Pflegewissenschaft (berufsbegleitend)

Abschluss
Bachelor of Science
Voraussetzung
Fachhochschulreife
oder Allg. Hochschulreife; Berufsausbildung in der Pflege (Details unten im Text)
Zulassungsbeschränkung
Nein
Auswahlverfahren
Ja
Einschreibezeitraum WS
16.08. - 24.09.
Studienort
Eichstätt
Studienbeginn
Wintersemester
Regelstudienzeit
7 Semester
Semesterbeitrag
56,00 Euro
Teilzeitstudium möglich
Nein
zu den Infos für Studierende

► vorbehaltlich der staatlichen Anerkennung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

Kurzbeschreibung

Moderne Pflege versteht sich als eine ganzheitliche, personenbezogene Dienstleistung. Ihr verantwortungsvolle Aufgabe ist es, die Selbstständigkeit von Kranken und Pflegebedürftigen zu erhalten, soweit möglich wiederherzustellen oder zu einem befriedigenden Umgang mit den Auswirkungen und Beeinträchtigungen von Krankheit oder Behinderung zu befähigen. Praktizierende Pflegepersonen treffen täglich auf zunehmend komplexe Herausforderungen in der unmittelbaren Tätigkeit mit Pflegebedürftigen, Patienten, Bewohnern und Angehörigen.

Deutlich wird: Das Berufsfeld Pflege wird immer anspruchsvoller. Gleichzeitig ist der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegepersonen immens. Genau hier setzt der Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft an. Der Studiengang richtet sich an Personen, die gerne weiterhin in der direkten Pflege im stationären, teilstationären und ambulanten Setting arbeiten und zugleich ihr Wissen für Handlungsoptionen erweitern möchten. Er wird daher berufsbegleitend angeboten. Das bedeutet konkret: Anwesenheitstage wechseln sich mit Onlineveranstaltungen ab, pro Monat besuchen Sie an durchschnittlich 4 Tagen den Campus der Universität in Eichstätt. Ihre Ausbildung wird mit 70 ECTS-Punkten anerkannt. Die restlichen 140 ECTS-Punkte werden auf sieben Semester gestreckt. Damit reduziert sich die Studienlast und Sie können Beruf und Studium vereinbaren.

Das Studium im Detail

Inhalt

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© privat Fachtagung am Welttag der Kranken 2019

Dieses Studienprogramm zielt insbesondere auf die Weiterentwicklung der pflegerischen Praxis in Krankenhäusern, Altenheimen, der häuslichen Pflege und weiteren Handlungsfeldern der Pflege ab.

Als praktizierende Pflegende lernen Sie, Probleme aus ihrem direkten Versorgungsumfeld als praxisrelevante Fragestellungen in das Studium einzubringen, zu theoretisieren und deren pflegewissenschaftliche und pflegepraktische Relevanz herauszuarbeiten und wissenschaftlich untermauert darzulegen. Indem Sie ihre praktischen beruflichen Erfahrungen systematisch, d.h.  unter Einbezug wissenschaftlicher Erkenntnisse und Forschungsergebnissen reflektieren, schärfen Sie ihre kritische Analysefähigkeit. Sie lernen pflegerisch relevante Entscheidungen neu zu interpretieren, indem Sie eigenes pflegerisches oder therapeutisches Handeln auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnis reflektieren. Sie lernen die zur Verfügung stehenden Versorgungsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Beweislage zu prüfen. Sie erweitern dadurch Ihr Wissen sowie Ihre berufliche Entscheidungskompetenz und Anerkennung, zudem beeinflussen Sie Ihre berufliche Haltung.

Der Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft widmet sich in besonderer Weise dem wahrgenommenen Gegensatz von Theorie und Praxis. Gesetzmäßigkeiten, die aus einer in der Pflegepraxis begründeten beruflichen Sozialisation und Logik entstehen, werden im Vergleich mit wissenschaftlich begründeten und evidenzbasierten Denk- und Handlungsmodellen diskutiert. Durch die fortschreitende Alterung der Gesellschaft, die Zunahme chronischer Krankheiten und zuletzt auch die Corona-Pandemie steigen die Ansprüche an pflegerische Leistungen. Die Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse und evidzenbasierte Forschung für die eigenen Versorgungsentscheidungen in der alltäglichen Pflegepraxis nutzbar zu machen, wird damit immer wertvoller. Das Pflegewissenschaft-Studium an der KU bietet Ihnen genau diese Möglichkeit zur wissenschaftlich fundierten Qualifikation.

Das Studienprogramm beschäftigt sich mit verschiedensten Aspekten der Themen Pflege und Gesundheit. Die KU greift dabei auf wechselnde Lehrformate zurück: Übungen, Kolloquien, Fallbesprechungen, Journal Clubs oder auch Exkursionen stellen den Transfer des Gelernten anhand von Praxisbeispielen sicher. Unter dem Punkt Aufbau finden Sie den konkreten Aufbau des Studiums. Ein besonderer Mehrwert des FH-Studiums an der KU ist die Vernetzung mit vielen anderen Fakultäten der Universität und damit der Zugriff auf ein vielfältiges Lehrangebot sowie dem Austausch mit Studierenden verschiedenster Disziplinen.

Voraussetzung

Voraussetzung für die Immatrikulation ist eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in, Altenpfleger/-in oder ein Abschluss als Pflegefachfrau/-mann nach dem Pflegeberufegesetz. Gleichwertige ausländische Pflegeausbildungen werden - ggf. kombiniert mit dem Nachweis hinreichend deutscher Sprachkenntnisse (Niveau C1) - ebenfalls für die Zulassung anerkannt.

Ihre Ausbildungsleistung wird im Umfang von 70 ECTS-Punkten anerkannt.

Sie benötigen für die Zulassung zudem eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder alternativ eine zweijährige Fachweiterbildung entsprechend der DKG (Deutsche Krankenhausgesellschaft). Wenn Sie nicht über die formale Qualifikation für ein Hochschulstudium verfügen, haben Sie die Möglichkeit, zunächst auf Probe zu studieren. Die Zulassung für ein Probestudium erhalten Sie mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung nach Ausbildungsabschluss (beruflich qualifiziert) und einem verpflichtenden Beratungsgespräch an der KU. Das Probestudium ist erfolgreich, sobald Sie im Zeitraum der ersten vier Studiensemester 50 Prozent der erforderlichen Leistungspunkte erreicht haben. Dann können Sie ihr Studium weiterführen und erfolgreich abschließen.

Aufbau

Das Studienprogramm ist in zwei Abschnitte unterteilt. Das Grundlagenstudium vom ersten bis zum dritten Semester nimmt wissenschaftstheoretische und methodische Grundlagen in den Fokus und führt in das Studienprogramm ein. Ab dem 4. Studiensemester führen Sie die Studieninhalte systematisch an die Grundlagen der Methoden für einen Theorie-Praxis-Transfer heran.

Semester 1

Im ersten Semester stehen die Einführung in das Studium und der Erwerb von grundlegendem Wissen und Kompetenzen im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Theorien und Modelle erwerben Sie vertieftes Wissen über die theoretischen Grundlagen pflegerischen Handelns. Sie befassen sich außerdem mit der nationalen und internationalen Entwicklung der Pflegewissenschaft. Historische, gesundheitspolitische und ökonomische Einflüsse auf die Entwicklung der Pflege sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Pflege- und Sozialsystem in Deutschland werden kritisch beleuchtet. Sie beschäftigen sich auch mit den Qualitätskriterien und Ansprüchen an wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben und erproben diese wissenschaftsbezogenen Kompetenzen in ersten Schreibprojekten.

Semester 2-3

Die Veranstaltungen im zweiten und dritten Semester haben überwiegend Übungscharakter und befassen sich mit theoriegeleiteten Forschungsfragen und deren Stärken und Schwächen für die Bearbeitung praxisrelevanter Problemstellungen. Sie lernen den Umgang mit Werkzeugen und Methoden und reduzieren damit verbundene Unsicherheiten in der Anwendung.

Im zweiten Semester erhalten Sie eine Einführung in die Methoden der empirischen Sozialforschung, konkret der beschreibenden und der schließenden Statistik sowie der qualitativen Forschung, einschließlich jeweiliger Methoden und Verfahren der Datenerhebung und –analyse. In der Pflegewissenschaft stehen sich beide wissenschaftstheoretische Positionen als Wege der Erkenntnis gegenüber. Entsprechend vertiefen Sie in den folgenden Semestern Ihre Methodenkompetenz in Praxismodulen sowohl zu quantitativer als auch zu qualitativer Pflegeforschung.

Im Modul „Ethik und Anthropologie Pflege” beschäftigen Sie sich mit den ethischen Belangen in komplexen Pflege- und Versorgungssituationen. Ethisch begründete Dilemmata begleiten und prägen pflegeberufliche Handlungsentscheidungen im Alltag. Unter Berücksichtigung grundlegender ethischer Prinzipien auf der Fall- und Systemebene lernen Sie, berufsrelevante ethische Standards, Leitlinien und Handlungsanleitungen unter Berücksichtigung der Komplexität des Einzelfalls zu analysieren, zu argumentieren und in Praxissituationen einzubringen. 

Im Modul „Einführung in Pflege- und Versorgungsforschung” befassen Sie sich mit pflegerisch relevanten Forschungsschwerpunkten und der Verbesserung von Strukturen und Prozessen in der Gesundheitsversorgung. Begleitend dazu werden Sie in die Literaturrecherche eingeführt. Die Fähigkeit, sich wissenschaftliche Veröffentlichungen themenbezogen zugänglich zu machen, ist entscheidend für evidenzbasiertes Handeln und Entscheiden.

Semester 4

Der Studienteil ab dem 4. Semester stellt den Bezug zur Pflegepraxis her. Sie lernen, die Grundlagen aus den ersten drei Semestern anzuwenden, und reflektieren berufliche Entscheidungen anhand erlebter Praxissituationen vor dem Hintergrund analysierter Daten und Forschungsergebnisse.

Die Studieninhalte im 4. Semester selbst befassen sich inhaltlich mit der Pflegerischen Diagnostik und Bedarfseinschätzung, der Transformation wissenschaftlicher Ergebnisse in die Pflegepraxis, mit Schulungen und Beratung sowie deren pädagogischen und didaktischen Grundlagen.

Semester 5

Pflegerisches Diagnostizieren als Erkenntnisprozess und die Bedarfseinschätzung sind zentrale Themen des 5. Semesters. Zudem nehmen Aspekte einer sektorenübergreifenden und interprofessionellen Versorgung unter der Berücksichtigung kultursensibler Betrachtungsweisen breiten Raum ein. Dem wichtigen Themenbereich Digitalisierung und Technisierung in der Pflege widmet sich ebenfalls ein Modul.

Hinzu kommen Inhalte zum Thema Beratung und Bildung, im Sinne von Informationsbereitstellungen, Schulungen und Anleitungen durch Pflegepersonen. Sie als Studierende werden befähigt, Beratungs-, Schulungs- , Anleitungskonzepte und Lernangebote  bedarfsgerecht unter Berücksichtigung persönlicher Lehr-Lernprozesse zu erstellen und anzuwenden. Diese Inhalte bereiten ferner auf die Qualifizierung als Praxisanleitung entsprechend den Richtlinien der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) vor.

Semester 6

Die Module „Grundlagen von Wissenstransfer und Praxisforschung” und „Organisations- und Praxisentwicklung in pflegerischen Settings” führen Sie in die Implementierungs- und Evaluationsforschung sowie das Projektmanagement ein.

Transformation bedeutet die Einführung und Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis, und verfolgt das Ziel, die Pflege(versorgungs)qualität zu verbessern. Als Mittel und Wege gelten berufliche Leitlinien, Standards und Konzepte oder auch die Methode der Aktionsforschung. Die Folgen und Veränderungen daraus für die Organisation der Pflege können anhand der Implementierung der Expertenstandards des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) verdeutlicht werden.

Semester 7

Zentraler Inhalt des 7. Semester und Voraussetzung für den Erhalt des akademischen Grades eines Bachelor of Science (B.Sc.) in Pflegewissenschaft ist die Bachelorarbeit. Sie entwickeln und bearbeiten darin eigenständig eine selbst gewählte Themenstellung aus einem Fachgebiet mit Bezug zur Pflegewissenschaft. Die Bearbeitungszeit beträgt fünf Monate.

Modulplan

Ausstattung

Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft ist ein Studienangebot der Fakultät für Soziale Arbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und steht unter der Verantwortung der Fakultät. Studierende können alle Einrichtungen und Unterstützungsangebote nutzen, welche die Universität für Studierende vorhält - dazu zählen u.a. die Bibliothek, das Rechenzentrum, das Sport- und das Sprachenzentrum.

Sitz der Fakultät für Soziale Arbeit: das ehemalige Kapuzinerkloster
Teilbibliothek Aula
Teilbibliothek Aula: Hier finden sich Fachliteratur und ruhige Arbeitsplätze
Kapuzinergarten
Ort zum Durchatmen: Kapuzinergarten

Rankings und Bewertungen

Auszeichnung_Studycheck_2021

Die Studierenden und Alumni der KU haben sie im Jahr 2021 zur beliebtesten Universität Deutschlands im Ranking des Online-Portals StudyCheck gekürt. Grundlage für das Ranking waren über 40.000 Bewertungen für mehr als 500 Hochschulen und Universitäten. 98 Prozent jener Studierenden, die am Ranking teilnahmen, empfehlen ein Studium an der KU weiter.

„Es gibt für eine Universität doch kein besseres Lob, wenn fast 100 Prozent der Studierenden und Alumni sagen: Ein Studium an der KU kann ich nur empfehlen! Darum freut uns diese Auszeichnung sehr, weil sie die hohe Zufriedenheit unserer Studierenden ausdrückt“, so KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien.

Mehr Ranking Ergebnisse

Praxis

Zeitgleich zum Studium gehen Studierende einer beruflichen Tätigkeit nach, der Bezug zum Berufsfeld besteht. Zusätzliche Praktika finden keine statt. Ab dem 4. Studiensemester wird der Praxisbezug inhaltlich hergestellt, indem Studierende Versorgungsaspekte und Anliegen aus ihrem Praxisalltag in das Studium einbringen, problematisieren und theoretisieren. Auf diesem Wege erlernen Studierende, das eigene pflegerische Handeln auf Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu reflektieren und sich sowohl mit theoretischem als auch praktischem Wissen auseinanderzusetzen. Sie eignen sich Kompetenzen an, Versorgungsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Evidenzbasierung kritisch zu prüfen, forschungsgestützte Problemlösungen, neue Technologien und innovative Lösungsansätze in das berufliche Handeln übertragen.

Karrieremöglichkeiten und Berufsfelder

Die möglichen Arbeitsbereiche als „studierte“ Pflegeperson sind zukunftssicher und vielfältig. Arbeitsfelder entstehen in stationären, teilstationären und ambulanten Versorgungsbereichen sowie an Fach- und Hochschulen.

Als Pflegeexpert/-in übernehmen Sie erweiterte Aufgaben in der direkten Versorgung Betroffener und in der Projekt-, Prozess- und Qualitätsentwicklung. Sie schulen, beraten und begleiten Betroffene und deren Familien. Sie leiten Pflege- und Betreuungspersonal oder Kolleg/-innen gemeinsam mit den Aus- und Weiterbildungseinrichtungen gezielt an. Sie können auch eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen: Als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in an Hochschulen oder Einrichtungen im Gesundheitswesen wirken Sie an Projekten der Pflegeforschung mit oder befassen sich mit wissenschaftlicher Lehre.

Impressionen der Bachelor-Abschlussfeiern der letzten Jahre

Alumni berichten

Carolin, Abschluss 2019
Carolin, Abschluss in Eichstätt 2019

„Den Bachelorstudiengang Pflegwissenschaft habe ich in Eichstätt 2019 abgeschlossen, bis zum 6.Semester ausbildungsintegriert und im Anschluss berufsbegleitend. Neben dem Studium habe ich meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin erworben. Mit meinem erfolgreichen Bachelorabschluss war es mir möglich als Pflegedienstleitung in der stationären Langzeitpflege zu arbeiten. Inzwischen bin ich in einem Pflegestützpunkt tätig und führe vielfältige Beratungen. Ich unterstütze Betroffene und Pflegebedürftige in allgemeinen Fragen zur Pflegebedürftigkeit bzw. bei speziellen Fragestellung, beispielsweise zu ambulanten oder stationären Versorgungssystemen oder gebe Ratschläge zur Pflege von Angehörigen mit bestimmten Symptomatiken. Während des Studiums wurden wir inhaltlich und auch mit Übungen auf Beratungen vorbereitet. Das kommt mir jetzt zugute und hilft mir mit Beratungsanlässen im beruflichen Alltag sicherer umzugehen und Hilfesuchende besser unterstützen zu können. Inzwischen studiere ich wieder, diesmal an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar. Ich möchte mich gerne mit einem Masterprogramm in Pflegewissenschaft beruflich weiterentwickeln.

Der Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft in Eichstätt eröffnet mir neue und vielfältige Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Pflegelandschaft. Das Studium half mir, komplexe Problemlagen, die im beruflichen Alltag entstehen besser zu verstehen, und Phänomene kritischer zu betrachten und zu diskutieren. Meinen persönlichen Horizont konnte ich erweitern und auch mein Verständnis was pflegen noch bedeutet. Ich habe mich sehr gut in Eichstätt aufgehoben und beraten gefühlt. Durch die kleinen Studiengruppen war ein intensiver und reger Austausch mit den Dozierenden möglich. Das Studium bietet interessante Inhalte, um sich sowohl persönlich, als auch beruflich weiterzuentwickeln. Daher erachte ich es als wichtig, dass sich die Pflege in Deutschland weiter akademisiert und professionalisiert. Hierzu liefert das Studium in Eichstätt einen essentiellen Beitrag.“

Stimmen zum Studium

Carmen Jung
© privat

Carmen Jung, Gesundheits- und Krankenschwester, Studentin der Pflegewissenschaft

„Neben meiner Tätigkeit als Praxisanleitung in der praktischen Ausbildung an der Klinik studiere ich berufsbegleitend Pflegewissenschaft. Durch das Studium erweitert sich das eigene Blickfeld und die praktische Arbeit wird bereichert.

Nach längerer Erfahrung in der Pflege auf einer gynäkologischen und geburtshilflichen Station und als Stillberaterin IBCLC habe ich weitere berufliche Herausforderungen gesucht. Die Praxisanleitung war ein erster Schritt, aber mit den neuen Aufgaben und der Arbeit an der Umstrukturierung der Ausbildung zur Pflegefachfrau/Pflegefachmann wurde immer klarer, dass größere Zusammenhänge in den Blick genommen werden müssen. Das Studium in Eichstätt ist deshalb so gut geeignet, weil es auf eine Weiterentwicklung in der praktischen Pflege setzt und nicht zwingend auf eine Umorientierung wie Studiengänge in Pflegemanagement oder Pflegepädagogik. Durch das Studium der Pflegewissenschaft wird eine breite Basis gelegt und man kann sich in verschiedene Richtungen weiterentwickeln. Den starken Bezug zur praktischen Pflege empfinde ich als großen Vorteil, denn gerade dort in der Versorgungssituation sind Weiterentwicklungen nötig und die Arbeit macht durch die vielfältigen Anregungen wieder mehr Freude. Im Studium kann man stets seine eigenen Erfahrungen einbringen und eigene berufliche Themen wissenschaftlich bearbeiten. Der Austausch mit den MitstudentInnen führt zu einem abwechslungsreichen Blickwinkel in den Lehrveranstaltungen. Man entwickelt sich persönlich weiter und das Verständnis für die eigene Professionalität wird erhöht. Seit dem Studium weiß ich, dass wir Pflegenden die Weiterentwicklung des Berufes und der Versorgung selbst in die Hand nehmen müssen, da wir den patienten- und qualitätsorientierten Blick und das nötige Wissen und Know How haben.“

Isabell Young
© privat

Isabell Young, Gesundheits- und Krankenschwester, Studentin der Pflegewissenschaft

„Ich habe mich für den Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft an der Universität Eichstätt-Ingolstadt entschieden, weil es mir internationale Einsatzmöglichkeiten für mein Berufsleben bietet. Ich studiere seit 2015 und schließe aktuell mit meiner Bachelorarbeit ab. Das Studium, 11 Semester in Teilzeit und berufsbegleitend, ermöglichte mir nebenbei als Gesundheits-und Krankenpflegerin zu arbeiten. Im Studium lernte ich vor Allem das wissenschaftliche Arbeiten. Das bietet mir in meinem beruflichen Alltag ein besseres Verständnis von Zahlen, Daten, Fakten und befähigt mich das, was ich entscheide und tue anders als zuvor zu reflektieren und zu bewerten. Diese Fähigkeit ist gefragt und öffnet mir für meine berufliche Zukunft Türen, nicht nur im Krankenhaus. Da ich Familie in Australien habe, kann ich mir auch vorstellen zukünftig dort auf dem Land zu arbeiten. Das ist Dank der internationalen Anerkennung des Bachelors grundsätzlich möglich, ohne noch einmal die gesamte dortige Ausbildung nachholen zu müssen. In Australien findet die Ausbildung generell an der Universität statt. In Australien bringt die Gesellschaft der beruflichen Pflege eine andere Wertschätzung entgegen als bei uns. Das spiegelt sich auch in der nicht einheitlich geregelten Vergütung akademisierter Pflegender in Deutschland wieder. Zeit dies zu ändern und qualitative professionelle Pflege auch hier wert zu schätzen.“

Die KU

Sommerresidenz Luftbild

Der Campus

Kurze Wege ersparen Studierenden an der KU viel Zeit und Stress. Nach dem Prinzip einer Campus-Universität sind die modern ausgestatteten Gebäude der KU in Eichstätt direkt an der Altstadt gelegen. Zwar ist die Universität inzwischen gewachsen und hat sich weiter ausgebreitet, doch die Wege bleiben kurz: In höchstens zehn Minuten Spaziergang sind "Eichstätter Distanzen" problemlos zu Fuß zu überbrücken. Auf dem Campus finden sich grüne Oasen wie der Hofgarten, die perfekt für etwas Entspannung geeignet sind. Der Garten des Kapuzinerklosters wird sogar von studentischen Initiativen betreut. Die ebenfalls auf dem Campus angesiedelte Mensa mit Sonnenterasse und Cafeteria lässt bei der Versorgung kaum Wünsche offen.

Studierende vor der Zentralbibliothek

Das Besondere

An der KU wird mehr als nur Fachwissen vermittelt. Gemeinsam blicken wir über den Tellerrand des eigenen Studiengangs und übernehmen Verantwortung. Themen wie Persönlichkeitsbildung, Nachhaltigkeit, soziale Kompetenzen und soziales Engagement stehen im Fokus.

Die KU bietet Lernen in persönlicher Atmosphäre, ein interdisziplinäres Lehrangebot, eine ausgezeichnete Betreuung und Unterstützung durch zahlreiche Serviceangebote, eine hervorragend ausgestattete Bibliothek, ein großes Angebot an sportlichen Freizeitaktivitäten sowie ein weltweites Netz von rund 300 Partnerhochschulen. Planen Sie Ihr Auslandssemester zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen des International Office oder nutzen Sie das Angebot der Karriereberatung für Ihren Weg ins Berufsleben.

Der Studienort

Ortsschild Eichstätt
Universitätsstadt Eichstätt
Willibaldsburg
Willibaldsburg
Bootsfahrer auf der Altmühl
Kanufahrt auf der Altmühl
Biergarten
Feiern im Biergarten

Eichstätt und der Naturpark Altmühltal sind nicht nur für Kulturinteressierte und Naturliebhaber ein beliebtes Reiseziel, denn auch Fahrradurlauber, Kletterer, Kanuten und Fossiliensammler und viele mehr kommen hier voll auf ihre Kosten. Als Kleinstadt zwischen München und Nürnberg bietet Eichstätt eine barocke Kulisse mit südländischem Flair - kombiniert mit moderner und vielfach prämierter Architektur und zahlreichen Kultur- und Freizeitangeboten. 

Der barocke Park im Herzen des Campus und die angrenzende Altmühlaue sind das "grüne Wohnzimmer" der KU. Ebenfalls ein großes Plus: alle universitären Einrichtungen liegen in Eichstätt nur wenige Gehminuten von einander entfernt.

Mehr über den Studienort Eichstätt

Beratungsangebote

Allgemeine Studierendenberatung

Die Studierendenberatung der KU steht allen Studieninteressierten für ihre Fragen offen. Sie unterstützt bei der Suche nach dem richtigen Studiengang und gibt Tipps rund um Bewerbung, Zulassung und Einschreibung.

Marie-Anne Kohll M.A.
Marie-Anne Kohll M.A.
Beratung von Studieninteressierten, Ansprechpartnerin für Schulen, Studierendenberatung
Gebäude Marktplatz 7  |  Raum: MP7-005

Fachstudienberatung

Wenn Sie Detailfragen zu genau diesem Studiengang haben, z. B. zu Studienaufbau und Berufsmöglichkeiten, wenden Sie sich gerne direkt an die Fachstudienberatung.

Monika Hohdorf
Monika Hohdorf M. Sc.
Lehrkraft für besondere Aufgaben Pflegewissenschaften
Gebäude Kapuzinerkloster  |  Raum: KAP-110

Einschreibung

Dieser Studiengang ist zulassungsfrei, eine Bewerbung ist nicht erforderlich. Die Einschreibung erfolgt über das zentrale Einschreibeportal der KU. Bitte beachten Sie, dass eine Registrierung im Portal jederzeit möglich ist, die Einschreibung selbst allerdings nur innerhalb des Einschreibezeitraums (siehe grauer Infokasten am Seitenanfang).

Sollten Sie weitergehende Fragen zur Einschreibung haben, können Sie sich auf den Seiten des Studierendenbüros informieren.

Studienplätze

Verfügbare Studienplätze für das Wintersemester 2021/2022: 25

Informationen zum Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte

Wenn Sie weder das Abitur noch eine sonstige schulische Hochschulzugangsberechtigung besitzen, aber schon länger berufstätig sind oder sogar eine berufliche Fortbildungsprüfung zum Meister, Fachwirt, etc. bestanden haben, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen das Studium an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) beginnen. Die Satzung der KU über den fachgebundenen Hochschulzugang für qualifiziert Berufstätige ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung regelt die Feststellung der Studieneignung ausschließlich durch ein Probestudium. Ihnen wird der allgemeine Hochschulzugang eröffnet, wenn Sie ein Beratungsgespräch an der Hochschule absolviert haben. Die Hochschulzugangsberechtigung besteht dann aus dem Abschluss der Ausbildung plus dem erfolgtem Beratungsgespräch.

Für ein Beratungsgespräch können Sie sich sofort anmelden. Das erforderliche Anmeldungsformular finden Sie auf unserer Homepage.  Das Beratungsgespräch findet regulär nach einem persönlich vereinbarten Gesprächstermin in Eichstätt statt. Planen Sie dafür entsprechend Zeit ein. Ausnahmesituation entstehen dann, wenn bestehende Hygienevorschriften aufgrund der aktuellen Inzidenzzahlenregelungen für die Coronapandemie ein persönliches Treffen nicht zulassen. Dann kann auch ein virtueller Termin vereinbart werden. Die Bewerber*innen benötigen für die Einschreibung den Nachweis über das geführte Beratungsgespräch. Die Anmeldefrist für beruflich Qualifizierte zum Beratungsgespräch ist der 1. September 2021.

Weitere Informationen

Quicklinks

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