Am Freitag, dem 10. Juli 2026, am späteren Nachmittag, hatten wir, Studierende an der LMU in München wie an der KU in Eichstätt, beide Standorte jeweils vertreten durch die beiden Kirchenrechtsprofessoren Prof. Berkmann und Prof. Rieger, im Rahmen des zweiten Teils des Hauptseminars aus orientalischem Kirchenrecht die Gelegenheit, das Collegium Orientale in Eichstätt zu besuchen, an dessen Schwelle wir vom hiesigen und scheidenden Rektor Oleksandr Petrynko freundlich begrüßt wurden. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto zogen wir durch von zahlreichen Ikonen flankierte Gänge hinauf in Richtung Refektorium, seinerseits großflächiges Zeichen und Zeugnis für die reiche Ikonenkunst und -kultur, in dem zunächst einige allgemeine Informationen biographischer, theologischer und topologischer Natur von Seiten des Rektors erfolgten. So wurde u. a. der Hintergrund und Beweggrund der Existenz des erst seit 1998 bestehenden Collegium Orientale skizziert, das sich v. a. durch seine internationale und interkonfessionelle Facette auszuzeichnen vermag, verbunden mit dem geschärften Bewusstsein für den ökumenischen Dienst für die Einheit der getrennten Kirchen, zu dessen Multiplikatoren die an dieser Stätte wohnenden und wirkenden ostkirchlichen Priester und Priesteramtskandidaten erzogen und ermächtigt werden (sollen). Anschließend konnten wir noch die eine oder andere (Rück-)Frage stellen, ehe wir in der byzantinischen Kapelle mit- und füreinander Vesper feierten, ein sehr bewegendes und erhebendes Erlebnis, das den ostkirchlichen Inhalt und Inbegriff von Liturgie auf besondere Weise zum Vorschein brachte.
Bericht: Thomas Winkler