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Katholische Universitäten beraten über Verantwortung für das Gemeinwohl

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ist in dieser Woche Gastgeberin der Konferenz des Consortium of Catholic Universities. Vertreterinnen und Vertreter katholischer Hochschulen aus aller Welt diskutieren drei Tage lang über die Frage, wie Universitäten durch Forschung, Lehre und internationale Zusammenarbeit zu Frieden, Nachhaltigkeit, Menschenwürde und dem Gemeinwohl beitragen können.

An der Tagung in Eichstätt nehmen rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, den USA, dem Vereinigten Königreich, der Ukraine, Chile und Taiwan teil. Die dritte internationale Konferenz des Consortium of Catholic Universities (CCU) steht unter dem Titel „Building Bridges: Global Responsibility for the Common Good“ und dauert noch bis Freitag.

Zum Auftakt der Konferenz hielt Benedikt Brisch vom Deutschen Akademischen Austauschdienst einen Vortrag zur Frage, wie Gesellschaften und internationale Beziehungen mit Konflikten umgehen können. Daran knüpfen die weiteren Diskussionen an, in denen ausgelotet wird, wie Hochschulen über Ländergrenzen hinweg Verantwortung übernehmen und ihre Arbeit in Forschung, Lehre und Transfer stärker auf gesellschaftliche Wirkung ausrichten können.

Konferenz

Das Programm der Tagung verbindet grundsätzliche ethische Fragen mit konkreten Praxisbeispielen. Thematisiert werden unter anderem der Begriff des Gemeinwohls aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven, Beiträge aus Palliativforschung und Medizinethik, neue Ansätze ethischer Bildung in der Lehre, Fragen von Wirtschaftsethik und verantwortungsvoller Führung sowie rechtliche und politische Herausforderungen in Krisen- und Konfliktkontexten. Weitere Schwerpunkte liegen auf Armut, gesellschaftlicher Teilhabe und demokratischer Resilienz, auf Service Learning und der Förderung studentischer Forschung sowie auf nachhaltiger Entwicklung an Hochschulen und internationalen Partnerschaften mit gesellschaftlicher Wirkung.

Teil der Konferenz sind außerdem Formate, in denen konkrete Kooperationsmöglichkeiten entwickelt werden. Hinzu kommen Begegnungs- und Austauschformate sowie Programmpunkte, die den Gästen Universität und Stadt Eichstätt näherbringen.

Zu den Partnerinstitutionen, die bei der Konferenz vertreten sind, zählen neben der KU unter anderem die University of Notre Dame in den USA, die St Mary’s University im Vereinigten Königreich, die Ukrainian Catholic University, die Pontificia Universidad Católica de Chile und die Fu Jen Catholic University in Taiwan.

Das „Consortium of Catholic Universities“ ist ein 2022 gegründetes internationales Netzwerk von zehn katholischen Universitäten weltweit. Ziel ist es, eine wissenschaftliche Gemeinschaft aufzubauen, die sich mit drängenden Herausforderungen für Welt und Kirche befasst und den Austausch über bewährte Ansätze in Forschung, Lehre und Hochschulentwicklung fördert. Ein zentrales Element ist die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz, bei der Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsuniversitäten ihre Erfahrungen, Forschungsprojekte und Praxisansätze zusammenbringen. Die KU gehört zu den zehn Gründungsmitgliedern des Konsortiums.

Mehr Informationen zur Konferenz: https://www.ku.de/international/ccu-conference-2026


Text: Christian Klenk

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