Digitale Medien in Kindheit und Jugend: Spannungsfelder zwischen Chancen & Risiken, sozialer Teilhabe & (sexualisierter) Gewalt

Die Nutzung digitaler Medien im Kindes- und Jugendalter wird meist von ihrer Schattenseite betrachtet.

Eine mediale Skandalisierung von Jugendsexualität wird beispielsweise von der Furcht begleitet, dass Kinder und Jugendliche durch digitale Mediennutzung vereinsamen, das Gefühl der Liebe nicht erlernen oder aber innere Werte im Vergleich zur Bedeutsamkeit von Äußerlichkeiten marginalisieren. Trotz dieser Bedenken klinken sich digitale Medien faktisch zunehmend auf vielfältige Weise in die zentralen Bezugsgrößen von Sozialisation ein. Eine Trennung von Online- und Offlinewelt bzw. Alltags- und Medienwelt ist somit obsolet. Digitale Medien stellen einen essenziellen Bestandteil der (Identitäts-) Entwicklung dar. Sie halten viele Potenziale bereit, indem sie die Erfahrungs-, Interaktions- und Informationsräume von Kindern und Jugendlichen erweitern. Zugleich verstehen sich digitale Medien als Voraussetzung sozialer Teilhabe. Ungeachtet der Chancen digitaler Medien bergen diese insbesondere für Kinder und Jugendliche Risiken. So besteht etwa die Gefahr, unwissentlich und unwillentlich mit Fehlinformationen konfrontiert zu werden. Ebenso können beispielsweise in einer Beziehung einvernehmlich miteinander geteilte (sexualisierte) Selbstdarstellungen durch potentielle Täter*innen uneinvernehmlich weiterverbreitet werden - auch in pädokriminelle Märkte. Der Vortrag beleuchtet das Spektrum der Chancen und Risiken digitaler Mediennutzung in Kindheit und Jugend und zieht auf dieser Basis Schlussfolgerungen für eine gelingende Prävention.

Referentin: Katharina Kärgel (SRH Hochschule Heidelberg).
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