Gleichstellung an der KU

Das Gleichstellungskonzept der KU

Im Auftrag der Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten wurde ein Gleichstellungskonzept erstellt, das 2015 von der Hochschulleitung und vom Senat verabschiedet wurde.

Das 19-seitige Arbeitspapier stellt Maßnahmen im Zusammenhang mit der Gleichstellung von Frauen und Männern dar und liefert eine umfangreiche Situationsanalyse. Auch wenn an der Spitze der KU derzeit eine Frau steht: Noch bilden die Männer in vielen Gremien und Ausschüssen die Mehrheit. 2013 waren von den 450 Beschäftigten im wissenschaftlichen Bereich 188 Frauen (42 Prozent). Beim wissenschaftsunterstützenden Personal waren von 365 Beschäftigten insgesamt 250 weiblich (69 Prozent). Innerhalb der Professorenschaft sind Frauen an der KU deutlich in der Minderheit, wenngleich der Anteil mit 19 Prozent 2013 nur wenig unter dem Bundesdurchschnitt (20 Prozent) lag und sogar leicht über dem Durchschnitt für Hochschulen in Bayern (17 Prozent). Beim wissenschaftlichen Nachwuchs ist das Geschlechterverhältnis an der KU hingegen nahezu ausgeglichen –  2013 waren 49 Prozent der Wissenschaftlichen Mitarbeiter weiblich.

Insgesamt betrachtet ist die KU eine weiblich geprägte Hochschule, was insbesondere am hohen Anteil der Studentinnen liegt. Exakt zwei Drittel der Studierenden waren im Wintersemester 2013/14 weiblich, bundesweit beträgt der Frauenanteil sowohl unter den Erstsemestern als auch unter den Absolventen rund 55 Prozent. 

 
Aktualisierung des Gleichstellungskonzepts 2018

Im Rahmen der Bewerbung für das Professorinnenprogramm III des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen hat eine Arbeitsgruppe das Gleichstellungskonzept der KU aktualisiert. 

Das Gleichstellungskonzept 2018 beinhaltet eine neue Situationsanalyse sowie eine Prüfung und Neubewertung des Maßnahmenkatalogs aus dem Konzept von 2015. Als besondere Schwerpunkte für die Gleichstellungsarbeit in den kommenden Jahren werden die Optimierung einer gendergerechten Personalpolitik sowie die Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses identifiziert.

An der Erstellung des Konzepts beteiligt waren neben der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der KU auch Mitarbeiterinnen der Personalabteilung, des Zentrums für Forschungsförderung und des Zentralinstituts für Ehe und Familie in der Gesellschaft.

 
Der Gleichstellungsbericht

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der KU berichtet einmal pro Amtszeit im Senat zur Situation vom Männern und Frauen in Bezug auf ihre Gleichstellung an der KU. Dieser Bericht beinhaltet eine Aktualisierung der für das Gleichstellungskonzept erhobenen Zahlen und eine Übersicht umgesetzter Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in wissenschaftlichen Positionen und Gremien.

Um eine gleichberechtige Teilhabe von Männern und Frauen im Wissenschaftsbetrieb an der KU zu erreichen, sind noch immer die Erhöhung des Frauenteils in der Professorenschaft und eine stärkere Partizipation von Frauen in Gremien notwendig.

Im Bericht 2020 wird dargestellt, wie sich die Frauenanteile auf den verschiedenen Ebenen der KU von 2016 bis 2020 entwickelt haben. In diesem Zeitraum ist die Professorinnenquote an der KU von 21% auf 25% gestiegen, während der Anteil an Mitarbeiterinnen im Mittelbau von 52% auf 57% stieg. Der Frauenanteil im wissenschaftsunterstützenden Personal sowie bei den Studierenden ist mit ca. 70% konstant hoch. 

Insgesamt verweist der Bericht folglich auf positive Entwicklungen an der KU im Bereich Gleichstellung, wenngleich es zwischen den Fakultäten starke Unterschiede gibt. Nach wie vor ist eine Erhöhung des Frauenanteils bei den Professuren und Lehrstühlen notwendig, um darauf aufbauend auch eine höhere Partizipation von Frauen in den Gremien der KU zu erreichen.