Im Mittelpunkt des Gastvortrags stand die Frage, wie Tourismus über die Vermeidung negativer Auswirkungen hinaus einen positiven Beitrag zur Entwicklung von Orten und Gemeinschaften leisten kann. Anhand der Arbeit des Instituto Aupaba zeigte Luciana De Lamare, wie Tourismus, Kultur, Bildung und Social Entrepreneurship dabei zusammenspielen können.
Regenerative Entwicklung betrachtet Luciana De Lamare als einen langfristigen Transformationsprozess, der systemisches und zukunftsorientiertes Denken ebenso erfordert wie Veränderungen auf individueller und kollektiver Ebene. Konzepte wie Systems und Future Thinking, die Theory of Change oder die Inner Development Goals eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf diesen Prozess. Für die praktische Umsetzung betonte sie die Notwendigkeit, Regionen mit ihrer Geschichte, ihren Identitäten und Herausforderungen zu verstehen und die Menschen vor Ort aktiv einzubeziehen. Konkrete Projekte des Instituts veranschaulichten, wie lokale Kleinstunternehmen durch Qualifizierung, Mentoring und die Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten unterstützt werden können.
In der anschließenden Diskussion wurden die Erfahrungen aus Brasilien mit den Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa in Beziehung gesetzt. Im Fokus standen insbesondere unterschiedliche institutionelle Voraussetzungen und die Rolle lokaler Gemeinschaften bei der regenerativen Entwicklung von Destinationen.