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Herzlich Willkommen an der Professur für Christliche Sozialethik u. Gesellschaftspolitik

Prof. Dr. André Habisch, Ines Burkhardt, Ren Peng, Eva Vosen, Andrea Bartl

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt

Vorlesungsangebot im Wintersemester 2018/2019

V Social Innovation MA-ENTRE-Pflicht, Donnerstag: 12.00-14.00 Uhr, HB 106 ->Bootcamp Social Innovation vom 08.-13.11.2018 in Berlin bei Bayer Cares Foundation (Pflicht)

V Sustainability Entrepreneurship MA, Mittwoch: 10.15-11.45 Uhr, NB 301

Ü Sustainability Entrepreneurship MA; Mittwoch: 12.15-13.45 Uhr, NB 301

S Ethical Aspects of International Business, Dienstag: 09.00-17.00 Uhr: Termine und Räume siehe KU Campus

S Changemaker, Mittwoch: 15.30-17.30 Uhr, NB 107

 

 

Soziale Fiktion wird Realität beim Social Innovation Bootcamp 2018

 

„Let’s create social fiction together“, so eröffnete Thimo V. Schmitt-Lord, Geschäftsführer der BAYER Cares Foundation, das erste Social Innovation Bootcamp, welches die Stiftung gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der KU Eichstätt-Ingolstadt in diesem Jahr ins Leben gerufen hat. 24 Masterstudierende im Modul „Social Innovation 1“ reisten von Donnerstag, den 08. bis Montag, den 13. November 2018 mit Eva Vosen und Prof. Habisch nach Berlin, um vier Tage lang im „BAYER Life Hub“ auf dem ehemaligen Schering-Gelände zu arbeiten - und zu erleben, welchen Beitrag Unternehmerinnen und Unternehmer zur Bearbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten können. Sämtliche Kosten für Anreise, Übernachtung und Lunch-Catering wurden von der Stiftung übernommen.

Das Bootcamp fand im Rahmen des neu konzipierten Masterstudienprogramms „Entrepreneurship and Social Innovation“ statt. Dieses richtet sich vor allem an Masterstudierende, die sich nach ihrem Studium selbstständig machen oder - als sogenannte „Intrapreneurs“ - in etablierten Unternehmen agieren und Innovation vorantreiben möchten. In dem Modul kooperiert die WFI in Ingolstadt erstmals mit den BAYER Stiftungen: Neben theoretischen Konzepten von Social Innovation und Disruptiver Innovation sollten die Studierenden auch technische Innovation im Bereich Healthcare kennenlernen – um die Innovatoren während der folgenden Monate mit ihrer Expertise und Kreativität zu unterstützen. So konnten sie live erfahren, welchen Beitrag technische Innovationen im Kampf gegen Krankheiten und Hunger leisten können, wenn diese professionell umgesetzt werden. Sie wurden dabei von kompetenten Referenten wie Kreativitätstrainern, Pitch-Doktoren, Venture Capitalists, Impact-Investoren, Innovation-Hub Gründern etc. unterstützt.

Die BAYER Cares Foundation (https://www.youtube.com/watch?v=jkbIzmhel-Q) hat in den vergangenen Jahren Formate wie den „Grants4Impact“-Preis (http://www.bayer-foundations.com/en/grants-4-impact.aspx) und den „Aspirin Social Innovation Award“ (http://www.bayer-foundations.com/en/aspirin-social-innovation-award.aspx) entwickelt, um Tech-Innovatoren mit einem speziellen Impact in Entwicklungs- und Schwellenländern zu unterstützen – gemäß ihrem Motto: „If you want to become a start-up billionaire, you have to solve a billion people’s problems“! Kandidaten werden zunächst in einem aufwändigen Pitching-Prozess bei verschiedenen internationalen Innovationsmessen identifiziert und in einem mehrstufigen Auswahlprozess gekürt. Grants4Impacts (G4I) etwa unterstützt fünf Social-Impact-Pioniere im Bereich Gesundheit und Ernährung mit einer Fördersumme von je 150.000 €. Zusätzlich erhalten die Preisträger durch die Bayer Cares Foundation Mentoring, Coaching und Zugang zu einschlägigen Netzwerken, um sie in ihrem Vorhaben nicht nur finanziell, sondern auch mit der nötigen Business-Expertise zu unterstützen. Einen festen Bestandteil dieser Unterstützung bildet die Kooperation mit den KU-Studierenden des Kurses „Social Innovation“. Diese bringen sich in die Zusammenarbeit mit den G4I-Gewinnern mit ihrer Business-Expertise und Kreativität ein und haben im Gegenzug die Möglichkeit dazu, das, was sie in der Vorlesung gelernt haben, auch praktisch anzuwenden - und so aktiv einen Beitrag zur Realisierung von „Social Fiction“ zu leisten.

Im Social Innovation Bootcamp trafen die KU Studierenden erstmals auf „ihre“ G4I-Projektpartner, die ihre Geschäftsidee und Herausforderungen am Auftakt des Camps in siebenminütigen Präsentationen pitchen. Neben der Arbeit an der Projektarbeit mit den G4I-Preisträgern bot das Programm des Social Innovation Bootcamps eine Vielzahl von Vorträgen zu Unternehmertum, zur Berliner Gründerszene, zu Venture Capital sowie zur Arbeit der Bayer Foundations. So gab unter anderem einer der Gründer der Plattform „nebenan.de“ Einblicke in die Arbeit und Herausforderungen bei der Gründung einer sozialen Nachbarschaftsplattform. Marc Buckley, Botschafter der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und Experte im Bereich nachhaltiger Lebensmittelproduktion und Agrarwirtschaft, erklärte in seiner Präsentation, warum viele Maßnahmen zur Erreichung von mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft und im Alltag eigentlich nur ein Verlangsamen der Geschwindigkeit in die falsche Richtung sind: Stattdessen muss ein komplettes Umdenken im Hinblick auf nachhaltige Geschäftsmodelle stattfinden. Im Workshop von Jeremy Dähn, der auch als Coach für die Pitches der G4I-Preisträger und Kandidaten für den Aspirin Sozialpreis agierte, lernten die Studierenden, wie man seine Idee in nur einer Minute erfolgreich darstellt. Der beste studentische Pitch wurde am Ende des Workshops mit einem Preis ausgezeichnet.

Obwohl das Programm des Bootcamps mit vielen Vorträgen, Diskussionen und Workshops gut gefüllt war, konnte die Gruppe auch an einem abwechslungsreichen Abendprogramm teilnehmen: mit einem gemeinsamen Abendessen, einem Comedy-Programm und schließlich dem Eintauchen in die Berliner Start-up-Szene. Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Vorstellung der Finalisten und die Verleihung des Aspirin Sozialpreises, der von Herrn Schmitt-Lord und Prof. Habisch (als Kuratoriums­vorsitzendem der BAYER Cares Foundation) gemeinsam verliehen wurde. So konnten die Studierenden live miterleben, wie Vorstellung und Auswahl von Preisträgern in einem solchen Wettbewerbskontext konkret umgesetzt wird.

Das Social Innovation Bootcamp 2018 in Berlin war für alle Beteiligten eine Premiere; doch die Resonanzen der Studierenden waren durchweg positiv. Die Ingolstädter Gruppe fuhr nach den fünf Tagen voller Inspiration, mit neuen Erkenntnissen und vielen neuen Kontakten wieder zurück nach Ingolstadt, wo die gemeinsame Arbeit für und mit den Projektpartnern in aller Welt nun erst richtig beginnt.

 

 

Seit dem WS 2017/2018 können Studierende des ENTRE-Masters am neuen Kurs „Social Innovation“ teilnehmen. Diese Veranstaltung wird in enger Kooperation mit der Bayer Cares Foundation angeboten. Ziel des Kurses ist es, gemeinsam mit Preisträgern des Grants4Impact-Preises Konzepte und Geschäftsmodelle für soziale Unternehmen zu entwickeln und somit soziale Innovation anhand konkreter Beispiele zu erleben und einen eigenen Beitrag im Bereich Gesundheit und Medizin zu leisten. Dabei arbeiten die Studierenden im engen Austausch mit den Projektpartnern zusammen.

Zum Kennenlernen und gemeinsamen Erarbeiten von Lösungen hat die Bayer Cares Foundation zu einem Social Innovation Bootcamp nach Berlin eingeladen, das im Rahmen der Berlin Science Week stattfindet und zahlreiche Veranstaltungen und Vernetzungsmöglichkeiten bietet. Dieses Bootcamp hat stattgefunden von 08.11-13.11.2018

 http://typo3-edit.ku.de/?file:77710

 Am Ende des Semesters reichen die Teilnehmer des Kurses eine schriftliche Ausarbeitung der Projektarbeit ein, die sie gemeinsam mit ihren Praxispartnern erarbeitet haben. 

wfi auf instagramm: https://www.instagram.com/p/BqPQP8IAGYl/ 

 

 

Rediscovering Practical Wisdom for Management – eine interkulturelle Summer School in Marrakesch

Welche Antworten hat „Praktische Weisheit“ auf die aktuellen Managementherausforderungen? Was können Firmen im 21. Jahrhundert aus den Lehren des Lao-Tse in Bezug auf Nachhaltigkeit lernen? Welche Denkanstöße gibt die Landmystik der Ureinwohner Australiens für die Weiterentwicklung unseres heutigen Systems der Eigentumsrechte? Inwiefern kann das deutsche System der Industrie- und Handelskammer (IHK) als institutionalisierte Weisheit des Unternehmers begriffen werden? Welche Impulse haben Ansätze des islamischen Bankenwesens für die Strukturierung zukünftiger Finanzmärkte zu bieten? Diese und andere Fragen haben Studenten, Forscher und Praktiker aus sieben Ländern im Rahmen der interkulturellen Summer School rund um das Thema „Rediscovering Practical Wisdom for Management“ in Marrakesch, Marokko vom 7. bis 17. Oktober diskutiert. Mit der Unterstützung der Practical Wisdom Society und der Hanns-Seidel-Stiftung lancierte die Professur für Christliche Sozialethik und Gesellschaftspolitik eine internationale Ausschreibung – und 35 Teilnehmer aus Asien, Europa, Afrika und Lateinamerika sowie eine Delegation der Universität Agadir folgten der Einladung nach Marrakesch. Fachvorträge, studentische Präsentationen, Gruppendiskussionen, Case Studies sowie Exkursionen und Firmenbesuche bestimmten das dichte Programm dieser Tage und luden dazu ein, „Praktische Weisheit“ aus religiösen, philosophischen und spirituellen Traditionen wiederzuentdecken – insbesondere in ihrer Rolle als zivilisierende Geschäftspraktiken. Kulturelle und normative Traditionen sollten nicht nur als Ballast einer rückständigen Vergangenheit wahrgenommen werden. Vielmehr können Weisheitstraditionen in Erzählungen, Sprüchen oder Sprichwörtern ein wichtiges „Kulturgut“ der Gesellschaft darstellen: Ein Gut, das zur zivilisatorischen Geschäftspraxis beiträgt und Orientierung im Alltag zukünftiger Geschäftseliten bietet. Thematisch im Mittelpunkt stand zunächst die duale Berufsausbildung in Deutschland sowie die Funktion der Industrie- und Handelskammern als strukturierte Form der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor („institutionalized Wisdom“) – ein Thema, das angesichts der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit in vielen afrikanischen Ländern auf großes Interesse stieß. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten dabei intensiv von der Möglichkeit Gebrauch, unmittelbar mit dem Präsidenten der IHK München zu diskutieren, der als Key-note-Speaker zur Veranstaltung angereist war. Zudem kam eine Diskussion mit dem Geschäftsführer der IHK aus der Machokos-Region (Kenia) zustande, was den Teilnehmern aus erster Hand Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Typen von Institutionen verdeutlichte. Ein weiteres Thema war die Situation von Frauen im marokkanischen Arbeitsmarkt. Zwei Studentinnen aus dem Gastgeberland berichteten aus ihrer jeweiligen Perspektive („moderne Frau“ versus „traditionelle Frau“) über den Status quo – gefolgt von einem Mitarbeiter der Hanns-Seidel-Stiftung, der makroökonomische Kennzahlen zur prekären Situation von Frauen insbesondere im ländlichen Raum vermittelte (z. B. etwa 38 Prozent Analphabetentum), was lebhafte Diskussionen im Plenum auslöste. Im Anschluss daran konnte sich die Summer School beim Besuch einer Frauenkooperative im ländlichen Raum selbst ein Bild von den Arbeits- und Lebensbedingungen in den überwiegend von der Minderheit der Berber, einem lokalen indigenen Volksstamm, besiedelten Dörfern des marokkanischen Südens machen. Im Mittelpunkt vieler Beiträge stand die Wirtschaftsethik des Islams – wie etwa das Leitbild der Gerechtigkeit („Zakat“) im Betrieb, zwischen Tauschpartnern am Markt, aber auch zwischen Wettbewerbern. Trotz des dichten Programms gab es auch genügend Gelegenheit für persönliche interkulturelle Begegnungen. Außerhalb des Seminarraums – beim Kaffee, Mittagessen oder auf gemeinsamen Erkundungstouren durch die Altstadt von Marrakesch – lernten die Teilnehmer einander und die Kulturen der anderen näher kennen. Eines der Highlights war beispielsweise ein Besuch beim Gebet im lokalen Sufi-Heiligtum auf Vermittlung eines führenden islamischen Religionsgelehrten des Landes. An einem anderen Abend agierten die marokkanischen Studenten als Fremdenführer für ihre Kommilitonen und führten sie über den belebten Markt in Marrakesch. Als es Zeit war Abschied zu nehmen, bestand ein großes Interesse daran, miteinander in Kontakt zu bleiben, gemeinsame Austauschprogramme und Gastvorträge zu organisieren, an den angestoßenen Fragestellungen in der Forschung anzuknüpfen und neue Projekte ins Leben zu rufen. Auch die Praxisvertreter signalisierten Zustimmung, Interesse und Kooperationsbereitschaft bei der Suche nach Case Studies und Praxisformen „weisen“ Unternehmertums. Die Hanns-Seidel-Stiftung in Magreb schließlich signalisierte ihr nachhaltiges Interesse an der Thematik sowie die Bereitschaft, auch im nächsten Jahr wieder an der Ausrichtung einer Summer School mitzuwirken.

 

 

 

Don Bosco Mondo: Weltwerkstatt zum 60. Geburtstag von Herrn Dörring am 03.09.2018

DON BOSCO MONDO e.V. ist eine Nichtregierungsorganisation der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Über konfessionelle und weltanschauliche Grenzen hinweg unterstützt der Verein weltweit benachteiligte Kinder und Jugendliche. Durch schulische und berufliche Bildung bekommen sie die Chance, ein eigenständiges Leben in Würde zu führen. Partner vor Ort sind dabei in über 130 Ländern die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern. Auf diesen Seiten lernen Sie die Organisationsstrukturen, Inhalte, Vernetzungen, den Standort, die Kontrollorgane und Partner kennen. Herr Prof. Habisch hat bei dieser Veranstaltung referiert zum Thema: Weltwerkstatt: Berufliche Bildung mit MehrWert: nachhaltig, global, passgenau

Artikel von Laura F. Sasse-Werhahn, Claudius Bachmann und André Habisch im "Journal of Business Ethics"

Journal of Business Ethics

doi.org/10.1007/s10551-018-3994-z

Managing Tensions in Corporate Sustainability Through a Practical Wisdom Lens

Laura F. Sasse‑Werhahn · Claudius Bachmann · André Habisch

Received: 14 November 2017 / Accepted: 5 August 2018 © Springer Nature B.V. 2018

Abstract

Previous research has underlined the significance of practical wisdom pertaining to corporate sustainability (CS). Recent studies, however, have identified managing opposing but interlocked tensions related to environmental, social, and economic aspects as one of the most crucial future challenges in CS. Therefore, we apply the established link between wisdom and sustainability to the pressing topic of managing tensions in CS. We commence with a literature overview of tensions in sustainability management, which manifests our basic work assumption concerning the need for practical wisdom in CS. We then discuss the threefold, mutual interconnectedness between practical wisdom and tension management in CS, which we illustrate in a conceptual model. Thereafter, we develop a set of propositions on how a practical wisdom approach influences CS in practice and how it differs from a business-case approach. In recognition of the conceptual character of our paper, we conclude by outlining potential practical applications and theoretical implications of the model and of the propositions. Limitations and avenues for further research are discussed. Keywords Corporate sustainability · Tension management · Practical wisdom · Sustainable management · Business ethics⋅ Prudence

Summer School in Marrakesch vom 7. bis 17. Oktober 2018

Ingolstadt, 04.09.2018

Vom 7. Oktober bis 17. Oktober 2018 findet in der marokkanischen Stadt Marrakesch erstmals eine interkulturelle Sommerschule mit dem Titel "Reiscovering Practical Wisdom in Management" statt. Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und die National School for Commerce and Management of Marrakesh organisieren die Veranstaltung gemeinsam mit Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) und der Practical Wisdom Society (PWS). Länder im sozioökonomischen Übergang wenden Instrumente der Managementbildung an, die ihren Ursprung in westlichen kulturellen, intellektuellen und sozioökonomischen Hintergründen haben. Folglich spiegeln Fallstudien, Konzepte, Theorien und Narrative meist die Logik der westlichen Ökonomien wider. Dabei vernachlässigt die betriebswirtschaftliche Bildung die Spezifität kultureller Kontexte und des damit verbundenen Geschäftsumfelds, die in den sozialen Werten und ethischen Prinzipien einer Kultur verwurzelt sind. Zukünftige Führungskräfte erkennen daher ihre eigene kulturelle Herkunft und den damit verbundenen Wert für ihre persönliche und berufliche Entwicklung nicht. Vor diesem Hintergrund bereitet sich die Summer School darauf vor, die "Praktische Weisheit" aus religiösen, philosophischen und spirituellen Traditionen wiederzuentdecken - insbesondere in ihrer Rolle als zivilisierende Geschäftspraktiken. Kulturelle und normative Traditionen sollten nicht nur als Ballast einer rückständigen Vergangenheit wahrgenommen werden. Vielmehr können Weisheitstraditionen in Erzählungen, Sprüchen oder Sprichwörtern ein wichtiges "Kulturgut" der Gesellschaft darstellen: ein Gut, das zur zivilisatorischen Geschäftspraxis beiträgt und den Alltag zukünftiger Geschäftseliten orientiert. Die Organisatoren der Summer School - Prof. Dr. André Habisch (Katholische Universität Eichstätt- Ingolstadt & PWS) und Dr. Lobah (HSS) - haben mehrere akademische und nicht-akademische Key-Note-Speaker für die ganze Welt eingeladen, um an der Veranstaltung teilzunehmen und verschiedene Aspekte von "Practical Wisdom" zu präsentieren. Mehr als 20 Studierende aus 7 Nationalitäten und 4 Kontinenten wurden sorgfältig ausgewählt, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen, die das Erlernen von Weisheit aus verschiedenen kulturellen und spirituellen Traditionen durch persönliche Treffen und Austausch fördert. Darüber hinaus werden während des Programms gemeinsame Forschungsinitiativen der Teilnehmer vorgeschlagen und initiiert. Außerdem sind 3 Exkursionen im Programm enthalten. Sie ermöglichen es den Teilnehmern, "weise Praktiker" aus dem lokalen marokkanischen Geschäftskontext zu treffen und den kulturellen und natürlichen Reichtum der Region Marrakesch zu erkunden. Das Intensivprogramm für die Teilnehmer der Sommerschule ermöglicht persönliche und kulturelle Begegnungen, um inspirierende neue Ideen freizusetzen - und möglicherweise alte wiederzubeleben.

 

 

 

Neue Spende an die Professur für Christliche Sozialethik und Gesellschaftspolitik durch die Manfred Roth Stiftung (NORMA)

Ingolstadt, 31.07.2018

Stiftung des NORMA-Gründers fördert Bildung, Soziales, Kultur

Neue Spende an die KU durch Manfred Roth Stiftung (NORMA)

Im Sinne von Manfred Roth setzt die nach ihm benannte Stiftung ihre Arbeit konsequent fort: Seit dem Tode des Fürther Unternehmers und NORMA-Gründers im Jahr 2010 sind bereits eine Vielzahl von Spenden an soziale, kulturelle, bildungsfördernde und wissenschaftliche Einrichtungen ausgeschüttet worden. Aktuell darf sich die Professur für Christliche Sozialethik und Gesellschaftspolitik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt über die zugesagte Spende freuen. Stiftungsleiter Dr. Wilhelm Polster überreichte einen Scheck in Höhe von 10.000,-- Euro an Herrn Univ.-Prof. Dr. André Habisch (mit im Bild: Doktorandin Ines Burkhardt (links) und wissenschaftliche Mitarbeiterin Ren Peng (rechts)).

Finanzielles Engagement dort wo es hilft und für gemeinnützige Zwecke gebraucht wird - für die Manfred Roth Stiftung ist es selbstverständlich, auf zahlreichen Gebieten im öffentlichen Leben und der Gesellschaft aktiv zu sein. Manfred Roth selbst, der NORMA zu einem in Deutschland, Frankreich, Österreich und Tschechien erfolgreichen Unternehmen formte, war auch zeitlebens mit seinem persönlichen Einsatz für gute Ausbildung- und Berufschancen in- und außerhalb seines Unternehmens bekannt.

 

 

Eröffnungsveranstaltung zur Ringvorlesung "Sustainability in China"

Die Professur für Christliche Sozialethik und Gesellschaftspolitik hat in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Ingolstadt eine Ringvorlesung "Sustainability in China" ins Leben gerufen.

Am 16.04.2018 war die Eröffnungsveranstaltung dieser Ringvorlesung.

Im laufenden Semester waren mehrere hochrangige Persönlichkeiten zu Gast bei dieser Ringvorlesung wie z.B. Herr Peter Augsdörfer (THI), Herr Don Li (Xetabyte GMBH), Herr Schleeh (CHina Bayern Center), Herr Tropschuh (AUDI AG), Herr Qiang Zhou (ZD Automotive).

Im kommenden Sommersemester 2019 wird diese Veranstaltung erneut stattfinden.

 

 

 

 

 

 

 

Ethik und künstliche Intelligenz: Prof. Habisch zu Gast beim Kurzfilmfestival "20minmax"

Vom 23. bis 28. April 2018 fand im Audi-Programmkino das internationale Kurzfilmfestival "20minmax" statt. Dabei standen die Filme am Freitagabend ganz im Zeichen der künstlichen Intelligenz, als Vorgeschmack auf den Futurologischen Kongress in Ingolstadt. Neben den Filmemachern des Kurzfilms "Nahe Kepler" war Prof. Habisch eingeladen, im Anschluss an die Filme mit dem Publikum über künstliche Intelligenz und Ethik zu diskutieren. Dabei wurden Fragen aufgeworfen wie "Muss ich eine künstliche Intelligenz mit Respekt behandeln?" oder "Werden Roboter den Menschen auf dem Arbeitsmarkt verdrängen?"

Prof. Habisch wird auch am 15.06.2018 beim Futurologischen Kongress zu Gast sein und die Besucher des Kurzfilm-Specials zum Diskurs über Ethik und künstliche Intelligenz einladen.

Von einem Klassiker lernen: Managementansatz von Peter Drucker

Seminar für Doktoranden vom 31. Januar - 2. Februar 2018 an der HHL Leipzig Graduate School of Management.

Kursbeschreibung: Peter Drucker (1909-2005) zählt zu den einflussreichsten Management-Denkern und wird als Begründer des modernen Managements bezeichnet. Er war der erste, der die Grundprinzipien dessen, was heute als aktuelles Managementwissen gilt, darlegte. Bis heute folgen CEO´s rund um den Globus seinem Beispiel und seine Erkenntnisse sind im Tagesgeschäft nach wie vor beliebt. Selbst im hohen Alter war er unglaublich produktiv. 1977, kurz vor seinem 90. Geburtstag, lobte ihn das Magazin Forbes als "Still the YOUNGEST MIND". Im Mittelpunkt der Reise steht die ausgewählte Grundlagenforschung seiner umfangreichen Werke (38 Bücher): Welche sind seine normativen Ausgangspunkte? Was zeichnet seinen Schreibstil aus? Warum stellt er die Wirtschaftsethik seiner Zeit vehement in Frage?

Prof. Meynhard (HHL) und Prof. Habisch (WFI) haben dieses Seminar gemeinsam konzipiert und durchgeführt. Anbei finden Sie die Kursbewertung.

 

 

 

 

 

Prof. Dr. André Habisch über Digitalisierung in der Balance zwischen Technologie und Ethik beim VI Forum

 

Das vierte Virtual Innovation Forum, das am 21. und 22. September 2017 in der Technischen Hochschule Ingolstadt stattfand, stand ganz im Zeichen der Balance zwischen Ethik und digitalem Fortschritt. An den zwei Veranstaltungstagen diskutierten Vertreter aus Industrie und Wissenschaft über die digitale (R)Evolution und ihre vielfältigen Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen für Mensch, Umwelt, Wirtschaft und Politik, die sie mit sich bringt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion hielt Prof. Habisch einen Impulsvortrag, der das hochkarätig besetzte Podium und Publikum zur Diskussion über Themen wie Innovation, das Verhältnis von Mensch und Maschine sowie die Bedeutung von Ethical Literacy im Zeitalter der Digitalisierung einlud. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von VI-Forum: http://www.vi-forum.de/

28.07.2017

Delegation der Srinakharinwirot Universität besuchte WFI

Zum Ende des Sommersemesters 2017, am 28. Juli, begrüßten Prof. Dr. Habisch und Herr Chitic die Delegation der Srinakharinwirot University of Thailand am WFI Campus in Ingolstadt. Die Delegation wurde von Professor Dr. Somchai Santiwatanakul, Präsident der Srinakharinwirot University, und Dekanen verschiedener Fakultäten geleitet. Der Zweck ihres Besuchs ist die Suche nach einer zukünftigen Zusammenarbeit, z.B. Austauschprogramm, Forschungsprojekt und Doktorandenaustauschprogramm.

Die Srinakharinwirot University ist eine öffentliche Universität im Herzen von Bangkok, Thailand. Seit ihrer Gründung im Jahr 1949 verfügt die Universität als multidisziplinäre Universität über fast 40 Büros mit 18 Fakultäten. Sie pflegt und fördert aktiv internationale Programme durch akademischen Austausch und Kooperationen mit ausländischen Universitäten und Institutionen. 

Lehrauftrag an der KU Partneruniversität Tongji in China im März 2017

Prof. Habisch hielt im Rahmen seines China Aufenthalts einen Workshop an der KU Partneruniversität Tongji mit Kollegen und Promovenden aus dem Bereich der Nachhaltigkeitsforschung. Dabei stand die Vorstellung des neu gegründeten "Competence Centers Sutainability in China" und die Diskussion gemeinsamer Forschungsthemen im Mittelpunkt.