Prof. Dr. Rudolf Kilian Weigand

ist Direktor und Leiter der Forschungsstelle für geistliche Literatur des Mittelalters.

Vita

  • geboren: 12. August 1955 in Gerolzhofen als viertes von sechs Kindern des Polizeibeamten Otto Weigand und seiner Ehefrau Juliane Weigand, geb. Eger

Schulbildung:

  • 1961 - 1966: Volksschule Gerolzhofen
  • 1966 - 1973: Riemenschneider-Gymnasium Würzburg (Kl. 5 - 11)
  • 1973 - 1975: Wirsberg-Gymnasium Würzburg (Kl. 12 und 13)
  • 1975: Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur)

Wehrdienst:

  • 1975 - 1977: Soldat auf Zeit (2 Jahre) bei der Bundeswehr, Ausbildung zum Reserveoffizier 

Studium/Wissenschaftlicher Werdegang:

  • 1977 - 1982: Fächer Deutsch, Geschichte, Erdkunde und Recht an der Universität Würzburg
  • 1983:  Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien in Bayern in den Fächern Deutsch, Geschichte und Erdkunde
  • 1983 - 1987:  Germanistik und Geschichte an der Kath. Universität Eichstätt
  • 1987:  Promotion zum Dr. phil. an der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät (SLF) der Kath. Universität Eichstätt
  • 1994:  Habilitation (Dr. phil. habil.) im Fach „Deutsche Philologie - Ältere deutsche Literaturwissenschaft” an der SLF der Kath. Universität Eichstätt

Berufliche Tätigkeit:

  • 1.12.1983 - 30.6.1984: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Meister Eckhart” der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Prof. Steer)
  • 1.7.1984 - 30.06.1988: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ältere deutsche Literaturwissenschaft (Mediävistik) der Kath. Universität Eichstätt
  • 1.7.1988 - 31.12.1988: Akademischer Rat a. Z. am Lehrstuhl für Ältere deutsche Literaturwissenschaft (Mediävistik) der Kath. Universität Eichstätt
  • 1.1.1989 - 30.06.1989: Wissenschaftlicher Angestellter beim Sonderforschungsbereich 226 Würzburg-Eichstätt „Wissensvermittelnde und wissensorganisierende Literatur im Mittelalter” (Teilprojekt 2)
  • 1.7.1989 - 31.12.1994: Wissenschaftlicher Assistent (C 1) am Lehrstuhl für Ältere deutsche Literaturwissenschaft (Mediävistik) der Kath. Universität Eichstätt
  • 1.1.1995 - 31.12.1998: Oberassistent (C 2) am Lehrstuhl für Ältere deutsche Literaturwissenschaft (Mediävistik) der Kath. Universität Eichstätt
  • 30.03.1995: Ernennung zum Privatdozenten (Lehrbefugnis für Deutsche Philologie - Ältere deutsche Literaturwissenschaft)
  • 02.05.1997: Bestellung zum Prüfer für die Staatsprüfungen nach LPO I im Fach Deutsch durch das Bayer. Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst
  • 1.1.1999 - 31.10.1999: Wiss. Angestellter bei der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt (KUEI)
  • 1.11.1999 - 31.3.2002: Vertretung des Lehrstuhls für Ältere deutsche Literaturwissenschaft (C 4) an der KUEI
  • 2001-2014:  Geschäftsführer der "Forschungsstelle für geistliche Literatur des Mittelalters” (FGLM) an der KUEI
  • 01.10.2001:  Ernennung zum „Außerplanmäßigen Professor”
  • 2003-2017:  Vorsitzender der zentralen Prüfungskommission für Magister-Artium-Abschlüsse an der KUEI
  • 2007-2016:  Stellvertreter des örtlichen Prüfungsleiters für Abschlussprüfungen nach der bayr. Lehramtsprüfungsordnung (LPO I) an der KUEI 
  • seit Okt. 2010: Vorsitzender des ständigen Promotionsausschusses der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät an der KUEI
  • seit 1.4.2015: Direktor und Leiter der „Forschungsstelle für Geistliche Literatur des Mittelalters“ (FGLM) an der KUEI

Forschungsschwerpunkte

  • Enzyklopädien des Mittelalters (Vinzenz von Beauvais Speculum maius‹; Thomas von Cantimprè ›Liber de naturis rerum‹)
  • Überlieferung und Struktur literarischer Großformen (›Renner‹ des Hugo von Trimberg, Malogranatum)
  • Überlieferung und Realitätsbezug hochmittelalterlicher Lyrik (Walther von der Vogelweide, Otto von Botenlouben, Süßkind von Trimberg)
  • Lebenswelt des Rittertums, insbesondere der Überschneidungsbereich von Recht und Literatur im Mittelalter (v.a. am Beispiel Hartmanns von Aue und des ›Nibelungenliedes‹)
  • Mittelalterliche Predigt, v.a. Predigt als Massenmedium 
  • Intensive Beschäftigung mit der Lexikographie des Mittelhochdeutschen 
  • Erfahrung in der Organisation und Durchführung wissenschaftlicher Ausstellungen (Friedrich Wilhelm von Steuben in Berlin, Bonn, Stuttgart und Würzburg 1980, Washington D.C. 1981; Die ‚Rechtssumme’ Bruder Bertholds in Eichstätt 1988; „Mittelalterliche Predigt als Massenmedium - In Eichstätt und andernorts.“ Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt (17. Juni - 6. August 2004)

Gutachtertätigkeiten

  • Mehrfach Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Förderfonds Wissenschaften in Österreich (FWF), Forschungsgemein­schaft Flandern - FWO (Belgien), regelmäßig Gutachter für ANVUR/VQR (Italien)
  • Gutachter für Alexander von Humboldt Stiftung, Fritz Thyssen Stiftung, Volkswagenstiftung, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Ständiger Promotionsausschuss der SLF (Vorsitzender)

Mitgliedschaft in Organisationen

  • Meister-Eckhart-Gesellschaft (Vorstandsmitglied / Schatzmeister)
  • Rückert-Gesellschaft (stv. Vorsitzender)
  • Wolfram-von-Eschenbach-Gesellschaft
  • Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaften
  • Wahlmitglied der Gesellschaft für Fränkische Geschichte

Publikationen

Wichtigste Publikationen:

  • Thomas von Cantimpré, ›Liber de naturis rerum‹: Kritische Ausgabe der Redaktion III (Thomas III) eines Anonymus.  Hgg. von Benedikt Konrad Vollmann (†), Janine  Déus und Rudolf Kilian Weigand;  Wiesbaden: Reichert, 2017 (Wissensliteratur im Mittelalter; 54.1).
  • (Mit Tobias Benzinger) Sprösslinge aus dem Wurzelwerk der Mystik: Zur frühneuzeitlichen Verbreitung der Tauler- und Eckhartpredigten im Druck. In: Quero-Sánchez, Andrés (Hg.): Mystik und Idealismus : eine Lichtung des deutschen Waldes. Leiden: Brill, 2019, S. 57-118.  (Studies in Mysticism, Idealism, and Phenomenology ; 1)
  • Lehrer und Schuster: Johannes Taulers Weg zur Tugend. In: Löser, Freimut (Hrsg.): Religiöse Individualisierung in der Mystik : Eckhart - Tauler - Seuse.  Stuttgart: Kohlhammer, 2014, S. 117-143.  (Meister-Eckhart-Jahrbuch; 8)
  • Der ›Renner‹ des Hugo von Trimberg. Überlieferung, Quellenabhängigkeit und Struktur einer spätmittelalterlichen Lehrdichtung. Wiesbaden 2000 (Wissensliteratur im Mittelalter; 35) (zugl. Bd. I der gleichnamigen Eichstätter Habilitationsschrift v. J. 1994).
  • Vinzenz von Beauvais. Scholastische Universalchronistik als Quelle volkssprachiger Geschichtsschreibung. Hildesheim/Zürich/New York: Olms, 1991 (Germanistische Texte und Studien; 36) (zugl. Diss. Eichstätt 1987).

 

Eine Auswahl aus den Publikationen von Professor Dr. Rudolf Kilian Weigand können Sie hier einsehen.

Kontakt

Rudolf K. Weigand
Apl. Prof. Dr. Rudolf K. Weigand
Direktor und Leiter der Forschungsstelle für geistliche Literatur des Mittelalters
Sprechstunde
Mittwoch, 11-12 Uhr nach Voranmeldung per email über rudolf.weigand@ku.de