältiger Hinsicht dafür geradezu prädestiniert zu sein scheint: Er war Absolvent des Bischöflichen Lyzeums Eichstätt, wurde in der Eichstätter Schutzengelkirche zum Priester geweiht, er war ein Lehrer der Ostkirchenkunde mit außergewöhnlich breiten Kenntnissen des Christlichen Ostens und ein leidenschaftlicher Pionier der Ökumene. Außerdem unterhielt er beste Kontakte ins ukrainische Lemberg, von wo heute eine große Zahl von Studierenden an die Theologische Fakultät Eichstätt kommt. Zudem wird sein Nachlass im Archiv der KU Eichstätt-Ingolstadt verwahrt und ist dort zu Forschungszwecken zugänglich.

Biographie

Prinz Maximilian von Sachsen wurde am 17. November 1870 in Dresden als dritter Sohn des Prinzen Georg, Herzog zu Sachsen (seit 1902 König von Sachsen), und Maria Anna, geborene Infantin von Portugal (1843–1884), geboren. Nach seiner Kindheit und Jugend am Königshof in Dresden absolvierte er 1888/1889 seinen Militärdienst. Danach studierte er Rechtswissenschaften, Geschichte und Nationalökonomie in Freiburg i. Br. und Leipzig und wurde 1892 in Leipzig zum Doktor beider Rechte promoviert. Von 1893 bis 1896 studierte er Philosophie und Theologie am damaligen Bischöflichen Lyzeum Eichstätt, der Vorgängerinstitution der heutigen Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, und lebte im Bischöflichen Seminar. Am 26. Juli 1896 wurde er in der Eichstätter Schutzengelkirche vom Dresdner Administrator Ludwig Wahl zum Priester geweiht und verzichtete am Tag der Primiz in Dresden auf seinen Anspruch auf den sächsischen Königsthron.

Es folgte ein kurzer seelsorgerlicher Einsatz in Whitechapel/England und in St. Walburg in Eichstätt. Nach mehreren Monaten an der Universität Würzburg wurde er im Herbst 1898 zum Doktor der Theologie promoviert. 1898 bis 1900 war er Kaplan an der Frauenkirche in Nürnberg, wo er sehr lebte und Zuwendungen des sächsischen Königshauses den Armen zukommen ließ. 1900 wurde Max von Sachsen an die Theologische Fakultät der Universität Fribourg (Schweiz) als außerordentlicher, ab 1908 als ordentlicher Professor des Lehrstuhls für Kirchenrecht und Liturgik berufen, den er bis 1911 innehatte. Von 1910 bis 1914 hielt er am Priesterseminar der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche in Lemberg Vorlesungen über die liturgischen Riten der verschiedenen Ostkirchen. Von 1912 bis 1914 lehrte er außerdem Liturgik am katholischen Priesterseminar in Köln.

Im Ersten Weltkrieg war Max von Sachsen als Feld- und Lazarettgeistlicher an der Westfront in Belgien eingesetzt. Unter dem Eindruck des Grauens und der deutschen Kriegsverbrechen an der belgischen Zivilbevölkerung wandelte er sich zum Pazifisten. Unter anderem prangerte er auch den Genozid von 1915 an den Armeniern an. Im Juni 1916 schied er aus dem Militärdienst aus und blieb zur Seelsorge und zu Studien in Sachsen, interniert im Alten Jagdschloss in Wermsdorf. Er arbeitete weiterhin für eine Theologie des Friedens; außerdem widmete er sich dem Tierschutz und war selbst Vegetarier, abstinent und Tabakgegner. Nach dem Ersten Weltkrieg hielt er bis 1937 in vielen Städten Vorträge zum Frieden, zur Lebensreform, zum Vegetarismus und zum Tierschutz. Frühzeitig warnte er öffentlich vor dem aufkommenden Nationalsozialismus und dem Antisemitismus.

Ab 1921 lehrte Prinz Max wieder in Fribourg, und zwar an der Philosophischen Fakultät, wo er einen Lehrauftrag für „Orientalische Kulturen und Literaturen“ erhielt. 1923/24 war er dort Dekan. 1941 wurde er emeritiert, wirkte aber weiterhin als Honorarprofessor. Wegen seines Aussehens und seiner aus Sparsamkeitsgründen schäbigen Kleidung galt er im Alter als eine der markantesten Persönlichkeiten der Stadt. Max von Sachsen starb am 12. Januar 1951 nach kurzer Krankheit in einem Fribourger Krankenhaus und wurde auf dem Friedhof der Kanisiusschwestern in Bürglen, deren Hausgeistlicher er war, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung bestattet.

 

Vgl. der Wikipedia-Eintrag: „Maximilian von Sachsen (1870–1951)“

Prinz Max als Lehrer der Ostkirchenkunde

Beginn des Interesses an ostkirchlicher Theologie

Im Jahr 1900 begann Prinz Max seine Lehrtätigkeit als Professor im schweizerischen Fribourg und entwickelte er sich dort zu einem herausragenden Kenner des Christlichen Ostens. Dieses Interesse des Prinzen Max war zu Beginn seiner Fribourger Lehrtätigkeit gleichsam über Nacht erwacht, wurde dann jedoch schon bald zu einem der wesentlichsten Leitgedanken seines wissenschaftlichen Wirkens und seines Lebens. Zugleich äußerte er bereits seine Hoffnung auf Versöhnung und Wiedervereinigung der Kirchen – in einer Zeit, in der im Westen unter Papst Leo XIII. ein neuerliches Interesse an den Ostkirchen aufkeimte, verbunden mit Gedanken an die Wiedervereinigung der Kirchen von Ost und West.

Bezugspunkt für Prinz Max war die Liturgiewissenschaft. Doch die Methodik, dabei die liturgischen Texte und Ausdrucksformen des Ostens und Westens miteinander zu vergleichen, wandten damals nur wenige an. Naturgemäß waren dazu gediegene Kenntnisse orientalischer Liturgik und Philologie vonnöten, die sich Prinz Max sehr früh erwarb. Er erlernte dazu eigens Russisch, Kirchenslawisch, Syrisch und Armenisch.

Orientreisen als Orte der Begegnung

Die Begeisterung für Leben und Spiritualität der orientalischen Kirchen, insbesondere im Erfahren von Liturgie und Kunst, und vor allem die Frage nach der Überwindung der Spaltung der Christenheit trieben Prinz Max mit außergewöhnlicher Leidenschaft an. So unternahm er in den Jahren von 1903 bis 1909 auch fünf große Reisen in die Länder des Orients und Osteuropas, bei denen sich wissenschaftliche Aspekte mit konkretem Erleben verbanden: Er besuchte Gottesdienste, pflegte kirchliche und politische Kontakte, durchforschte öffentliche und private Bibliotheken und Sammlungen und betete um die Einheit der Kirche. Seine fünf Reisen stellen sich dar als fünf gezielte Expeditionen zu den wichtigsten Stätten der östlichen Christenheit, bei denen der sächsische Prinz eine besondere Vorliebe für Armenien und das ukrainische Galizien entwickelte. Planvoll erarbeitete er sich ein breites, repräsentatives Bild von der Vielgestaltigkeit des Christlichen Ostens, das nicht nur zu seiner Zeit seinesgleichen suchte.

Kirchliche Erfahrung

Das Hauptinteresse des Prinzen auf seinen Reisen galt der Erfahrung ostkirchlicher Liturgien, in denen er den orientalischen Glaubensvollzug in seinen unterschiedlichen Facetten aus der Innenperspektive heraus zu schätzen lernte. Zuvor hatte er auf der Grundlage von Textausgaben die Liturgik auf akademische Weise erarbeitet. Doch das unmittelbare Erleben von Schönheit und Andersartigkeit ostkirchlicher Liturgien und ihrer Kunst ist der Schlüssel, durch den Prinz Max seinen Zugang zur ostkirchlichen Theologie gefunden hat. Das unterschied ihn nicht nur äußerlich von den „Stubengelehrten“ seiner Zeit. Ohne dies eigens zu reflektieren, verfolgte er bereits einen hermeneutischen Ansatz, wie er innerhalb der Orthodoxie erst später wirklich voll zum Tragen kam, indem sich die neuere orthodoxe Theologie zunehmend als theologische Reflexion kirchlicher Erfahrung zu begreifen begann. Dabei wird auch heute unter „Erfahrung“ nicht einfachhin das individuell Erlebte subsumiert. Erfahrung wird verstanden als gottesdienstliches Erleben und die in der Kirche rezipierte asketische Praxis eines geistlichen Lebens, also als ein ganzheitlicher Zugang, der in der Sache essentiell ist.

Der Wendepunkt: Die „Gedanken über die Frage der Einheit der Kirchen“

1910 artikulierte Prinz Max seine Visionen über die Wiederherstellung der Einheit der Christenheit in der Zeitschrift der Abtei Grottaferrata. Sie erregten großes Aufsehen, weil sie mit den damaligen römischen Auffassungen unvereinbar erschienen und aufgrund ihrer ökumenischen Ansichten Sprengkraft besaßen – Auffassungen, die frühestens mit dem Zweiten Vatikanum und teilweise bis heute noch nicht in der katholischen Kirche geteilt werden. Der Prinz war damit seiner Zeit weit voraus. Dass Papst Pius X. sich in einem Schreiben dezidiert von Prinz Max distanzierte und ihm fortan verbot, bestimmte Ansichten vorzutragen, wurde als Paukenschlag erlebt und vielfach als Entzug der Lehrerlaubnis gedeutet. Es markiert wohl auch den tragischsten Einschnitt seines Lebens.

Prinz Max jedoch war von seinen edlen Absichten überzeugt und ließ auch an seiner Treue zur katholischen Kirche keinen Zweifel aufkeimen. Seine Gedanken lassen sich im Rückblick verstehen als eine „prä-ökumenische Vision“, die sich um das rechte Verständnis einer Kirchenunion bemühte, wobei der sächsische Prinz jedoch auch mit großem Freimut und zum allgemeinen Missfallen von den Fehlern der katholischen Kirche in den vergangenen 1000 Jahren sprach. Dabei brachte er auch die bemerkenswerte Überzeugung zum Ausdruck, dass Orient und Okzident ohnehin niemals völlig voneinander getrennt gewesen und die Spaltungen letztlich auf politische Motive und Missverständnisse, genährt von Eifersucht und Feindseligkeit, zurückzuführen seien, sodass die Wiederherstellung der vollen Einheit durch Umkehr auf beiden Seiten und Versöhnung möglich sei. Trotz oder gerade wegen seiner exzellenten Beziehungen zur griechisch-katholischen Metropolie von Lemberg war Prinz Max ein entschiedener Gegner des Uniatismus der katholischen Kirche, da dieser nicht zur Genüge die gleiche Würde des Anderen respektiere und diesen zu stark in seiner Autonomie beschneide. Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Verwendung des Begriffs der „Schwesterkirchen“, der zwar bereits im 5. Jahrhundert aufgekommen war, später jedoch nur wenig Rezeption erfuhr und erst wieder in den ökumenischen Bemühungen seit der Zeit des Zweiten Vatikanums eine zentrale Rolle spielt, hier jedoch von Prinz Max programmatisch verwendet wurde.

Lehrer ostkirchlicher Theologie im galizischen Lemberg

Während Prinz Max die größte Krise seines Lebens durchleidet, findet er im galizischen Lemberg wieder innere Ruhe und menschliche Anerkennung. Dort genossen die Katholiken mit byzantinischem Ritus in der Habsburgermonarchie hohes Ansehen. Vier Jahre lang (1910–1914) hält Prinz Max auf Einladung des Oberhauptes der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche, Metropolit Andrej Scheptyzkyj, seinerseits ebenfalls ein „Prophet des Ökumenismus“, im griechisch-katholischen Lemberger General-Priesterseminar Vorlesungen in deutscher Sprache über die Ostkirchen. Während sein spezielles Interesse an ostkirchlicher Theologie ihn im schweizerischen Üechtland in gewisser Weise zu einem Exoten machte, zu dem nur wenige Studierende ihren Weg fanden, stieß er bei den Seminaristen in Lemberg auf reges Interesse. In der gleichen Zeit dozierte er aber auch am Kölner Priesterseminar.

Mit dem Ersten Weltkrieg wendete sich das Blatt abermals für den sächsischen Prinzen. Er musste seine Lehrtätigkeit unterbrechen und wurde zum Feldgeistlichen bestellt, jedoch aufgrund seiner freimütigen Äußerung pazifistischer Gedanken in Schloss Wermsdorf interniert. Seinem wissenschaftlichen Wirken kam dies allerdings zugute. So blieb ihm bis zum Ende des Krieges und darüber hinaus genügend Zeit, sich mit Kirchenvätertexten und der Übersetzung alter östlicher Liturgien zu beschäftigten.

Wieder in Fribourg

Die erschütternden Eindrücke des Ersten Weltkriegs führten dazu, dass sich die Interessensgebiete des Prinzen Max verschoben. Während die ostkirchliche Theologie etwas in den Hintergrund trat, widmete er sich umso intensiver pazifistischem Denken, das er in seiner ausgeprägten Friedens- und Schöpfungsethik reflektierte. 1921 kehrte er ins schweizerische Fribourg zurück, wo er seine Lehrtätigkeit an der Philosophischen Fakultät fortsetzte. Er erhielt einen Lehrauftrag für „Orientalische Literatur und Kultur“ und arbeitete in diesem Bereich bis kurz vor seinem Lebensende im Jahr 1951. In dieser Zeit umfassten seine Themen Geschichte, Kultur und Theologie des Christlichen Ostens in ihrer vollen Breite: Prinz Max behandelte die einzelnen östlichen Kirchen und ihre Liturgien, östliche Kirchenväter und ihre Werke, kirchliche Poesie des Ostens, Länderkunde und vieles mehr.

Das Vermächtnis des Prinzen

Was bis heute an Prinz Max von Sachsen fasziniert, ist das Besondere seines Zugangs, den er zu den Kirchen des Ostens gefunden hat. Vielleicht ist es nicht das Detail oder die Höhe seiner wissenschaftlichen Gelehrsamkeit, die mitunter auch infrage gestellt wurde, wenngleich er ohne jeden Zweifel ungemein belesen war, vorzügliche Sprachkompetenzen besaß und auf bewundernswerte Weise das vorhandene Material zusammengetragen hat. Sein ganzes Lebenszeugnis ist vielmehr eine einzige authentische Einheit. In diese Einheit gehört eine unbändige Begeisterung und Liebe für die Kirchen des Ostens, ihren Traditionsreichtum und ihre spirituelle Tiefe. Aus dieser kirchlichen Erfahrung konnte er – weitaus mehr als manch einer seiner orientalistischen Kollegen – die Leidenschaft eines Ringens um die Einheit der Christenheit entwickeln, mit der er seine Zeitgenossen weit übertraf. Die Anstöße des Prinzen Max im Blick auf eine Erneuerung der Einstellung zur orientalischen Christenheit sind außergewöhnlich. Sein Vermächtnis gründet in einer existentiellen gegenseitigen Wertschätzung, zeugt vom Wert des persönlich Erlebten und Erfahrenen, inspiriert zur Begegnung mit den Angehörigen der Schwesterkirchen, ermutigt zum Studium des reichen östlichen Erbes in all seinen Facetten und beflügelt den leidenschaftlichen ökumenischen Einsatz für die Einheit der Christenheit.

 

Bei diesem Abschnitt handelt es sich um Auszüge aus:

Thomas Kremer/Miriam Raschka/Ruslan Stetsyk: Prinz Max von Sachsen und die Ostkirchen, in: Iris Kretschmann/André Thieme (Hgg.), Seiner Zeit voraus! Prinz Max von Sachsen – Priester und Visionär (Sonderausstellung im Schlossmuseum Pillnitz vom 13. April bis 3. November 2019), Dresden 2019, 76–99.

Werkverzeichnis des Prinzen

Neben zahlreichen nur hand- und maschinenschriftlich in Archiven enthaltenen Manuskripten sind folgende publizierte Werke des Prinzen Max von Sachsen in Bibliotheken leicht zugänglich:

  • Die staatsrechtliche Stellung des Königlich Sächsischen Markgrafentums Oberlausitz, Dissertation, 1892. [60 S.]
  • Vertheidigung der Moraltheologie des hl. Alphonsus von Liguori gegen die Angriffe Robert Grassmann’s, Nürnberg 1899 und weitere Auflagen. [58 S.]
  • Der heilige Märtyrer Apollonius von Rom. Eine historisch-kritische Studie, Dissertation, Mainz 1903. [VI, 88 S.]
  • Das Erlösungswerk Jesu Christi. Predigten geh. in d. röm.-kath. Kirche zu Thun, 23.–27. Febr. 1906, Fribourg/CH 1906. [109 S.]
  • Die Vereinigung der Seele mit Jesus Christus. Geistliche Abhandlungen vom hl. Alfons Rodriguez, hg. von Max, Herzog zu Sachsen, Freiburg i. Br. 1907. [XV, 288 S.]
  • Vorlesungen über die orientalische Kirchenfrage, Fribourg/CH 1907. [VIII, 248 S.]
  • Übersetzung des griechischen Offiziums vom Karsamstag (Epitaphia) ins Französische, 1907.
  • Missa Syriaca-Antiochena. Quam ex lingua Syriaca in idioma Latinum traduxit cum commentario praevio (Ritus missae ecclesiarum orientalium Sanctae Romanae Ecclesiae unitarum; 5), Regensburg 1908. [XIV, 54 S.]
  • Weitere Übersetzungen orientalischer (syrisch-maronitisch, chaldäisch, griechisch, armenisch) Messriten ins Lateinische, 1907/08.
  • Was muß der Mensch tun, um sich der Erlösung Jesu Christi teilhaftig zu machen? Kanzelvorträge, Regensburg 1908. [IV, 92 S.]
  • Predigten über das erste Buch Mosis von Max von Sachsen gehalten während der Fastenzeit in der Liebfrauenkirche zu Freiburg (Schweiz), 6 Bde., Bd. 1.: Von der Erschaffung der Welt bis zur Sündflut, Fribourg/CH 1908; Bd. 2: Von der Sündflut bis zum Bunde der Beschneidung, Fribourg/CH 1910; Bd. 3: Von der Verkündigung der Geburt Isaaks bis zu dessen Vermählung, Fribourg/CH 1910; Bd. 4: Von Abraham's Tod und der Geburt der Zwillinge Esau und Jakob bis zur Versöhnung Jakob's und Laban's, Fribourg/CH 1911; Bd. 5: Vom Einzug Jakobs ins gelobte Land bis zur ersten Reise seiner Söhne nach Ägypten ausschließlich, Fribourg/CH 1913; Bd. 6: Vom Einzug der Kinder Israels nach Ägypten bis zum Ende des ersten Buches Mosis, Fribourg/CH 1913. [226, 268, 267, 262, 260, 226 S.]
  • Praelectiones de liturgiis orientalibus, habitae in Universitate Friburgensi Helvetiae a Maximiliano, principe Saxoniae, Bd 1: Continens: 1. Introductionem generalem in omnes liturgias orientales. 2. Apparatum cultus necnon annum ecclastiasticum Graecorum et Slavorum, Freiburg i. Br. 1908; Bd. 2: Continens liturgias eucharisticas Graecorum (exceptis Aegyptiacis), Freiburg i. Br. 1913. [VII, 241; VII, 362 S.]
  • Pensées sur l’union des Eglises, in: Roma e l’Oriente 1 (1910) 13–29; deutsche Übersetzung: Gedanken des Prinzen Max, Königliche Hoheit, Herzogs von Sachsen, über die Vereinigung der Kirchen, in: [Natalie] Baronin von Uxkull [Uexküll]: Rom und der Orient [1.] Jesuiten und Melchiten, Pormetter 1916, 67–90.
  • Des Heiligen Johannes Chrysostomus Homilien über das Evangelium des heiligen Matthäus, 2 Bde., Regensburg 1910/1911. [XII, 697, IV, 621 S.]
  • Vorbilder Mariä. Maipredigten ... gehalten in der Liebfrauenkirche in Freiburg (Schweiz); neun Jahrgänge in einem Band, Fribourg/CH 1911.
  • Des Heiligen Johannes Chrysostomus Homilien über die Genesis oder das erste Buch Mosis, 2 Bde., Paderborn 1913/14. [X, 966; 320 S.]
  • Erklärung der Psalmen und Cantica in ihrer liturgischen Verwendung, Regensburg 1914. [528 S.]
  • Das christliche Hellas. Vorlesungen gehalten an der Universität Freiburg (Schweiz) im Sommersemester 1910, Leipzig 1918. [362 S.]
  • Dreifaltigkeitslieder, Dresden 1918. [168 S.]
  • Messgesänge, Dreifaltigkeits- und Auferstehungslieder, Dresden 1918. [504 S.]
  • Nerses von Lampron. Erklärung der Sprichwörter Salomos, 3 Bände, 1919–26.
  • Ratschläge und Mahnungen zum Volks- und Menschheitswohle, Dresden 1921. [89 S.]
  • Nerses von Lampron. Erklärung des Versammlers, Leipzig 1929. [187 S.]
  • Der heilige Theodor. Archimandrit von Studion (Religio; 1), München 1929. [95 S.]

Forschungsbeiträge der Stiftungsprofessur

Die Mitarbeiter und Studierenden der Stiftungsprofessur Prinz Max von Sachsen engagieren sich in der Erforschung der Geschichte und des Vermächtnisses ihres Namensgebers. Bislang sind folgende Beiträge erschienen oder in Vorbereitung:

  • Thomas Kremer / Miriam Raschka / Ruslan Stetsyk: Prinz Max von Sachsen und die Ostkirchen, in: Iris Kretschmann / André Thieme (Hgg.), Seiner Zeit voraus! Prinz Max von Sachsen – Priester und Visionär (Sonderausstellung im Schlossmuseum Pillnitz vom 13. April bis 3. November 2019), Dresden 2019, 76–99.
  • Thomas Kremer: Prinz Max von Sachsen und seine Rede von den „Schwesterkirchen“, in: Daniel Munteanu (Hg.), „Ökumene ist keine Häresie“, Festschrift für Metropolit Augoustinos Lambardakis zum 80. Geburtstag, Leiden 2020, im Druck.
  • Thomas Kremer: Pionier der liturgischen Exegese. Die „Erklärung der Psalmen und Cantica in ihrer liturgischen Verwendung“ (1914) des Prinzen Max von Sachsen, in: Sammelband zur Tagung in Dresden 2020 anlässlich des 150. Geburtstag des Prinzen Max von Sachsen, in Vorbereitung.
  • Joachim Braun: Prinz Max von Sachsen und Armenien, in: Sammelband zur Tagung in Dresden 2020 anlässlich des 150. Geburtstag des Prinzen Max von Sachsen, in Vorbereitung.
  • Ruslan Stetsyk: Prinz Max von Sachsen als Lehrer der Ostkirchenkunde in Lemberg am Beispiel seiner Vorlesung zur Jakobusliturgie, laufendes Lizentiatsprojekt.