Die KUmödianten proben bereits fleißig für ihre Aufführungen im Februar 2026.
Zu sehen gibt es diesmal “Das Haus in Montevideo” - eine Komödie von Curt Goetz.
Donnerstag, 26.Februar 2026, 19 Uhr
Freitag, 27. Februar 2026, 19 Uhr
Samstag, 28. Februar 2026, 19 Uhr
In der Aula der KU (Campus Eichstätt)
Der untadelige Professor Traugott Hermann Nägler lebt mit seiner Frau Marianne und seinen zwölf Kindern in einer spießbürgerlichen Kleinstadtidylle. Der integre Professor erzieht seine Kinder nach strengen moralischen Grundsätzen und mit durchgreifender Disziplin.
Als die älteste Tochter Atlanta von Näglers kürzlich verstorbener Schwester Josefine ein Haus in Montevideo erbt, ist der Professor zunächst gar nicht erbaut – nachdem seine Schwester mit 17 Jahren ein uneheliches Kind bekommen hatte, wurde sie von Nägler als das schwarze Schaf der Familie gebrandmarkt und verstoßen, woraufhin sie nach Uruguay auswanderte. Gemeinsam mit Pastor Riesling, einem Freund der Familie, gelingt es Atlanta, ihren Vater zur Reise nach Montevideo zu überreden, damit sie die Erbschaft antreten kann. Begleitet werden sie von den guten Wünschen der Stadtväter, die Nägler angesichts des zu erwartenden Geldregens bereits als Wohltäter der Stadt ausgerufen haben, in der Hoffnung auf beträchtliche Spenden für Kirche und Behörden.
Als der Professor mit seiner Tochter und dem Pastor in Montevideo ankommt, geraten seine Moralvorstellungen vollends ins Wanken – das Haus der Toten, das von Signora Carmen del la Rocco geführt wird, ist so scheint es ein Bordell! Josefines Notar eröffnet Nägler, dass mit der Erbschaft auch ein Betrag von etwa 900.000 Mark verbunden ist. Doch an die Erbschaft ist eine Bedingung gebunden: In Näglers Familie muss sich innerhalb einer bestimmten Frist die gleiche moralische Entgleisung ereignen, für die er einst über seine Schwester den Stab gebrochen hatte, nämlich ein uneheliches Kind. Angesichts des hohen Geldbetrags geraten Näglers moralische Grundsätze sehr ins Wanken. Soll er die Tugend seiner ältesten Tochter opfern? Immerhin wird Atlanta von Herbert Kraft umworben, der ihnen heimlich nach Montevideo gefolgt ist. Nägler ist hin und hergerissen……
Curt Goetz (1888-1960) war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller und Schauspieler.
Nach seiner Reifeprüfung nahm er Schauspielunterricht und gab 1907 sein Bühnendebüt am Stadttheater Rostock. 1923 heiratete er in Berlin Valérie von Martens und gründete mit ihr 1927 ein eigenes Ensemble und ging mit seinen Stücken auf Tournee. 1939 zog es ihn nach Hollywood, um „Filmemachen“ zu studieren. Vom Zweiten Weltkrieg überrascht, blieb Curt Goetz mit seiner Ehefrau in den USA. Später in Kalifornien arbeitete er seinen Einakter "Die tote Tante" in das Stück "Das Haus in Montevideo" um, welches er erfolgreich 1945 mit Valérie von Martens am Playhouse Theatre am Broadway präsentierte. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wohnte das Ehepaar ab 1946 wieder in der Schweiz. 1951 kam sein Stück "Das Haus in Montevideo" mit großem Erfolg in die Kinos. Sein Talent, Dialoge und Situationen mit jener Leichtigkeit darzustellen, die amerikanischen Screwball-Komödien eigen ist, nutzte er auch hier. Ab Ende der 1950er-Jahre zog sich Goetz zunehmend zurück. Er starb im Jahr 1960.
Die "KUmödianten" sind eine Gruppe von etwa 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen der Universität, Studierenden, Ehemaligen sowie Freundinnen und Freunden der KU, die sich mit großem Engagement zum gemeinsamen Theaterspielen zusammengefunden haben.
Die Gruppe existiert seit dem Sommer 2017 und hat bereits mit viel Erfolg und großer Zuschauerbeteiligung vier abendfüllende Produktionen (2018 "Der Tag, an dem der Papst gekidnapped wurde" von Joao Bethen-court; 2019 "Quote sucht Frau" von Petra Helm; 2023 "Gerüchte, Gerüchte" von Neil Simon; 2024 „Rettet Elektra“ von Peter Schottke) sowie im Corona-Jahr 2021 vier kleine digitale Theaterszenen als Beitrag des KU-Adventskalenders und im Mai 2022 eine szenische Lesung nach Erich Kästners "Konferenz der Tiere" öffentlich in Eichstätt aufgeführt.
Besetzung
Professor Dr. Traugott Hermann Nägler OSFS Stefan Weig
Marianne, seine Frau Nicola Alberter
Atlanta Sylvia Schmager
Pastor Riesling Philipp Thomas
Martha, die Hausangestellte Astrid Mögn
Herbert Kraft Leon Gaube
Der Herr Bürgermeister Jonathan Theis
Madame de la Rocco Isabel Rack
Belinda Sophia Schwarzmann
Ricardo Cortez, Anwalt Montevideo Leon Gaube
Briefträger Jonathan Theis
Regie
Philipp Thomas
Simone Rieger
und die Kumödianten
Plakat
Susanna Endres
Wir danken….
…der Katholsichen Universität Eichstätt-Ingolstadt, die unsere Begeisterung für das Theaterspielen teilt und unterstützt!
…ganz besonders der Abteilung Facility Management, allen Hausmeistern und dem Sicherheitspersonal, die uns tatkräftig und unkompliziert unterstützt haben!
…dem Bereich Musikpädagogik und den dortigen künstlerischen Gruppen, die uns freundlicherweise so oft wie möglich die Aula für unsere zusätzlichen Proben überlassen haben!
…den helfenden Händen hinter der Bühne, an der Garderobe und beim Getränkeverkauf!
…allen Kolleg:innen und Kommiliton:innen, unseren Familien und Freunden für ihr Kommen, und, dass sie uns mit viel Geduld insbeonsere in den heißen Phasen der Probenzeit unterstützt haben!
…Ihnen allen für Ihr Kommen und Ihre Begeisterung!
Hier kann jeder mitmachen – ob man auf der Bühne stehen, Kostüme schneidern, beim Schminken helfen, Bühnenbild bauen oder sich der Licht- oder Tontechnik annehmen möchte. Die KUmödianten treffen sich in der Regel an einem Abend in der Woche; in der heißen Phase vor den Aufführungen können natürlich weitere Probentermine dazukommen.