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Umfangreiche Buchschenkung des Instituts G2W in Zürich für die Eichstätter Bibliotheken

Im Bemühen darum, die Bibliotheksbestände für das Fach „Theologie des Christlichen Ostens“ in Eichstätt auszubauen, konnte die Stiftungsprofessur einen umfangreichen Buchnachlass aus dem Besitz des „Institut G2W – Ökumenisches Forum für Glauben, Religion und Gesellschaft in Ost und West“ in Zürich erwerben und den Eichstätter Bibliotheken zuführen.

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Das „Institut G2W – Ökumenisches Forum für Glauben, Religion und Gesellschaft in Ost und West“ ist eine ökumenische und ostkirchenkundliche Fachstelle, die vom Verein G2W, Schweizer Kirchen und ausländischen Partnern getragen wird. Anliegen von G2W ist es, den Dialog zwischen Ost und West zu fördern sowie für sozial benachteiligte Gruppen und Personen in Osteuropa einzutreten. Durch die monatliche Fachzeitschrift „Religion & Gesellschaft in Ost und West“ (RGOW) liefert das Institut wertvolle Informationen über die Situation der Kirchen in Osteuropa, es unterstützt soziale Projekte und berät in Fragen zum Neben- und Miteinander der europäischen Religionskulturen. Als solches ist es für die Stiftungsprofessur für Theologie des Christlichen Ostens ein wertvoller Kooperationspartner.

Als im Frühjahr 2020 die seit rund 40 Jahren genutzten Büroräume in Zürich zugunsten eines neueren Bürogebäudes aufgegeben werden mussten, entschied sich das Institut G2W, die in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaute Fachbibliothek zu großen Teilen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zu schenken, um dadurch den Bibliotheksbestand für das Fach „Theologie des Christlichen Ostens“ in Eichstätt weiter verbessern zu helfen.

Am 18. Februar 2020 fuhren Prof. Dr. Thomas Kremer und Roman Horodetskyy mit dem Kleinbus des Collegium Orientale nach Zürich. Aus den Beständen des Instituts wurden insgesamt 35 große Umzugskisten gepackt und verladen, wobei man darauf achtete, dass nahezu ausschließlich solche Literatur ausgewählt wurde, die in Eichstätt bislang noch nicht vorhanden gewesen ist. Darunter sind zahlreiche Monographien, viele davon in russischer Sprache, vor allem aber jede Menge ungebundener Zeitschriftenfaszikel von teilweise sehr seltenen und in Deutschland kaum verfügbaren ostkirchenkundlichen Fachzeitschriften. Der Verein „Patristisches Zentrum Koinonia – Oriens e. V.“ stellte vorübergehend seinen Lagerraum zur Sortierung der Bücher zur Verfügung.

In den nachfolgenden Monaten wurden die Bücher ausgewertet, Sergii Kachur fertigte Transliterationen für Publikationen in kyrillischer Schrift an und Dr. Matthias Emanuel wies Bibliotheksstandorte nach den Kategorien der Regensburger Verbundklassifikation zu. Die monographischen Werke wurden sodann der Universitätsbibliothek zur Aufnahme und Signatur für verschiedene Bibliotheksstandorte (Ulmer Hof, Zentralmagazin, Collegium Orientale, Stiftungsprofessur, Forschungsstelle Christlicher Orient) übereignet. Besondere Mühe bereiteten die Zeitschriftenfaszikel. Sie mussten nicht nur sortiert, sondern auch fachmännisch für den Buchbinder vorbereitet werden, was Frau Sandra Emslander in umsichtiger Weise tat. Auf der Grundlage selbst eingeworbener Drittmittel konnten sie schließlich am 14. September 2020 dem Buchbinder Štefan Stavjarský in Prešov (Slowakei) übergeben werden, wo die Bindearbeiten inzwischen bereits weit gediehen sind.

Dem Institut G2W und insbesondere dessen Mitarbeiter Herrn Dipl.-Theol. Stefan Kube, Institutsleiter und Chefredakteur der Zeitschrift RGOW, sei an dieser Stelle ein ganz herzliches „Vergelt’s Gott!“ gesagt! Die neuen Bücher und Zeitschriften sind ein wertvoller Mosaikstein zum Ausbau des ostkirchlichen Lehr- und Forschungsstandorts Eichstätt.

 

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Institut G2W Zürich

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