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Stiftungsprofessur bei Prinz-Max-Tagung in Dresden vertreten

Seiner Zeit voraus oder Kind seiner Zeit? Wer war Prinz Max und was kann er heute für uns sein? Diesen Fragen ging eine internationale Tagung am 1. und 2. Oktober 2020 in Dresden nach. Indem seine Ideale und Einflüsse herausgearbeitet wurden, sollte Prinz Max von Sachsen, Namensgeber der Stiftungsprofessur, als Mensch präsentiert werden, der auch aktuell viel zu sagen hat. Dipl.-Theol. Joachim Braun nahm für die Stiftungsprofessur mit einem Vortrag über den Einsatz des Prinzen Max für die Armenier im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs teil.

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Das Projekt „Seiner Zeit voraus! Prinz Max von Sachsen – Priester und Visionär“, eine Ausstellung im Schlossmuseum Pillnitz, hat alle Erwartungen der Beteiligten übertroffen. Die Ausstellung wurde vorbereitet und realisiert von Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Universitätsarchiv der KU und der Theologischen Fakultät Fulda. Eine große Besucherresonanz und mediale Wahrnehmung seit 2019 zeigen die hohe Aktualität des Prinzen.

Die Tagung auf Schloss Pillnitz und Schloss Weesenstein hat Leben und Leistungen von Prinz Max für die Gegenwart erschlossen: vom geistigen Einfluss, der ihn prägte, über seinen Einsatz für Verfolgte, u. a. als Feldgeistlicher in Belgien, wo man den Prinzen noch heute wertschätzt, bis zu seinem Wirken als Seelsorger und Wissenschaftler in Fribourg.

Für die Stiftungsprofessur sprach Dipl.-Theol. Joachim Braun über den persönlichen Einsatz des Prinzen Max für die Armenier im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs. Schon vor dem Schicksalsjahr 1915 äußerte sich Max von Sachsen mit dramatischen Appellen über die katastrophale Lage des armenischen Volkes in Ostanatolien. Lautstark forderte er zu humanitärer Hilfe auf. Bedauerlicherweise wird sein Einsatz in der Forschungsliteratur zum Armenozid heute jedoch kaum mehr beachtet. Der Vortrag sah darin ein unglückliches Manko der Erinnerungskultur. Denn die Perspektive, die Prinz Max einnahm, scheint im Vergleich mit anderen verdienten Persönlichkeiten, die sich für die Armenier einsetzten, singulär zu sein: Max von Sachsen fordert als überzeugter Ökumeniker zum Engagement für die Armenier auf; die armenische Kirche sei doch nie wirklich getrennt gewesen von der Kirche Roms.

Zum Weiterlesen: www.prinz-max-tagung.de

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