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Byzantinische Liturgie in der Heilig-Kreuz-Kirche (ehem. Kapuzinerkirche) während der Corona-Pandemie

Da aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen und der Größe der Kapelle des Collegium Orientale eine Teilnahme an den dortigen Gottesdiensten derzeit nur den Angehörigen der Hausgemeinschaft ermöglicht werden kann, hat Prof. Dr. Thomas Kremer für die Zeit der Corona-Pandemie eine weitere Liturgie im byzantinischen Ritus initiiert. Sie findet ab dem 25. Oktober 2020 immer sonntags um 11.30 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche (ehem. Kapuzinerkirche) statt.

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Das Collegium Orientale ist längst nicht mehr nur die geistliche Heimat derer, die als Kollegiaten dort wohnen. Besonders an Sonn- und Feiertagen füllt sich die Kapelle mit zahlreichen Gläubigen, die von außen zum Gottesdienst kommen. So war es bis zum Frühjahr 2020 – und dann kam Corona. Da der Raum zu klein ist, um die geltenden Hygienevorschriften für alle Externen umsetzen zu können, blieb der Hausleitung gar keine andere Wahl, als die Gottesdienste vorübergehend nur mit denen zu feiern, die im engen Sinne zur Hausgemeinschaft gehören.

Für viele, die außerhalb des Collegium Orientale wohnen, ist das sehr bedauerlich, zumal auch eine Reihe von Studierenden des Collegiums in die Stadt gezogen sind, da der Bedarf an Wohnungen für junge Familien inzwischen die Kapazität des Hauses übersteigt. Als Diözesanbeauftragter für die Angehörigen katholischer Ostkirchen im Bistum Eichstätt und im Namen der Stiftungsprofessur für Theologie des Christlichen Ostens hat Prof. Dr. Thomas Kremer deshalb initiiert, dass für die Zeit der Corona-Pandemie eine zusätzliche Liturgie im byzantinischen Ritus außerhalb des Collegium Orientale stattfinden kann. Diese wird ab dem 25. Oktober 2020 bis auf Weiteres jeden Sonntag um 11.30 Uhr in der ehem. Kapuzinerkirche (Heilig-Kreuz-Kirche, Kapuzinergasse 2) gefeiert werden. Da der byzantinische Ritus seine eigentlichen Ursprünge im Heiligen Land hat und in Vielem eine Jerusalemer Liturgie ist, die später in Konstantinopel ihre spezifische Prägung erhielt, ist die ehem. Kapuzinerkirche mit ihrem Nachbau des Heiligen Grabes von Jerusalem dafür ein besonders schöner Ort, da sie wie keine andere Eichstätter Kirche die Beziehung zum Heiligen Land herstellt. Das Eichstätter Heilige Grab stellt nämlich den Zustand des Grabes Jesu um die Mitte des 12. Jahrhunderts dar. Neben der etwas jüngeren und erkennbar kartwelisierten Heilig-Grab-Kapelle (Ende 13. bzw. Anfang 14. Jh.) der Swetizchoweli-Kathedrale („Kathedrale der lebenspendenden Säule“) im georgischen Mzkheta ist es die einzige, guterhaltene Grabnachbildung aus der Zeit des Hochmittelalters.

Für die Liturgie in der Kapuzinerkirche zeichnen neben Prof. Kremer die beiden Priester Mykhailo Gutsuliak und Miroslav Házy verantwortlich. Ruslan Stetsyk kümmert sich um den Chorgesang. Die Gottesdienste werden überwiegend in deutscher Sprache gefeiert werden, doch auch Gesänge unterschiedlicher Traditionen in anderen Sprachen sind sehr willkommen.

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen, die Gottesdienste mitzufeiern! Es liegt in der Natur der Sache, dass die jeweils geltenden Hygienevorschriften des Bistums Eichstätt konsequent eingehalten werden. In diesem Sinne werden alle, die zur Kirche kommen, höflich darum gebeten, selbst besonders gewissenhaft dazu beizutragen, dass dies in verantwortungsvoller Weise geschehen kann (insbesondere: Tragen einer Maske schon beim Betreten der Kirche – sie kann dann ggf. am Sitz abgenommen werden; Einnahme der gekennzeichneten Plätze unter Wahrung des geltenden Mindestabstands).

An dieser Stelle sei auch ein herzliches Dankeschön und „Vergelt’s Gott!“ der Gemeinschaft der Passionisten gesagt, welche die Heilig-Kreuz-Kirche so bereitwillig für diese Liturgie zur Verfügung gestellt haben und damit das Anliegen nachhaltig unterstützen.

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