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Hochschulen als Gestalter gesellschaftlicher Zukunft

Foto: upd
Wolfgang Stark (links) und Thomas Sporer (Leiter der Stabsabteilung Bildungsinnovation und Wissenstransfer) bei der Abschlussveranstaltung des Dialogforums.

Zum Abschluss des Dialogforums „Wissen in Bewegung“ der KU hat Wolfgang Stark, Mitbegründer des Hochschulnetzwerkes „Bildung durch Verantwortung“ und Mitinitiator der Reihe, die Rolle neuerer Ansätzen zur gesellschaftlichen Veränderung herausgestellt. Die mehrteilige Reihe ging in mehreren Online-Veranstaltungen unter anderem der Frage nach, wie sich die Rolle von Hochschulen durch die Corona-Pandemie verändern wird und wie daraus ein gesellschaftlicher Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit entstehen kann.

Traditionelle Konzepte des Wandels, so Stark, würden von einem einfachen Zusammenhang von Problem und Lösung ausgehen. Dem entgegen setze eine wirkliche Veränderung keine schnelle Lösung voraus, vielmehr müssten laufende Prozesse verlangsamt werden, um grundsätzliche Veränderung initiieren und gestalten zu können. Der Wandel finde hierbei stets nur mit den Menschen statt. Ein konkreter Ansatz zur Gestaltung von Veränderungsprozessen sei etwa „Service Learning“: „Die Idee ist einfach: Hochschullehre wird für Studierende verbunden mit bürgerschaftlichem Engagement.“ Service Learning befähige Studierende so, mit ihrem Wissen, das sie an einer Hochschule erwerben, einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten. Die Möglichkeiten einer Hochschule zur Zusammenarbeit mit externen Partnern könne dadurch zugleich erweitert werden. Stark unterstrich hierbei die Bedeutung solcher Formate für den Auftrag der Hochschulen: „Hochschulen sind wesentliche Gestalter unserer gesellschaftlichen Zukunft.“

Weitere Gäste des Dialogforums, die die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zum Beispiel von Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten, waren unter anderem: Prof. Dr. Uwe Schneidewind (früherer Direktor des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie), Jens Badura (Geschäftsführer, Philosoph und Kulturmanager), Dr. Raban Daniel Fuhrmann (Inhaber einer Agentur Reformprozesse in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft) sowie Charlotte Venema, die Organisationen im Bereich des organisationalen Lernens begleitet. Eine Fortsetzung der Online-Dialogreihe ist für den Herbst geplant. Sie findet statt im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ an der KU durch das Projekt „Mensch in Bewegung“ in Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Hochschule der Zukunft“ und dem Steinbeis-Transferzentrum „Innovation and Sustainable Leadership“ (ISL) umgesetzt. Die sieben Veranstaltungen der Reihe „Wissen in Bewegung“ dienten zugleich zur Vorbereitung der Jahrestagung des Hochschulnetzwerkes „Bildung durch Verantwortung“ im Oktober 2020 an der Evangelischen Akademie Tutzing. Die gesamte Dialogreihe ist online dokumentiert und steht auf der Webseite www.wissen-in-bewegung.de zur Verfügung.