Geschichte als Maßstab? Zur normativen Kraft der Vergangenheit

Forschungsworkshop im Otto-Mauer-Zentrum in Wien

Immer wieder wird auf Geschichte verwiesen – zur Rechtfertigung, zur Mahnung, zur Orientierung. Doch besitzt die Vergangenheit tatsächlich normative Kraft? Kann aus geschichtlicher Erfahrung ein Maßstab für gegenwärtiges Handeln erwachsen – oder bleibt jede Berufung auf Geschichte notwendig perspektivisch und umstritten? 

Prof. em. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann (Frankfurt am Main) entfaltet die Frage nach der normativen Bedeutung von Geschichte im Spannungsfeld von Philosophie, Theologie und politischer Öffentlichkeit. Exemplarisch greift er hierzu auf die Lehre vom gerechten Krieg zurück. Dabei wird deutlich: Wer von Geschichte spricht, spricht stets auch von Verantwortung, Urteilskraft und Zukunft. Seine und weitere Thesen werden unter der Leitung von DDr. Klaus Viertbauer in der anschließenden Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Markus Riedenauer, Prof. em. Dr. Walter Schweidler (beide KU Eichstätt), Prof. em. Dr. Ingeborg Gabriel (Wien) und Prof. Dr. Johannes Hoff (Innsbruck) vertieft.

Anmeldungen bitte bis 22.05.2026 per Mail an: roswitha.hartmann(at)ku.de.

Organisation: Dr. Dr. Klaus Viertbauer

 

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