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Cornelia Gar, M.A. & Dr. Julia Kantreiter, LMU München

Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik
Variablenbezogene Strukturen und latente Schüler:innenprofile zur Wahrnehmung von Bedürfnisunterstützung im Unterricht 

Nach der Selbstbestimmungstheorie (SDT) fördern Lehrkräfte das Erleben von Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit bei ihren Schüler*innen, wenn ihr Unterricht durch Autonomieunterstützung, Struktur und Involvement geprägt ist. Diese Studie untersucht im Kontext des Mathematikunterrichts, ob Grundschüler*innen diese drei Dimensionen als empirisch trennbare Konstrukte wahrnehmen und ob sich entsprechende Schüler*innen-Profile identifizieren lassen. Analysiert werden Querschnittsdaten von 443 Grundschüler*innen. Konfirmatorische Faktorenanalysen stützen ein 3-Faktor-Modell der Bedürfnisunterstützung. Eine latente Profilanalyse identifiziert drei Schüler*innen-Profile, die die theoriebasierte Wechselwirkung der Dimensionen abbilden. 23 % der Grundschüler*innen erleben den Mathematikunterricht als hoch bis sehr hoch bedürfnisunterstützend. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Lehrkräfte sowohl gezielt auf die umfassende Unterstützung aller drei psychologischen Grundbedürfnisse achten als auch für eine hohe Bedürfnisunterstützung aller Schüler*innen sensibilisiert werden sollten. Die gewonnenen Ergebnisse werden abschließend vergleichbaren Befunden der Sekundarstufe gegenübergestellt.

Schlüsselwörter

Selbstbestimmungstheorie, Bedürfnisunterstützung, Grundschule, Mathematikunterricht, konfirmatorische Faktorenanalyse, latente Profilanalyse

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