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Forschung

Forschungsschwerpunkt 2023: Xenoglossophobie
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Die Professur nimmt einen aktuellen, dennoch noch wenig vertieft erforschten Bereich des Fremdsprachenlernens auch aus bildungspsychologischer und neurowissenschaftlicher Perspektive in den Blick – Xenoglossophobie, die Angst vor der fremden Sprache. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem von zwei Teilgebieten der Xenoglossophobie, genauer der „Angst vor der zu erwartenden fremdsprachlichen Kommunikationssituation“. Das Ziel der Studien ist es aufzuzeigen, welche Folgen und Konsequenzen der gewählte Aspekt von Xenoglossophobie für davon erwachsene Betroffene nach der schulischen Ausbildung hat, welche Faktoren und Prädikatoren zum Befund dieser speziellen Phobie führen, und welche Präventions-, Interventions- und Therapiemöglichkeiten zur Veränderung eine solchen Angstzustandes möglich sind.

Zum Forschungsgebiet können Themen für Qualifikations- und Abschlussarbeiten vergeben werden.

Evidenzbasierte Forschungslinie

LLE (Language Learning Ecosystem) ist ein evidenzbasierter, holistischer Forschungsansatz der Professur, um Erkenntnisse in die tägliche Unterrichtspraxis zu transferieren. Den Forschungskontext bilden dabei alle Beteiligten: Lokale, regionale, internationale und globale Forschungspartner, Lehrkräfte, Eltern, Bildungsinstitutionen und Rechtspersonen - sowie die Kinder und Jugendlichen bzw. Erwachsenen als Sprachenlernende selbst.

Das Erkenntnisstreben der Professur ist ausgerichtet auf das Verstehen der mentalen und neuronalen Prozesse beim Sprachenlernen, das sich aktuell geradezu revolutionär verändert und in Zukunft sprachliche Bildung in ganz neuem Licht erscheinen lassen wird. Es gilt, die natürliche Neugier und den menschlichen Drang, Sprachen zu lernen, in Grundlagenforschungen aufzudecken. Durch die Kombination der Ergebnisse und Erkenntnisse von interdisziplinären und interkulturellen Ansätzen steht die Professur national mit an der Spitze grundlegender Entdeckungen. Dabei helfen Eyetracking-, EEG- sowie fMRT/MEG-Bildgebungsgeräte, die die mentale Aktivität beim Spracherwerb abbilden, um beispielsweise zu beweisen, dass das Gehirn von Anfang an alles andere als leer ist. Durch die Kombination dieser modernsten radiologischen Technologien wird es zukünftig möglich sein, die Richtlinien für das Erlernen von Sprachen sowohl im Vorschulalter als auch in der Schule und danch zu gestalten, indem sie den Einfluss der Biologie auf die Sprachentwicklung verständlich machen.

Bild LEAR
LEAR Lab ©

Das LEARLab fokussiert eine interdisziplinäre Spracherwerbsforschung sowie den didaktischen Transfer von relevanten Erkenntnissen auf Spracherziehungstheorien und den Sprachunterricht. Neueste Erkenntnisse der Hirnforschung für Sprache sollen für das institutionelle Sprachenlernen in KiTas, Kindergärten, Schulen, Universität, Berufsausbildung und Firmen umgehend nutzbar gemacht werden.

Einsprachigkeit, Bilingualität, Multi- und Plurilingualismus sind die Hauptforschungsfelder des Labs. Die Interdisziplinarität des Labs spiegelt sich in der Integration neuester empirischer, psycho-linguistischer, kognitions- und entwicklungspsychologischer, soziologischer und neurowissenschaftlicher Forschungsansätze und -methoden wider, die die Suche nach spracherwerblichen und sprachdidaktischen Erkenntnissen im ganzheitlichen Kontext sicherstellen. 

Das LEARLab arbeitet kollaborativ, kooperativ und partizipativ: KUEI-Partner aller Bezugswissenschaften, Internationale Partner (Lab-Verbünde), Studierende und Qualifikanden (BA, MA, Docs & Post-docs), sowie GastforscherInnen werden eingeladen, sich an den Forschungsprojekten des Lab zu beteiligen oder eigene dort zu entwickeln. Durch die Zusammenarbeit mit dem LEARLab lernen die Kooperationspartner die neuesten Erkenntnisse der sprachenrelevanten Hirnforschung kennen und haben die Möglichkeit, innovative und zukunftsorientierte Sprachausbildung anzubieten.

© Professur für Didaktik der englischen Sprache und Literatur - Eichstätt 2023