An der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Lebensrealitäten. Diese Vielfalt prägt das universitäre Leben in Eichstätt und Ingolstadt und bereichert Forschung, Lehre, Studium und Zusammenarbeit. Die KU fördert Chancengerechtigkeit, Teilhabe und ein respektvolles Miteinander – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, gesundheitlichen Voraussetzungen, sexueller Orientierung oder familiärer Situation.
Diversity bedeutet für die KU, die Vielfalt der Menschen an der Universität bewusst wahrzunehmen, wertzuschätzen und strukturell zu berücksichtigen. Dazu gehören Dimensionen wie Geschlecht, geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, soziale und kulturelle Herkunft, Nationalität, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung und chronische Erkrankung sowie familiale Verantwortung und unterschiedliche Bildungs- und Lebensverläufe.
Als werteorientierte Universität verfolgt die KU das Ziel, soziale und kulturell gerechte Zugangs- und Teilhabebedingungen zu stärken. Sie versteht Diversity als Querschnittsaufgabe, die Forschung, Lehre, Transfer, Personalentwicklung, Hochschulverwaltung und universitäre Entscheidungsprozesse gleichermaßen betrifft. Diversity ist in zentralen Handlungsfeldern der KU verankert. In ihrem Entwicklungsplan verpflichtet sich die KU, Geschlechtergerechtigkeit in allen Einrichtungen und Entscheidungsprozessen zu verwirklichen, soziale und kulturelle Vielfalt als hohes Gut zu schützen und weiterzuentwickeln sowie Familienfreundlichkeit und Inklusion als wesentliche Bestandteile einer offenen Hochschule zu stärken.
Die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit ist ein zentrales Ziel der KU. In den vergangenen Jahren hat die Universität hierfür verschiedene strategische und strukturelle Maßnahmen entwickelt, darunter ein Gleichstellungskonzept, seine Fortschreibung im Kontext des Professorinnenprogramms sowie einen Gender Equality Plan.
Die KU strebt an, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen nachhaltig zu verbessern, insbesondere in Bereichen, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind. Dazu gehören die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen, Mentoring- und Coachingangebote sowie Maßnahmen zur geschlechtergerechten Personalauswahl und zur Sensibilisierung von Führungskräften.
Gleichstellung wird an der KU als gemeinsame Aufgabe verstanden, die von den Gleichstellungsbeauftragten, den Fakultäten, dem wissenschaftsunterstützenden Bereich, dem studentischen Konvent und der Hochschulleitung getragen wird.
Familienfreundlichkeit ist für die KU ein wichtiger Bestandteil einer offenen und chancengerechten Hochschule. Sie setzt sich für die Vereinbarkeit von Studium, Wissenschaft, Beruf und Familie ein und entwickelt ihre Unterstützungsangebote für Studierende und Beschäftigte mit Familienverantwortung kontinuierlich weiter. Dazu gehören Beratungsangebote, eine familienfreundliche Campus-Infrastruktur, Angebote für Kinder von Universitätsmitgliedern sowie Maßnahmen, die flexible Studien- und Arbeitsbedingungen fördern. Auch die Bedürfnisse von Studierenden und Beschäftigten mit Pflegeverantwortung werden dabei stärker in den Blick genommen. Die KU verfolgt das Ziel, Rahmenbedingungen zu schaffen, die unterschiedliche Lebensphasen und familiäre Konstellationen berücksichtigen und gute Teilhabe in Studium und Beruf ermöglichen.
Inklusion bedeutet für die KU, Barrieren abzubauen und chancengleiche Bedingungen für Studierende und Beschäftigte mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen zu schaffen. Die Universität versteht Inklusion als Querschnittsaufgabe, die in Strukturen, Prozessen und Kommunikationsformen verankert werden muss. Ziel ist es, auf vielen Ebenen Unterstützung anzubieten, individuell angemessene Vorkehrungen zu ermöglichen und selbstbestimmte Teilhabe in Studium und Beruf zu fördern. Dazu gehören auch Sensibilisierung, barriereärmere Angebote und klare Ansprechstrukturen. Die KU möchte die Arbeits- und Qualifikationsbedingungen für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen weiter verbessern und ihre Perspektiven in der Organisationsentwicklung stärker berücksichtigen.
Ein respektvoller und wertschätzender Umgang ist Grundlage des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens an der KU. Die Universität wendet sich gegen Diskriminierung, Benachteiligung und sexuelle Belästigung und setzt sich für ein Klima ein, das von gegenseitigem Respekt, Offenheit und Verantwortung geprägt ist. Diversity-Arbeit an der KU bedeutet daher immer auch, Diskriminierung ernst zu nehmen, hinzusehen und angemessene Hilfs- und Beratungsstrukturen bereitzustellen.
Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller, sprachlicher, religiöser und weltanschaulicher Prägungen gestalten die KU gemeinsam. Diese Vielfalt ist gelebte Realität und zugleich eine Ressource für wissenschaftlichen Austausch, kreative Problemlösung und gesellschaftliche Verantwortung.
Die KU möchte den Mehrwert einer diversitätsgerechten Lehre stärker sichtbar machen und Studienbedingungen so weiterentwickeln, dass unterschiedliche Lernvoraussetzungen besser berücksichtigt werden können. Individualisierung und Flexibilisierung, etwa durch teilzeitgeeignete Studienmodelle oder digitale und hybride Lehrangebote, können dazu beitragen, Lernergebnisse und Studienverläufe positiv zu unterstützen.
Auch in Forschung und Transfer leistet die KU einen Beitrag dazu, Wissen über Vielfalt, Ungleichheit und Teilhabe zu vertiefen. Diversity ist damit nicht nur Gegenstand institutioneller Entwicklung, sondern auch ein Thema wissenschaftlicher Reflexion und gesellschaftlicher Verantwortung.