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Wissenschaftlicher Austausch und interdisziplinäre Perspektiven: Doktorandenkolloquium am Schliersee

Am 16. und 17. Juli 2026 fand das halbjährliche Doktorandenkolloquium des Lehrstuhl Tourismus / Zentrum für Entrepreneurship und der Doktorandinnen im Bereich Tourismus der Universität Innsbruck im Heimatmuseum Schliersee statt. Ziel des Seminars war es, aktuelle Forschungsarbeiten zu diskutieren und neue Perspektiven zu entwickeln.

Der erste Seminartag stand im Zeichen der Präsentation und Diskussion laufender Promotionsvorhaben. Die Beiträge fanden sich in drei thematische Sessions wieder: Tourismus-, Leadership- und Transformationsforschung. In kurzen Präsentationsformaten mit anschließendem Feedback erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Forschungsansätze vorzustellen, methodische Fragen zu reflektieren und wertvolle Impulse aus der Diskussion mit dem Professorium sowie den Kolleginnen und Kollegen mitzunehmen.

Im Bereich der Tourismusforschung wurden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen touristischer Räume beleuchtet. Die Diskussionen reichten von neuen Formen des Arbeitens und Reisens über die Bedeutung lokaler Netzwerke und Gemeinschaften bis hin zu Fragen der Governance in Destinationen. Die Session zur Leadershipforschung widmete sich der Frage, wie Organisationen und Führungssysteme mit zunehmender Komplexität und Veränderungsdynamik umgehen können. Im Mittelpunkt standen Themen wie Resilienz, Transformationsfähigkeit, werteorientierte Führung sowie neue Anforderungen an Governance-Modelle im Zeitalter digitaler Technologien. Die Beiträge im Bereich der Transformationsforschung richteten den Blick auf gesellschaftliche und regionale Veränderungsprozesse. Diskutiert wurden unter anderem Ansätze zur Messbarkeit von Lebensqualität, zur Stärkung sozialer Kohäsion und zur Rolle von Reallaboren. Ein Impuls eines Doktoranden der Partneruniversität Matej Bel University rundete das Portfolio ab.

Der zweite Veranstaltungstag stellte zunächst den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis in den Mittelpunkt. Die Gastgeber von Regionalentwicklung Oberland und CoworkationAlps e.V. gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven regionaler Gestaltung.

Den Abschluss des Kolloquiums bildeten erstmals Round Tables, die als interaktive Diskussionsformate angelegt waren. In Arbeitsgruppen wurden zentrale Themen der Forschungsfelder vertieft und Erfahrungen ausgetauscht. Die offenen Gesprächsformate ermöglichten einen intensiven Dialog über Fachgrenzen hinweg und boten die Möglichkeit, Forschung im geschützten Raum kritisch zu hinterfragen und zu schärfen.

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