Tagung über das Eichstätter Pontificale Gundekarianum
Das Eichstätter Pontificale Gundekarianum zählt zu den herausragenden mittelalterlichen Handschriften von überregionaler Bedeutung; in der Mittelalterforschung ist es als zentrale Quelle zur (Kirchen-)Geschichte der Region bekannt, der Bericht von der Bischofserhebung Gundekars zählt zu den in Lehrwerken häufiger erwähnten Beispielen für Investitur im 11. Jahrhundert. Erstaunlicherweise entspricht die Erforschung des Gundekarianums nicht seiner Bedeutung für die Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters.
Das Pontificale Gundekarianum ist ein vielgestaltiger Codex, dessen zwei Hauptteile ein bebilderter Katalog der Eichstätter Bischöfe sowie ein Pontificale mit verschiedenen liturgischen Formularen bilden. Die Reihe an Bischofsviten wurde nach dem 11. Jahrhundert weitergeführt (bis 1697) und bis ins frühe 16. Jahrhundert teils aufwendig bebildert. Dazu findet sich eine Vielzahl weiterer Textgattungen, Notizen und Einträge, die das Gundekarianum zu einem ebenso reichhaltigen wie komplexen Buch machen.
Ziel der kleinen Tagung ist es, das Gundekarianum interdisziplinär zu analysieren und zu diskutieren. Daher wurden ausgewiesene Expertinnen und Experten aus allgemeiner Geschichte und Kirchengeschichte, Buch- und Liturgiewissenschaft sowie Kunstgeschichte eingeladen, an dem Projekt mitzuwirken.
Eine Anmeldung zur Tagung ist erbeten bis spätestens 30. Juni 2026 an: gabriele.hecker(at)ku.de
Das vollständige Digitalisat des Pontificale Gundekarianum finden Sie hier: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:824-daei-b-4-1
Kontaktperson: Prof. Dr. Bernward Schmidt