ZLB Halle

Ordnung des Zentrums für Lehrerbildung

vom 01. Juni 2016, geändert durch Fassung der 1. Änderungssatzung gültig ab 01. Juli 2018

§ 1 Rechtsstellung

1Das Zentrum für Lehrerbildung (KU ZLB) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität gemäß § 24 Grundordnung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vom 27. September 2011 in der jeweils gültigen Fassung (Grundordnung) und untersteht der Weisung der Hochschulleitung. 2Der Begriff Lehrerbildung umfasst in dieser Ordnung das Studium [erste Phase], den Vorbereitungsdienst [zweite Phase] und die Fort- und Weiterbildung [dritte Phase].

§ 2 Leitbild

1Das KU ZLB versteht sich als Einrichtung zur Förderung und Sicherung der wissenschaftsgetragenen, kompetenz- und professionsorientierten Lehrerbildung an der KU. 2In der stetigen qualitativen Weiterentwicklung der Lehrerbildung auf der Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in globaler Perspektive und im Blick auf Erfordernisse aus gesellschaftlichen Veränderungen sieht die KU insgesamt ein wichtiges Feld ihres profilspezifischen, werteorientierten Bildungsauftrages, der durch das christliche Menschenbild geprägt ist. 3Das KU ZLB unterstützt, kommuniziert und koordiniert die strukturelle, curriculare, fachbezogene, fachdidaktische und erziehungswissenschaftliche Entwicklung der Lehrerbildung an der Universität. 4Es sorgt für notwendige Abstimmungen zwischen den an der Lehrerbildung beteiligten Einrichtungen der Universität und bündelt den Austausch und die Weitergabe von themenbezogenen Informationen zwischen den die Lehrerbildung tragenden Fakultäten und sonstigen Einrichtungen der Universität. 5Es initiiert, fördert und gestaltet den Transfer einschlägiger Forschungsergebnissein den Feldern Schule, Unterricht [Didaktik] und Lehrerbildung. 6Durch engen Austausch mit den Fachdidaktiken und Fachwissenschaften der KU, mit bayerischen, deutschen und internationalen Universitäten sowie durch die Zusammenarbeit mit staatlichen Schulen, katholischen und evangelischen Schulen in freier Trägerschaft und Schulaufsicht wirkt das KU ZLB verantwortlich mit, die hohe Qualität der Lehrerbildung an der KU sicherzustellen. 7Das KU ZLB vertritt die Belange der Lehrerbildung an der KU innerhalb der Universität und nach außen, z.B. durch Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit.

§ 3 Ziele und Aufgaben

(1) Das KU ZLB verfolgt schwerpunktmäßig folgende Ziele:

  1. Förderung der Qualität der Lehrerausbildung, Lehrerfort- und -weiterbildung,
  2. Stärkung der Professionsorientierung der Lehramtsstudierenden,
  3. Ausbildung eines eigenständigen Profils des Lehramtsstudiums,
  4. Verdeutlichung des Stellenwerts der Lehrerbildung an der Universität,
  5. Förderung einer wissenschaftlich fundierten universitätsinternen sowie öffentlichen Diskussion über Lehrerbildung.

 

(2) 1In Zusammenarbeit mit den an der Lehrerbildung beteiligten Fakultäten nimmt das KU ZLB folgende Aufgaben wahr. 2In den Bereichen:

1. Studium und Lehre, z.B.

a) Koordination der Angebote in den Lehramtsstudiengängen und Unterstützung der die Lehrerbildung tragenden Fakultäten und sonstigen Einrichtungen bei der Durchführung und Verbesserung der Lehre, insbesondere in der praktischen Studienorganisation, im Qualitätsmanagement sowie bei der fakultätsübergreifenden Kommunikation,

b) Information über Praktika aller Lehramtsstudiengänge im In- und Ausland, Zusammenarbeit mit Praktikumsämtern,

c) Unterstützung der Evaluation der Lehramtsstudiengänge,

d) Unterstützung der Weiterentwicklung der Lehramtsstudiengänge und Förderung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Lehrerbildung,

e) Durchführung von Begrüßungs-, Orientierungs- und Verabschiedungsveranstaltungen für Lehramtsstudierende,

f) Vernetzung der Lehramtsstudiengänge mit dem weiteren Studienangebot der KU.

2. Koordination und Vernetzung, z.B.

a) Förderung der Zusammenarbeit der mit Lehrerbildung an der KU befassten Personen und Einrichtungen (z.B. Fakultäten, Studiendekane und Studiendekaninnen, Studienberater bzw. Studienberaterinnen und Studiengangsprecher bzw. Studiengangsprecherinnen, Prüfungsausschuss, Verwaltung),

b) Förderung fakultätsübergreifender und interdisziplinärer Initiativen der Lehrerbildung,

c) Förderung des inneruniversitären Wissenstransfers zwischen den in der Lehrerbildung tätigen Personen (Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Erziehungswissenschaften) und Einrichtungen,

d) Zusammenarbeit mit staatlichen Schulen, Schulen in freier Trägerschaft, insbesondere mit katholischen Schulen, und mit externen Praktikumsämtern,

e) Internationalisierung der Lehrerbildung.

3. Phasenübergreifende Lehrerbildung, z.B.

a) Initiierung und Koordination von Lehreraus- und Lehrerfortbildungen,

b) Entwicklung und Koordinierung von Weiterbildungsformaten,

c) Intensivierung der phasenübergreifenden Kooperation zwischen 1., 2. und 3. Phase der Lehrerbildung,

d) Unterstützung der phasenübergreifenden Abstimmung der Ausbildungsinhalte, -ziele und -methoden,

e) Initiierung interdisziplinärer auf Schule und Unterricht sowie Lehrerbil-dung ausgerichteter Evaluationsmaßnahmen.

4. Forschungstransfer, z.B.

a) Initiierung, Förderung und Gestaltung des Transfers von Schul- und Unterrichtsforschung im universitären, nationalen und internationalen Kontext unter besonderer Berücksichtigung von Aspekten der Werteorientierung und -vermittlung in Bildungs- und Erziehungsprozessen,

b) Unterstützung bei der Einwerbung von Drittmitteln,

c) Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der internationalen Mobilität von Doktoranden bzw. Doktorandinnen und Habilitanden bzw. Habilitandinnen,

d) Organisation von Vortragsreihen zum Forschungstransfer sowie Mitwirkung an dessen Vermittlung innerhalb der KU und über sie hinaus.

§ 4 Beirat

(1) 1Der Beirat des KU ZLB besteht aus folgenden Mitgliedern:

1. Vizepräsident/in für Studium und Lehre,

2. Studiengangsprecher/in für das Lehramtsstudium an der KU (Lehramtsstudiengänge Grundschule, Mittelschule, Realschule, Gymnasium sowie Teilstudiengänge Profil Lehramtsgeeigneter Bachelorstudiengang im Interdisiplinären Bachelorstudiengang der KU und Profil Lehramtsgeeigneter Masterstudiengang im Interdisziplinären Masterstudiengang der KU) gemäß § 6 Abs. 3 Satz 2 Allgemeine Prüfungsordnung (APO) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vom 26. November 2014 in der jeweils gül-tigen Fassung,

3. Fachsprecher/innen gemäß § 5 Abs. 2 Prüfungsordnung für die Modulprüfungen im Rahmen der Ersten Prüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Modulprüfungsordnung), § 8 Abs. 2 Prüfungsordnung für den Interdisziplinären Bachelorstudiengang der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und § 8 Abs. 2 Prüfungsordnung für den Interdisziplinären Masterstudiengang der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, jeweils in der gültigen Fassung:

a) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Anglistik,

b) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Beratungslehramt,

c) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang DiDaZ,

d) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang EWS/Praktika,

e) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Geographie,

f) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Germanistik,

g )Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Geschichte,

h) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Griechisch,

i) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Grundschuldidaktik,

j) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Katholische Theologie,

k) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Kunstpädagogik,

l) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Latein,

m) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Mathematik,

n) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Mittelschuldidaktik,

o) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Musik,

p) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Psychologie,

q) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Romanistik,

r) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Sozialkunde,

s) Fachsprecher/in für den Teilstudiengang Wirtschaftswissenschaften,

4. Leiter oder Leiterin des Praktikumsamtes,

5. ein  Mitglied der Fachhochschulfakultäten mit lehramtsbezogener Expertise, das von den beiden Fachhochschulfakultäten der KU gemeinsam entsandt wird,

6. zwei Studierende, die vom Studentischen Konvent entsandt werden.

2Auf Antrag können weitere KU-Mitglieder in den Beirat aufgenommen werden, wenn ein fachlicher Bezug zu den Zielen und Aufgaben des KU ZLB dies nahelegt und die Personen von der Hochschulleitung bestellt werden. 3Die Mitgliedschaft beginnt mit der Bestellung und endet mit dem Ausscheiden aus der KU oder auf Antrag an die Hochschulleitung durch Niederlegung der Mitgliedschaft.

(2) 1Der Beirat

  1. wählt den Vorsitzenden oder die Vorsitzende der Leitung sowie dessenoder deren Stellvertretung,
  2. tritt auf Einladung des oder der Vorsitzenden der Leitung mindestenseinmal im Semester zusammen,
  3. nimmt jährlich den Tätigkeitsbericht der Leitung entgegen und gibt eine Stellungnahme dazu ab,
  4. unterstützt die leitbildorientierte Weiterentwicklung der KU-Lehrerbildung,
  5. trägt Sorge für eine innere Kohärenz des Lehramts- und lehramtsbezogenen Studienangebots an der KU.

2Alle Beiratsmitglieder sind stimmberechtigt; soweit zwischen Funktionen Personenidentität besteht, hat die betreffende Person die entsprechenden Stimmrechte. 3Der Beirat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß geladen und mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind. 4Stimmrechtsübertragung auf andere Mitglieder des Beirats sind zulässig.

(3) 1Der Beirat kann zu seiner Unterstützung Ausschüsse einrichten, die solangebestehen, bis der Beirat ihre Auflösung beschließt. 2Der oder die Ausschussvorsitzende soll Mitglied des Beirats sein und den Beirat regelmäßig über die Arbeit des Ausschusses unterrichten. 3Die jeweilige Besetzung des Ausschusses wird durch Beschluss des Beiratsfestgelegt.

§ 5 Leitung

(1) Die Leitung des KU ZLB wird durch ein Kollegialorgan wahrgenommen, dem drei Mitglieder angehören:

  1. der oder die Vorsitzende der Leitung des KU ZLB,
  2. seine oder ihre Stellvertretung und
  3. der oder die Vorsitzende des interfakultären Prüfungsausschusses kraft Amtes.

(2) 1Der oder die Vorsitzende muss zur Gruppe der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen nach Art. 2 Abs. 3 Satz 1 Gesetz über die Rechtsverhältnisse der Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen sowie des weiteren wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an den Hochschulen (BayHSchPG) in der jeweils geltenden Fassung gehören. 2Seine oder ihre Stellvertretung soll der Gruppe der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen angehören, soweit nicht bereits der oder die Vorsitzende oder der oder die Prüfungsausschussvorsitzende dieser Gruppe angehört. 3Die Mitglieder der Leitung müssen vor der Wahl nicht Mitglied des Beirats des KU ZLB sein.

(3) 1Der Beirat wählt den oder die Vorsitzende der Leitung des KU ZLB sowie des-sen oder deren Stellvertretung auf Vorschlag der Hochschulleitung. 2Die Wahl ist nach den Wahlgrundsätzen des § 1 Wahlordnung (Anlage 1 der Grundordnung) durchzuführen; wahlberechtigte Mitglieder des Wahlgremiums sind alle, die zum Zeitpunkt des Versands der Einladung zur Wahlsitzung Beiratsmitglieder sind. 3Der oder die Vorsitzende und seine oder ihre Stellvertretung werden nach der Wahl vom Präsidium gemäß § 11 Abs. 2 Satz 2 Nr. 11 Grundordnung bestellt; die Amtszeit beginnt mit der Bestellung. 4Die Amtszeit des oder der Vorsitzenden und seiner oder ihrer Stellvertretung beträgt vier Jahre. 5Bei vorzeitigem Ausscheiden wird ein neuer Vorsitzender/eine neue Vorsitzende oder eine neue Stellvertretung gewählt. 6Nach Ablauf der Amtszeit bleiben die Mitglieder der Leitung solange im Amt, bis neue Leitungsmitglieder bestellt wurden.

(4) 1Die Leitung entscheidet über alle grundsätzlichen Angelegenheiten des KU ZLB in Wahrnehmung der Aufgaben gem. § 3 Abs. 2; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des oder der Vorsitzenden den Ausschlag. 2Die Leitung stellt zu Beginn ihrer Amtszeit ihre Ziele dem Beirat vor. 3Die Leitung erstellt jährlich einen Haushaltsvoranschlag und entscheidet über die Verwendung der dem KU ZLB zugewiesenen Mittel. 4Sie legt jährlich dem Beirat einen Tätigkeitsbericht vor. 5Der Tätigkeitsbericht wird zusammen mit der Stellungnahme des Beirats zum Tätigkeitsbericht und Haushaltsvoranschlag der Hochschulleitung vorgelegt.

(5) 1Der oder die Vorsitzende vertritt das KU ZLB nach innen und außen und führt mit Unterstützung durch die Geschäftsführung die laufenden Geschäfte des KU ZLB. 2Der oder die Vorsitzende lädt zu den Sitzungen der Leitung und des Beirats ein, leitet diese und vollzieht die Beschlüsse. 3Der oder die Vorsitzende ist unmittelbarer Vorgesetzter oder unmittelbare Vorgesetzte der dem KU ZLB zugewiesenen Beschäftigten. 4Die Besetzung der Mitarbeiterstellen am KU ZLB erfolgt durch die Hochschulleitung im Einvernehmen mit dem oder der Vorsitzenden.

(6) Die Leitung kann ein Forum einrichten, das der Vernetzung mit relevanten externen Kooperationspartnern dient; die Leitung kann darüber hinaus nach Bedarf Experten und Expertinnen zur Bearbeitung spezifischer Aufgabenstellungen hinzuziehen.

§ 6 Geschäftsführung

1Ein Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin unterstützt die Leitung des KU ZLB bei der Führung der laufenden Geschäfte und der Erfüllung der Aufgaben des KU ZLB. 2Er oder sie wird dem Vorsitzenden oder der Vorsitzenden der Leitung unterstellt. 3Die Geschäftsführung nimmt beratend an den Sitzungen der Leitung teil.

§ 7 Inkrafttreten

1Diese Ordnung tritt am 1. Juni 2016 in Kraft. 2Gleichzeitig tritt die Ordnung für das Lehrerbildungszentrum (LBZ) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vom 23. Juli 2013 außer Kraft.

Hier geht es zur Gesamtausgabe der Ordnung.