Wie gelingt Schule in ihrer ganzen Vielfalt? Und wie können Lehrkräfte die Vision einer inklusiven Schule nicht nur verstehen, sondern auch im Schulalltag lebendig umsetzen? Diese Fragen stehen im Zentrum unserer Tagung „Inklusive Schule (er)leben“ – einer inspirierenden Veranstaltung des Zentrums für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZLB) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Ob in einer spannenden Keynote, praxisnahen Workshops oder im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen – hier erleben Sie inklusive Bildung nicht nur als pädagogisches Konzept, sondern als gelebte Praxis. Gemeinsam reflektieren wir inklusionsbezogene Kompetenzen, entdecken neue Perspektiven für heterogene Lerngruppen und stärken die professionelle Haltung für den inklusiven Schulalltag.
Diese Tagung richtet sich an Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, Referendar/-innen und alle Interessierten, die Schule als einen Ort des Lernens, des Miteinanders und des Aufblühens für alle gestalten möchten.
Zum Projekt Bas!s erfahren Sie hier mehr.
13:30-14:00 Uhr Ankommen, Anmeldung der Lehrkräfte, Einschreibung in die Workshops (Vor der Aula)
Begrüßung durch Dr. Petra Hiebl (Leitung, KU ZLB), Franziska Herzner (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, KU ZLB)
14:00-14:10 Uhr Grußworte: Prof. Dr. Klaus Meier (Vizepräsident für Studium und Lehre, KU) , Stefan Eckart (StMUK) (Aula)
14:10-15:30 Uhr Keynote Prof. Ulrike Lichtinger (Aula) “Schule als Ort des Aufblühens – inklusiv gedacht, positiv gelebt”
15:30-16:00 Uhr Kaffeepause (Foyer Aula) und Zeit zum Wechsel in die Workshops
16:00-17:30 Uhr Workshop-Phase (KAP 018 und KAP 209, KGE 005, KGE 006 und KGE 007)
17:30 Uhr Ende der Veranstaltung
Referentin: Prof. Dr. Ulrike Lichtinger (Internationale Hochschule)
Veranstaltungsraum: Aula
“Schule als Ort des Aufblühens – inklusiv gedacht, positiv gelebt” ist mehr als ein Leitsatz – es ist eine pädagogische Vision, die auf den Prinzipien der Positiven Bildung fußt.
Es wird aufgezeigt, wie eine Schule, die inklusiv gedacht und positiv gelebt wird, das Aufblühen aller Beteiligten ermöglicht. Der Ansatz der Positiven Bildung überträgt dabei die Erkenntnisse der Positiven Psychologie – insbesondere das PERMA-Modell – in die schulische Praxis und schafft einen Rahmen, in dem Vielfalt als Ressource und Wohlbefinden als Fundament für Lernen und Entwicklung begriffen wird.
So wird die Schule zu einem Ort, an dem positive Emotionen, tragfähige Beziehungen, Sinn, Engagement und erlebte Kompetenz für alle gefördert werden – unabhängig von individuellen Unterschieden. Abschließend wird betont, dass eine solch inklusiv und positiv gestaltete Schule nicht nur Lernleistungen stärkt, sondern auch langfristig zur psychischen Gesundheit, zur demokratischen Teilhabe und zum nachhaltigen Bildungserfolg aller Lernenden beiträgt.
Referentin: Dr. Maximiliane Schumm, KU Eichstätt-Ingolstadt
Veranstaltungsraum: KAP 209
Die Lernumgebung als dritter Pädagoge: Wie können Outdoor-Lernumgebung als chancenreichen Raum für inklusives Lernen dienen?
Wir betrachten die theoretischen Grundlagen des Outdoor-Lernens: Welche spezifischen Potentiale bietet die Natur für die kognitive, soziale und motorische Entwicklung in heterogenen Gruppen? Welche Herausforderungen gehen mit dem Outdoor-Lernen einher und wie kann man ihnen begegnen?
Referentin: Anne Westphal, Sonderpädagogin / MSD Autismus
Veranstaltungsraum: KAP 018
Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die in unterschiedlichen Formen und Ausprägungen auftritt. Da Autismus ein Spektrum ist, hat jede betroffene Person einzigartige Stärken und Herausforderungen. Für eine erfolgreiche Beschulung von Schülerinnen und Schülern aus dem AutismusSpektrum sind Wissen und Verständnis unerlässlich. In der Veranstaltung „Autismus-Spektrum-Störung in der Schule“ erhalten Sie Informationen zu diesem Thema. Sie erfahren, wie es ist, mit dieser Diagnose zu leben, und erhalten konkrete Beispiele dafür, wie sich die Störung im Alltag zeigt. Darüber hinaus erhalten Sie Tipps und Tricks für den Umgang mit betroffenen Personen.
Referentin: Christina Breitenhuber, Realschullehrerin, Beratungsrektorin
Veranstaltungsraum: KGE 007
Die Keynote zeigt, warum Positive Bildung eine inklusive Schule bereichern kann – dieser Workshop lädt dazu ein, PERMA im Unterricht konkret auszuprobieren. Auf Grundlage des PERMA-Modells werden konkrete Unterrichtsideen vorgestellt, mit denen Lehrkräfte positive Beziehungen fördern, individuelle Stärken sichtbar machen und Lernfreude in heterogenen Lerngruppen stärken können. Im Fokus stehen einfache, alltagstaugliche Methoden, die Engagement, Sinn und Kompetenzerleben bei allen Lernenden unterstützen – unabhängig von Voraussetzungen oder Förderbedarfen. Neben vielen direkt einsetzbaren Impulsen für den Unterricht bietet der Workshop auch Anregungen zur Selbstfürsorge und professionellen Haltung von Lehrkräften. PERMA.teach zeigt, wie inklusiver Unterricht nicht nur wirksam, sondern auch entlastend und stärkend gestaltet werden kann.
Referentin: Lena Henninger
Veranstaltungsraum: KGE 006
Lernleitern stellen sowohl in ihrer Konzeption als auch durch ihre visualisierte Lernstruktur eine wirkungsvolle Unterrichtsform zur Förderung von Selbststeuerung, Motivation und individueller Kompetenzentwicklung bei Schülerinnen und Schülern dar.
Der Workshop zeigt, wie Lernleitern im gemeinsamen Unterricht bei gleichzeitiger Sicherung hoher fachlicher Qualität abwechslungsreiches, individuelles Lernen in Klassengemeinschaften ermöglichen kann und damit einen Weg, Unterricht inklusiver zu gestalten und verschiedenen Voraussetzungen und Lernzugängen in heterogenen Gruppen gerechter zu werden.
Referierende: Anja Schorr, KU ZLB und Alexander Steindl, KU ZLB
Veranstaltungsraum: KGE 005
Künstliche Intelligenz bietet neue Möglichkeiten, inklusiven Unterricht alltagstauglich umzusetzen. In diesem Workshop lernen Sie, wie KI-Tools bei der Erstellung individualisierter Lernmaterialien und der sprachlichen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden können. Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele und einfacher Übungen wird gezeigt, wie KI sinnvoll und verantwortungsbewusst in den Unterricht integriert werden kann.
Lehrkräfte melden sich bitte über FIBS zur Tagung an: fibs.alp.dillingen.de/lehrgangssuche;
Studienseminare, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter, Referendarinnen und Referendare sowie sonstige Interessierte melden sich bitte per E-Mail an: workshop-zlb(at)ku.de
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 85072 Eichstätt
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Anreise mit dem Auto
Eichstätt erreicht man aus Richtung Nordwesten und von Ingolstadt über die B 13. Wer über die A 9 aus Richtung Nürnberg kommt, verlässt die Autobahn an der Anschlussstelle “Altmühltal” und fährt von dort in rund 20 Minuten über die Jurahochstraße (E 21) nach Eichstätt. Aus Richtung München verlässt man die A 9 an der Anschlussstelle “Lenting” und folgt der Ausschilderung.
Anreise mit der Bahn
Eichstätt liegt in der Mitte zwischen Nürnberg und München an der Bahnstrecke Treuchtlingen – Ingolstadt. Den Haltepunkt “Eichstätt Bahnhof” verbindet ein Triebwagen mit der fünf Kilometer entfernt gelegenen Endstation “Eichstätt Stadt”. Bitte lösen Sie eine Fahrkarte nach “Eichstätt Stadt”. Von dort gehen Sie zu Fuß in etwa 10 Minuten zur Universität (Richtung Innenstadt).
Der Eichstätter Stadtbahnhof ist barrierefrei. Leider ist jedoch der Umsteigebahnhof Eichstätt Bahnhof nicht entsprechend ausgebaut. Für Personen, die keine Treppen gehen können, gibt es daher folgende Möglichkeiten:
Franziska Herzner, wissenschaftliche Mitarbeiterin (Abgeordnete Lehrkraft) am Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (KU ZLB) für das Projekt BAS!S 2.0 Inklusive Kompetenzen im Lehramtsstudium
Dr. Petra Hiebl, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Leiterin des Zentrums für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (KU ZLB)