Transformation Summer Camp 2026 - Bewerbungsverfahren

Transformation Summer Camp 2026
20. bis 25. September – Katholische Universität Eichstätt Ingolstadt
  • Entwickle gemeinsam mit anderen Deine Forschungsidee
  • Tausche Dich direkt mit führenden Expertinnen und Experten aus
  • Genieße die Aufbruchsstimmung an einem neuen urbanen Campus
  • Engagiere Dich für eine offen Wissenschaft, partizipative Forschung & Citizen Science

Bewirb Dich jetzt auf ein Stipendium!

... und werde Teil des einwöchigen Transformationscamps an der KU Eichstätt-Ingolstadt.

Bewirb Dich jetzt mit Deinen Ideen für ein Stipendium und werde Teil des einwöchigen Transformationcamps an der KU Eichstätt-Ingolstadt im Herzen Bayerns (Deutschland). Wir bieten Dir eine Woche lang die Möglichkeit, Deine Ideen im Gespräch mit international anerkannten Expertinnen und Experten aus  Disziplinen wie Soziologie, Politikwissenschaft, Geographie, Gesundheits- und Nachhaltigkeitswissenschaft, Philosophie oder Ethik zu diskutieren. Du lernst, wie Du Dich mit einem Poster auf wissenschaftlichen Konferenzen bewirbst. Du kannst dein Netzwerk in Wissenschaft und Praxis ausbauen. Und Du erfährst, wie Dir „Design Thinking“ als Innovationsmethode helfen kann, Deine Ideen auf den Punkt zu bringen. Die Teilnahme für die ausgewähltern Stipendiatinnen und Stipendiaten ist kostenfrei.

Das Transformation Summer Camp 2026 findet in Kooperation mit der Citizen-Science-Plattform mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen statt.

Worum geht es?

Das Transformation Summer Camp 2026 beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen an der Schnittstelle von partizipative Forschung, transformativer Wissenschaft und Citizen Science. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Gesellschaften nur möglich ist, wenn wir Bürgerinnen und Bürger sowie Stakeholder aus Politik, Kommunen, Unternehmen, Bildung und Zivilgesellschaft stärker an Wissenschaft und Forschung beteiligen. 

Das Transformation Summer Camp setzt daher genau an diesen Themen und Fragestellungen an: Es dient fortgeschrittenen Studierenden und Absolventinnen und Absolventen sowie Doktorandinnen und Doktoranden in einer frühen Promotionsphase dazu, im direkten Austausch mit Forscherinnen und Forschern zukunftsweisende Ideen für ein Forschungsvorhaben mit gesellschaftlicher Beteiligung zu erarbeiten.

Während des Transformation Summer Camps erhalten die Teilnehmenden:

  • einen vertieften Einblick in Zukunftsfragen im Spannungsfeld von Wissenschaft und Gesellschaft sowie partizipativer Forschung,
  • sie nutzen innovative Methoden (u.a. „Design Thinking“) für die Entwicklung eigenständiger, originärer Forschungsideen und
  • sie erfahren, wie die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft praktisch gestaltet werden kann.

Ausführliche Beschreibung des Themas

Partizipative Forschung und Citizen Science

Partizipative Forschung und Citizen Science haben sich in den vergangenen Jahren zu wichtigen Ansätzen einer offenen, dialogorientierten Wissenschaft und Forschung entwickelt. International, aber auch in Deutschland wächst seit einigen Jahren kontinuierlich das Interesse an Forschungsansätzen, die Wissenschaft und Gesellschaft enger miteinander verbinden. In Europa etwa wird diese Entwicklung durch Netzwerke wie die European Citizen Science Association (ECSA) sowie EU-Förderlinien getragen, die bspw. Citizen Science („Bürgerwissenschaft“) als Baustein einer offenen, responsiven und demokratischen Wissenschaft befördern. Die Niederlande gelten hier als besonders aktiv: Dort arbeiten Forschungsinstitute, Behörden, Museen und zivilgesellschaftliche Organisationen eng zusammen, etwa in groß angelegten Urban-Sensing-Projekten oder öffentlichen Gesundheitsinitiativen. In Lateinamerika, auf dem afrikanischen Kontinent sowie in Südostasien sind partizipative Ansätze oftmals mit sozialen, ökologischen oder politischen Transformationsprozessen in den jeweiligen Gesellschaften verbunden. Häufig spielen dort Community-Based Approaches oder lokale Wissenssysteme eine wichtige Rolle – insbesondere in Kontexten, in denen Forschung direkt mit Fragen von Landrechten, Ressourcenmanagement, kultureller Resilienz oder Gesundheitsversorgung verknüpft ist. Diese internationalen Perspektiven erweitern die europäische Diskussion um relevante Dimensionen, die Fragen der epistemischen Gerechtigkeit, einer nachhaltigen Entwicklung sowie des Schutzes und der Verwertung von lokalem Wissen betreffen.  

Diese Entwicklungen sind nicht nur wissenschaftsintern getrieben, sondern auch Ausdruck weitreichender gesellschaftlicher Veränderungen: multiple Krisen, komplexe Transformationsprozesse, wachsende Erwartungen an Transparenz und Teilhabe sowie die Frage, wie wissenschaftliches Wissen gesellschaftlich wirksam werden kann, prägen die Genese neuer Forschungsansätze und verändern die Wissenschaft tiefgreifend. So erfordert bspw. die Gestaltung komplexer gegenwärtiger Herausforderungen – von Klimawandel und Biodiversitätsverlust über soziale Ungleichheiten bis hin zur digitalen Transformation – neue Ansätze, in denen wissenschaftliches Wissen, die Expertise der Praxis und gesellschaftliche Perspektiven eng miteinander verknüpft werden. Solche Ansätze verändern die Art und Weise, wie Wissen entsteht, wie Forschungsprozesse gestaltet und Wissenschaft in gesellschaftliche Zusammenhänge eingebunden wird.  

Mit der zunehmenden Etablierung dieser Ansätze an Hochschulen und Forschungseinrichtungen rücken jedoch neue Fragen in den Vordergrund: Wie lassen sich die vielfach formulierten Potenzialversprechen von partizipativer Forschung und Citizen Science – etwa in Bezug auf wissenschaftliche Qualität, gesellschaftliche Relevanz und Wirkung – evidenzbasiert einlösen sowie transparent und nachvollziehbar darlegen? Und welche Formen der Wirksamkeitsbestätigung sind geeignet oder notwendig, um partizipative Forschung dauerhaft in der Wissenschaftslandschaft zu etablieren und ihre Anerkennung in primär disziplinär geprägten Forschungskontexten zu stärken? Diese Fragen markieren einen zentralen Entwicklungsschritt des Feldes. In der internationalen Diskussion, aber auch im deutschsprachigen Raum zeigt sich hier ein Wendepunkt: Fragen nach der wissenschaftlichen Qualität, evidenzbasierter Wirkung, inter- und transdisziplinärer Governance an Hochschulen, Inklusion und sozial-ethischer Verantwortung treten zunehmend in den Vordergrund. Sie erfordern Räume, in denen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler diese Herausforderungen im Austausch mit erfahrenen Akteuren aus Wissenschaft und Praxis reflektieren sowie mit Bezug auf internationale Fachdiskurse methodisch fundiert weiterentwickeln können.  

Zum Transformation Summer Camp 2026 möchten wir daher folgende Fragestellungen aufgreifen:

  • Spannungsverhältnis von Wissenschaft und Praxis: Wie können eine partizipative Forschung und Citizen Science so gestaltet werden, dass sie wissenschaftlich valide, nachvollziehbar und an etablierte Fachdiskurse und Methoden anschlussfähig sind?
  • Inklusion und Gerechtigkeit: Wie kann eine partizipative Wissensproduktion inklusiv und divers gestaltet werden – insbesondere mit Blick auf wenig wissenschaftsnahe, marginalisierte oder vulnerable Akteursgruppen?
  • Reflexion zentraler Potenzialversprechen: Welche Mehrwerte generieren eine partizipative Forschung und Citizen Science? Wie können diese Mehrwerte differenziert beschrieben, nachvollziehbar und überprüfbar gemacht werden?
  • Neue Methoden: Welche Methoden und Modelle partizipativer Forschung aus der internationalen Diskussion (z.B. Transition-Forschung, Transdisziplinarität, Design oder Arts based Research) bieten neue Impulse für die Weiterentwicklung partizipativer Ansätzen?
  • Institutionelle Rahmenbedingungen der Verstetigung: Welche administrativen, rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen sind für die Etablierung von partizipativer Forschung und Citizen Science wichtig, um eine langfristige Etablierung an Hochschulen zu ermöglichen?

Wie bewerbe ich mich?

Das Transformation Summer Camp ist offen für Studierende aller Fach- und Studienrichtungen. Teilnehmen können bis zu 20 Personen. Die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung zahlt die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Im Rahmen der Ausschreibung werden zudem acht Reisestipendien für Studierende aus dem internationalen Ausland vergeben.

Bedingungen für eine Bewerbung:

  • Du befindest Dich in der Abschlussphase Deines Masterstudiums, hast Dein Studium im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen oder stehst am Anfang Deiner Promotion?
  • Du möchtest Deine neu entwickelten Forschungsideen künftig in einer Abschlussarbeit oder im Rahmen einer wissenschaftlichen Promotion weiterverfolgen?
  • Du hast ein hohes Interesse an Themen in den Bereichen partizipative Forschung und Citizen Science?
  • Du bist aufgeschlossen für den interdisziplinären Austausch sowie für ein Denken, das etablierte Grenzen einzelner Disziplinen und Forschungsfelder überschreitet?
Dann bewirb Dich jetzt bis zum 19. April 2026!

Bitte sende alle Bewerbungsunterlagen als PDF-Dokument an: tsc@ku.de 

Weitere Informationen zur Bewerbung

Bewerbungsverfahren und Unterlagen

Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus drei Dokumenten:

1) Lebenslauf, 2) Nachweis der Studienleistung und 3) einer einseitigen Ideenskizze.

  • Die 1-seitige Ideenskizze dient dazu, Dein fachliches und persönliches Interesse an einer Teilnahme am Summer Camp darzulegen. Dazu solltest Du den Bezug zu den Themen des Transformation Summer Camps deutlich machen und darlegen, welche Forschungsidee Du gerne im Rahmen des Camps weiterentwickeln möchtest.
  • Als engagierte Universität legen wir großen Wert auf persönliches Engagement: Wir suchen daher ganz besonders junge Menschen, die sich über ihr fachliches Interesse hinaus aktiv für eine zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung einsetzen. Stell daher bitte auch dar, warum Dir eine nachhaltige und vielfältige gesellschaftliche Entwicklung wichtig ist und wie Du Dich dafür einsetzen möchtest.

Solltest Du Nachfragen hierzu haben, kontaktiere uns gerne!

Bitte sende alle Bewerbungsunterlagen als PDF-Dokument bis zum 19. April 2026 an:

Dr. Thomas Metten: tsc@ku.de 

Auswahlverfahren

Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt zeitnah nach der Einreichungsfrist durch eine Auswahlkommission. Die Kommission wird gebildet durch eine Gruppe von Forschenden, die aktiv am Transformation Summer Camp beteiligt sind.

Grundlage für die Auswahl ist ein Kriterienkatalog, der insbesondere die thematische Passung, die Studienleistung, die Originalität der dargelegten Idee sowie ihr persönliches Engagement berücksichtigt.

Was erwartet mich?

Das Transformation Summer Camp bietet ein hochwertiges und abwechslungsreiches Programm: 5 Tage lang können die Teilnehmenden an aktuellen Erkenntnissen, innovativen Arbeitsweisen und neuen Ideen für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft teilhaben. Darüber hinaus bietet die KU ein breites Rahmenprogramm an, um die Region Ingolstadt kennenzulernen und um den persönlichen Austausch zu befördern.

Einblicke in aktuelle Forschung

Beteiligt sind Forschende aus den Bereichen Soziologie, Politikwissenschaft, Geographie, Gesundheits- und Nachhaltigkeitswissenschaft, Philosophie und Ethik. Sie vermitteln gezielt aktuelle Erkenntnisse in den Bereichen partizipative Forschung und Citizen Science und stellen künftige Fragestellungen und Herausforderungen aus ihrer eigenen Forschung vor. Anschließende Diskussionsrunden ermöglichen es, im persönlichen Austausch die eigene Forschungsidee gezielt weiterzuentwickeln.

Schwerpunktthemen des Camps sind:

  • partizipative Forschung
  • Citizen Science
  • Transdisziplinarität & Wissensintegration
  • transformative Forschung & gesellschaftliche Wirkung
  • Qualitätssicherung & ethische Rahmenbedingungen

Innovative Methoden

Die Entwicklung innovativer Ansätze und neuer Ideen erfolgt während des Camps auf Basis der Methode Design Thinking. Unser Ziel ist es, die Kreativität und Selbständigkeit aller Teilnehmenden zu fördern, um zielgerichtet innovative Forschungsideen zu erarbeiten. Zum Abschluss werden diese in Form eines wissenschaftlichen Posters präsentiert.

Dialog mit der Gesellschaft

Forschung für eine gelingende gesellschaftliche Entwicklung ist heute nur unter aktiver Beteiligung von Personen aus der Praxis möglich. Im Austausch mit Partnerorganisationen können alle Teilnehmenden kennenlernen, wie eine aktive Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen oder Unternehmen auch ganz praktisch gestaltet werden kann.

Networking & Community Building

Das Rahmenprogramm bietet Anlass für Networking und Community Building, um die persönliche Begegnung und den Austausch zwischen allen Beteiligten zu intensivieren. Lernen Sie die Region Ingolstadt kennen – egal ob beim gemeinsamen Frühstück, einem Grillabend oder bei einem Unternehmensbesuch.

Was muss ich noch wissen?

Das Transformation Summer Camp findet in der Zeit vom 20. bis zum 25. September 2026 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Ingolstadt (Bayern, Deutschland) statt.

Unterbringung und Veranstaltungsort

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind gemeinsam in einem Hotel im Stadtzentrum von Ingolstadt untergebracht. Von dort ist es nur ein kurzer Weg bis zu den Vortrags- und Workshopräumen an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (WFI) sowie zum neu entstehenden Zukunftscampus der KU.

Der neue Campus liegt inmitten der Fußgängerzone und umfasst die historischen Gebäude der ersten Landesuniversität von Bayern (1472-1800). Neben dem Mathematik-Institut für Machine Learning und Data Science ist dort auch die neu entstehende School of Transformation & Sustainability angesiedelt.

 

Anreise und Abreise

Die Anreise erfolgt bereits einen Tag vor Beginn des Programms, am 20. September. Das Programm des Transformation Summer Camps startet am 21. September, um 8.30 Uhr, und geht bis Freitag, den 25. September, 14 Uhr. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erfolgt an diesem Tag die Abreise.

Verpflegung

Das Frühstück wird täglich im Hotel angeboten. Während der Veranstaltung werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Pausen sowie durch ein Mittagessen versorgt. An den Abenden erfolgt die Verpflegung je nach Anlass unterschiedlichen (z.B. Grillabend am Stadtstrand, Empfang an der School of Transformation & Sustainability).

Kosten für die Teilnahme

Die Kosten für Unterkunft und Anreise werden durch die Katholische Universität übernommen. Die Finanzierung ist möglich durch eine Förderung im Rahmen der Bund-Länder-Initiative “Innovative Hochschule”.

Ansprechperson

Bei Fragen zur Bewerbung oder zur Teilnahme kontaktieren Sie gerne:

Thomas Metten
Dr. Thomas Metten
Stabsstelle Strategie und Hochschulentwicklung
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Die Konzeption und Umsetzung des Transformation Summer Camps 2026 erfolgt in Kooperation mit der bundesweiten Citizen-Science-Plattform mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen.