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Ostkirchliche Perspektiven bei internationaler Tagung zur priesterlichen Identität

Titelbild Priestertagung
© colourbox.de

Vom 25. bis 27. Februar 2021 richtete die Theologische Fakultät eine internationale wissenschaftliche Tagung zum Thema „Priesterliche Identität? Erwartungen im Widerstreit“ aus. Die Stiftungsprofessur für Theologie des Christlichen Ostens brachte durch die Organisation verschiedener Programmpunkte ostkirchliche Perspektiven zur Frage nach der Identität, Lebensform und Ausbildung von Priestern ein.

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Boris Gudziak (PhD), Erzbischof von Philadelphia, war der im hybriden Format durchgeführten Tagung digital zugeschaltet, um zu unterschiedlichen Herausforderungen für Lebensform und Identität der Priester in der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche zu sprechen. Die anschaulichen Ausführungen des früheren Bischofs von Saint Vladimir le Grand de Paris basierten auf seinen langjährigen Erfahrungen in der Ukraine, in Frankreich und in den USA.

Zu Ansätzen, Erwartungen und Herausforderungen in der Priesterausbildung hatten drei Experten aus Lwiw einen Beitrag vorbereitet: Prof. Dr. Bohdan Prach (Rektor der Ukrainischen Katholischen Universität), Dr. Ihor Boyko (Rektor des Priesterseminars) und Dr. Mykhaylo Plotsidem (Vizerektor des Priesterseminars). Dabei wurde beispielsweise die Bedeutung des Ikonenschreibens für die geistliche Formung der Seminaristen herausgestellt.

Dr. Ivan Kachala (Spiritual des Collegium Orientale), Prof. Dr. Thomas Kremer und Mag. Michael Proházka (Vizerektor des Collegium Orientale) gestalteten gemeinsam einen thematischen Workshop zum Thema „Von geistlicher und leiblicher Vaterschaft – Theologie und Praxis in den katholischen Ostkirchen“. Beim Gedanken an priesterliche Identität ist für katholische wie orthodoxe Ostkirchen das Thema der „Vaterschaft“ leitend: Der priesterliche Dienst wird hier wesentlich ausgehend von der Vorstellung der geistlichen Vaterschaft definiert, welche in ihrem spezifischen Verständnis mehr ist als ein einfaches Synonym zur geistlichen Begleitung. Zudem ist die weithin innerhalb der katholischen Ostkirchen als Selbstverständlichkeit empfundene Vereinbarkeit von Priestertum und Familienleben, also von geistlicher und leiblicher Vaterschaft, eine Herausforderung mit Chancen und Grenzen innerhalb der gesamtkirchlichen Diskussion um die Frage des Zölibats. Diesem weiten Feld ostkirchlicher Spezifika hat sich der Workshop gestellt.

Zum Weiterlesen: Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Tagungshomepage.

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