Gabriele Gien als Präsidentin der KU für dritte Amtszeit wiedergewählt
Prof. Dr. Gabriele Gien bleibt Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Das gemäß Wahlsatzung gebildete Wahlgremium hat die Amtsinhaberin, die seit 2014 die KU leitet, heute Mittag für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Vorausgegangen war der Wahl am Morgen ein hochschulöffentliches Hearing, bei dem Gabriele Gien ihre Vorhaben für eine weitere Amtszeit vor Beschäftigten, Studierenden und den Mitgliedern des Wahlgremiums vorstellte und sich den Fragen stellte.
Die Vorsitzende des Wahlgremiums, Barbara Loos, gratulierte der wiedergewählten Präsidentin und würdigte nach Abschluss des Verfahrens den geordneten Ablauf der Wahl: „Die Zusammenarbeit im Wahlgremium verlief in einer sehr konstruktiven Atmosphäre. Die Wahlmänner und -frauen haben ihre Verantwortung mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Die Präsidenten Gabriele Gien hat in den vergangenen Jahren wichtige Impulse für die Entwicklung der KU gesetzt und die Universität in einem anspruchsvollen Umfeld mit Umsicht und strategischem Blick geführt. Dass weiterhin Kontinuität in der Leitung gegeben ist, ist für die Universität und ihre weitere Entwicklung von großer Bedeutung.“ Barbara Loos, die zugleich Vorsitzende des Hochschulrats ist, hatte nach 2016 und 2021 zum dritten Mal die Durchführung der Präsidentenwahl an der KU verantwortet. Bei der Wahl am Mittag entfielen auf Gabriele Gien 24 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimme. Drei Mitglieder des Wahlgremiums nahmen aus Termingründen nicht an der Wahl in Präsenz teil.
Wissenschaftsminister Blume
Glückwünsche der Landesregierung übermittelte der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume: „Herzlichen Glückwunsch an Prof. Dr. Gabriele Gien zu einer weiteren Amtszeit! Für mich ist klar: Sie ist genau die richtige Präsidentin für unsere Hochschul-Perle in der Mitte des Freistaats – die Hochschulmanagerin des Jahres 2024 führt die beliebteste Universität Deutschlands 2026. Diese Prädikate sprechen Bände. Sie steuert die KU authentisch und teamorientiert von Erfolg zu Erfolg. DFG-Mitgliedschaft, tolle Erfolge bei der Einwerbung von Drittmitteln, ein herausragendes Betreuungsverhältnis und ideale Studienbedingungen zeigen: Präsidentin Gien weiß, worauf es an der Spitze einer Universität ankommt. Ihr Einsatz für die Zukunft der KU ist einfach großartig. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!“
Reinhard Kardinal Marx
Als Magnus Cancellarius (Großkanzler) der KU äußerte sich stellvertretend für die bayerischen Bischöfe der Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx: „Persönlich und im Namen der Freisinger Bischofskonferenz gratuliere ich Frau Professor Gien zur Wiederwahl als Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In den vergangenen Jahren hat sie wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Universität gegeben. Das sehen und wertschätzen nicht nur wir als Trägerin der Universität, sondern auch die breitere Gesellschaft nimmt ihre Verdienste und die Bedeutung der KU wahr. Das zeigt sich unter anderem darin, dass Frau Professor Gien mit der Auszeichnung als Hochschulmanagerin des Jahres 2024 gewürdigt wurde. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Frau Professor Gien und wünsche ihr alles Gute und Gottes Segen für die Fortführung ihrer Arbeit.“
Horst Seehofer
Auch aus Sicht des Stiftungsrats setzt die Wiederwahl ein wichtiges Signal für die weitere Entwicklung der Universität. Dessen Vorsitzender Horst Seehofer betonte: „Mit der Wiederwahl von Frau Professor Gien setzt die Katholische Universität auf Erfahrung, Verlässlichkeit und strategische Führung. Sie hat die KU in den vergangenen Jahren in Forschung, Lehre und Profilbildung sichtbar vorangebracht. Dafür danke ich ihr auch persönlich sehr. Gerade in einer Phase, in der es um die langfristige Sicherung guter Rahmenbedingungen für die Universität geht, ist es ein wichtiges Signal, dass eine so erfahrene und zugleich hoch anerkannte Persönlichkeit an der Spitze der KU steht.“
Für das Bistum Eichstätt gratulierte Diözesanadministrator Domprobst Alfred Rottler zur Wiederwahl: „Ich danke Ihnen für die engagierte und erfolgreiche Leitung der KU in den vergangenen Jahren. Unter Ihrer Führung hat sich die Universität in besonderer Weise weiterentwickelt und ihr Profil als katholische Universität klar geschärft. Ihre Arbeit ist geprägt von Verantwortungsbewusstsein, Dialogbereitschaft und einem guten Gespür für die Menschen an der Hochschule. Die hohe Anerkennung, die die KU in dieser Zeit erfahren hat, spricht für die Qualität und Verlässlichkeit Ihrer Amtsführung. Dafür gebührt Ihnen großer Dank und Respekt."
Die wiedergewählte Präsidentin selbst dankte dem Wahlgremium und den Angehörigen der Universität für das entgegengebrachte Vertrauen und richtete den Blick auf die anstehenden Aufgaben der kommenden Jahre: „Ich danke dem Wahlgremium sehr herzlich für das große Vertrauen. Dieser Vertrauensbeweis bedeutet mir viel – ebenso wie das Vertrauen, das ich in den vergangenen Jahren in der Zusammenarbeit an unserer Universität erfahren durfte: im Präsidium, in den Gremien, in den Fakultäten, in der Verwaltung und nicht zuletzt von unseren engagierten Studierenden. Gemeinsam haben wir viel erreicht. Nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Mein wichtigstes Ziel für die kommende Amtszeit ist es, die laufenden Verhandlungen mit dem kirchlichen Träger und dem Freistaat Bayern zur Finanzierung der KU nach 2028 zu einem guten Abschluss zu bringen, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Universität nachhaltig zu sichern.“
Eine Präsidentenwahl findet an der KU turnusgemäß alle fünf Jahre statt. Die Wahlsatzung der Trägerstiftung regelt den Ablauf des Verfahrens. Dem 28-köpfigen Wahlgremium gehören die acht internen und acht externen Hochschulräte an, außerdem acht Vertreterinnen und Vertreter, die der Senat aus seinen Reihen benennt, sowie vier Vertreterinnen und Vertreter, die der Stiftungsrat entsendet. Damit sind alle Gruppierungen der Universität – Professorinnen und Professoren, der akademische Mittelbau, das wissenschaftsunterstützende Personal sowie die Studierenden – am Wahlverfahren beteiligt. Zugleich tragen mit Stiftungsrat, Hochschulrat und Senat die drei zentralen universitären Gremien gemeinsam Verantwortung für diese wichtige Entscheidung.
Präsidentin Gabriele Gien
Dem heutigen Urnengang war ein mehrstufiges Verfahren vorausgegangen. Nach der Stellenausschreibung wurden die eingegangenen Bewerbungen auf ihre formale Eignung geprüft. Es folgte ein Hearing vor den Mitgliedern des Wahlgremiums, ehe die Kandidatenliste erstellt wurde. Die Bewerbung der einzigen verbliebenen Kandidatin wurde anschließend an den Heiligen Stuhl nach Rom übermittelt. Dies ist eine Besonderheit der KU: Vor der Wahl erteilt der Vatikan das sogenannte „Nihil obstat“, also die kirchliche Unbedenklichkeitserklärung.
Prof. Dr. Gabriele Gien steht seit 2014 an der Spitze der KU. Sie war zunächst vom Träger der Universität zur kommissarischen Präsidentin ernannt worden, nachdem der vorherige Präsident kurzfristig zurückgetreten war. 2016 und 2021 wurde sie durch Wahlen im Amt bestätigt. Mit ihrer heutigen Wiederwahl tritt sie ihre dritte Amtszeit an. Die Germanistin wurde am 11. Januar 1962 in München geboren, ist verheiratet und zweifache Mutter. Nach dem Studium ging sie zunächst in den Schuldienst. Es folgten wissenschaftliche Stationen in Augsburg und Freiburg, ehe sie 2009 an die KU auf den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur berufen wurde. Wenig später wurde sie Vizepräsidentin für Studium und Lehre. In den Jahren 2013 und 2014 war sie Vorsitzende des Senats der KU.
Während ihrer bisherigen Amtszeit hat die KU einen umfassenden Profilierungsprozess durchlaufen. Die Sichtbarkeit und Positionierung der Universität als forschungsstarke Wissenschaftseinrichtung konnten ebenso gestärkt werden wie die Exzellenz in der Lehre. Mit dem Hochschulentwicklungsplan „KU 2030“ wurde die strategische Weiterentwicklung der Universität als „engagierte Universität“ deutlich geschärft. Eine fokussierte Forschungsstrategie, der Aufbau von Strukturen zur Forschungsförderung und eine gezielte Berufungspolitik führten in Giens Amtszeit zu einem kontinuierlichen Anstieg drittmittelfinanzierter Forschung und zu Erfolgen in maßgeblichen Förderprogrammen. 2023 wurde die KU als erste nichtstaatliche Universität in die Deutsche Forschungsgemeinschaft aufgenommen.
Auch in der Lehre baute die KU ihre hohe Qualität und die exzellenten Rahmenbedingungen für Studierende konsequent aus. Viermal wurde sie vom Online-Portal StudyCheck zur beliebtesten Universität Deutschlands gekürt. Mit der Verbindung von akademischer Bildung, gesellschaftlichem Engagement und Persönlichkeitsentwicklung setzte die KU besondere Akzente. Im Jahr 2024 kürten das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und die Wochenzeitung „Die Zeit“ Gabriele Gien unter den deutschen Hochschulpräsidenten und -rektoren zur „Hochschulmanagerin des Jahres“.