Agentic AI in der Praxis: Unsere MBA-Studierenden gewinnen Einblicke im Silicon Valley

Wie verändert agentenbasierte künstliche Intelligenz betriebliche Prozesse und Führungsentscheidungen? Mit dieser Frage beschäftigten sich unsere Studierenden des berufsbegleitenden MBA der WFI während ihrer Global Immersion im Silicon Valley. Gemeinsam mit unserem MBA Academic Director Prof. Dr. Shashi Matta und MBA Program Manager Maximilian Bauer besuchten sie acht Weltkonzerne, darunter Meta, Visa und Oracle, und diskutierten aktuelle Entwicklungen mit Führungskräften und Fachleuten vor Ort.

Von generativer zu agentenbasierter KI

Ein Schwerpunkt der Gespräche lag auf Agentic AI. Während generative KI vor allem Inhalte als Antwort auf einzelne Anfragen erzeugt, können KI-Agenten vorgegebene Ziele in Teilschritte zerlegen, digitale Werkzeuge aufrufen und mehrstufige Aufgaben innerhalb festgelegter Zugriffs- und Kontrollgrenzen bearbeiten.

Für Unternehmen entstehen daraus konkrete Führungsfragen. Welche Systeme darf ein KI-Agent nutzen? Welche Entscheidungen benötigen menschliche Freigabe? Wie werden fehlerhafte oder unerwartete Handlungen erkannt? Und wer trägt die Verantwortung für die Ergebnisse? Die Gespräche im Silicon Valley zeigten, dass die Einführung solcher Systeme neben technischem Wissen klare Regeln für Kontrolle, Sicherheit und Verantwortlichkeit verlangt.

Unser MBA-Student Christoph Biedermann, der bei Audi tätig ist, hat bereits zwei eigene KI-Agenten entwickelt. Für ihn liegt ein besonderer Wert des MBA im Austausch zwischen Studierenden aus unterschiedlichen beruflichen und fachlichen Kontexten. Erfahrungen aus Technik, Medizin und Management führen dazu, dass neue Technologien aus mehreren Perspektiven geprüft werden.

Was Unternehmen aus dem Silicon Valley lernen können

Die Reise bot den Studierenden außerdem die Möglichkeit, unterschiedliche Ansätze im Umgang mit neuen Technologien zu vergleichen. Unternehmen im Silicon Valley erproben neue Anwendungen häufig früh und entwickeln sie schrittweise im praktischen Einsatz weiter. Prof. Matta und Maximilian Bauer betonten, dass deutsche Unternehmen diese Vorgehensweisen nicht einfach übernehmen können. Sie können jedoch prüfen, wie sie schnellere Experimente, systematisches Lernen und verantwortungsvolle Kontrolle besser miteinander verbinden.

Die zentrale Erkenntnis der Global Immersion war deshalb keine uneingeschränkte Aufforderung zum Einsatz von KI. Unternehmen benötigen Führungskräfte, die ihre Möglichkeiten verstehen, sinnvolle Anwendungsfelder erkennen und klare Grenzen setzen. Dazu gehören definierte Ziele und Zugriffsrechte, eine kritische Prüfung der Ergebnisse sowie eindeutige Verantwortlichkeiten für KI-gestützte Entscheidungen.

Ein verpflichtender Bestandteil des WFI-MBA

Die Global Immersion ist ein verpflichtender Bestandteil unseres berufsbegleitenden MBA-Programms. Während der einwöchigen Reise erhalten die Studierenden Einblicke in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Entwicklungsphasen. Die kleine, interdisziplinär zusammengesetzte Kohorte ermöglicht intensive Gespräche und die gemeinsame Reflexion darüber, wie sich technologische Entwicklungen auf die eigene berufliche Praxis übertragen lassen.

Auch der Donaukurier berichtete über die Reise und die Erfahrungen der MBA-Studierenden. Mit einem Klick auf das Bild können Sie den gesamten DK-Artikel lesen.

Weitere Infos und Artikel zu diesem Thema

Ausführlicher KU-Bericht zur Global Immersion

Artikel im Donaukurier: Studenten im Silicon Valley

Informationen zum berufsbegleitenden MBA