Handschriftenkunde ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der materiellen, formalen, textlichen und historischen Analyse handschriftlich überlieferter Texte befasst. Sie untersucht Handschriften als kulturelle Artefakte und als Träger von Texten, indem sie Aspekte wie Beschreibstoff, Schrift, Layout, Einband, Herstellung, Gebrauch, Überlieferungskontext und Provenienz systematisch erschließt. Ziel der Handschriftenkunde ist es, Entstehung, Funktion, Überlieferung und Rezeption handschriftlicher Texte zu rekonstruieren und sie für philologische, historische, theologische und kulturwissenschaftliche Fragestellungen nutzbar zu machen.
Gegenwartsliteratur bezeichnet den Bereich der Literatur, der zeitlich der unmittelbaren Gegenwart zugeordnet ist und in der Regel Texte vom späten 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart umfasst. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie aktuelle gesellschaftliche, kulturelle, politische und religiöse Erfahrungen literarisch reflektiert und in engem Zusammenhang mit ihren jeweiligen Entstehungs- und Rezeptionskontexten steht. In den Geistes- und Kulturwissenschaften wird Gegenwartsliteratur als ein offenes, dynamisches Forschungsfeld verstanden, dessen zeitliche Abgrenzung nicht strikt festgelegt ist und dessen Analyse besondere methodische Sensibilität für Zeitgenossenschaft, Selbstreflexivität und fortlaufende Kanonbildung erfordert.
Handschriftenkunde & Gegenwartsliteratur im Masterstudiengang MA Eastern Christian Studies
Das Modul M17: Handschriftenkunde & Gegenwartsliteratur besteht aus zwei Lerneinheiten:
Als Leistungsnachweis ist die Katalogisierung einer Handschrift vorgesehen (1,5 ECTS).
Das Modul umfasst insgesamt 5 ECTS.
N. N.
Turnus und Zeitaufwand
Die Lerneinheit wird jeweils im Wintersemester angeboten. Sie umfasst 2 SWS (= 1 ECTS) digitales selbstgeleitetes Lernen (mit synchronen Meetings) und etwa gleich viel selbstständige Vor- und Nachbereitungszeit (= 1 ECTS).
Dipl.-Theol. Joachim Braun
Scientific Coordinator and Manager des Eastern Christian Studies Online Campus
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
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Zeitgenössische Literatur eröffnet einen einzigartigen Zugang zu ostkirchlichen Themen, weil sie gelebte Theologie, historische Erfahrung und aktuelle gesellschaftliche Fragen unmittelbar miteinander verbindet – genau darin liegt der besondere Reiz dieser besonderen Lehrveranstaltung.
Zeitgenössische Literatur eröffnet einen einzigartigen Zugang zu ostkirchlichen Themen, weil sie gelebte Theologie, historische Erfahrung und aktuelle gesellschaftliche Fragen unmittelbar miteinander verbindet – genau darin liegt der besondere Reiz dieser besonderen Lehrveranstaltung.
Turnus und Zeitaufwand
Die Lerneinheit wird jeweils im Wintersemester angeboten. Sie umfasst 1 SWS (= 0,5 ECTS) synchrone digitale Meetings und etwa doppelt so viel selbstständige Vor- und Nachbereitungszeit (= 1 ECTS).