Das Transformation Summer Camp der KU fand 2025 bereits zum dritten Mal statt. Vom 14. bis 19. September entwickelten Absolventinnen und Absolventen sowie Promovierende eine Woche lang neue Forschungsideen an der Schnittstelle von planetarer Gesundheit, menschlichem Wohlbefinden und Klimaschutz. Die Teilnehmenden reisten aus ganz Deutschland, mehreren europäischen Ländern und weiteren Regionen der Welt an.
Die KU bot fachliche Impulse zu Themen wie nachhaltige Lebens- und Naturräume, Enhancement und Medizinethik, Digitalisierung der Pflege sowie gesunde Regionen. Forschende aus Philosophie, Landschaftsökologie, Volkswirtschaftslehre, Medizingeschichte, Pflege- und Sozialwissenschaften sowie Nachhaltigkeitsforschung arbeiteten ebenso mit wie Vertreterinnen und Vertreter von Kliniken und anderen Hochschulen.
Ziel des Summer Camps ist es, Nachwuchsforschende bei der Entwicklung innovativer, gesellschaftlich relevanter Master- und Promotionsprojekte zu unterstützen. Workshops – etwa zur Gestaltung wissenschaftlicher Poster und zur Methode des Design Thinking – ergänzten das Programm.
Der Klimawandel gilt zunehmend als eine der größten Bedrohungen für die Gesundheit der Menschen sowie für das Wohlergehen unseres Planeten. Gerade die Covid 19-Pandemie hat uns zuletzt besonders drastisch vor Augen geführt, dass eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die an der Schnittstelle von Umwelt und Gesundheit, von besonderer Relevanz und Dringlichkeit ist. Die Themenfelder Umwelt und Gesundheit sind daher in Zukunft deutlich konsequenter als bisher zusammenzudenken.
Die Notwendigkeit einer intakten Umwelt – im Sinne der gesamten Ökosphäre als Grundlage allen Lebens – wird in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit bisher jedoch kaum als Voraussetzung für die Gesundheit und das Wohlergehen des Menschen diskutiert. Zu den großen Herausforderungen im Anthropozän gehört es daher nicht nur, Fragen des Umweltschutzes und der Gesundheitsförderung verstärkt in den Blick zu nehmen, sondern gerade die Interdependenzen dieser sich überlagernden und z.T. wechselseitig verstärkenden Herausforderungen und Krisen konsequenter zu beforschen sowie neue erweiterte und integrierte Verständnisse von Umwelt und Gesundheit zu entwickeln.
Das Transformation Summer Camp 2025 der KU nahm daher ganz bewusst den Zusammenhang von Umwelt und Gesundheit in den Blick. Damit führt die KU das in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich etablierte Konzept fort, im Rahmen ihres Summer Camps genau solche Themen zu adressieren, die an der Schnittstelle der großen Herausforderungen unserer Zeit liegen, die bisher aber noch zu wenig im Fokus der Forschung stehen. Auf diese Weise möchten wir die Entstehung neuer, innovativer Forschungsansätze gezielt befördern und aktiv einen Beitrag zu einer gelingenden gesellschaftlichen Entwicklung leisten.
Im Rahmen des Transformation Summer Camps 2025 rückten wir dabei Konzepte wie Well-being, Resilienz, Care, One Health oder Planetary Health in den Fokus, die vielfach eine mehr-dimensionale, ganzheitliche Sicht sowie ein inter- und transdisziplinäres Verständnis der Bedingungen und Faktoren menschlicher und planetarer Gesundheit entwickeln. Das Camp orientiert sich dabei an der Konzeption einer engagierten, transformativen Wissenschaft, in dem es den wissenschaftlichen Erkenntnisanspruch verknüpft mit der Gestaltung von aktuellen Herausforderungen.