Veranstaltungen

Unterrichten in Uganda - Erfahrungsberichte von KU-Studierenden

Uganda
© Petra Hiebl / Marianne Schönmüller

Dr. Petra Hiebl, Marianne Schönmüller

In einem digitalen Meeting über Zoom berichteten am Mittwochabend, 1. Juli 2020, zwei Lehramtsstudierende von ihren Praktikumserfahrungen in Uganda, die sie im Rahmen des Projekts KUganda und des BLLV Kurzzeitpraktikums im Ausland gewonnen hatten. Die Veranstaltung richtete sich an alle Studierenden, die sich für ein Unterrichtspraktikum im Ausland und speziell in Uganda interessieren.

Erschwerte Bedingungen der Schulbildung in Uganda waren für KU-Präsidentin Gabriele Gien ein Grund 2011 das Bildungsprojekt „KUganda – The Challenge of Education in Uganda“ ins Leben zu rufen.  KUganda ist ein Bildungsprojekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt mit dem Ziel, Studierende bereits während ihrer Ausbildung mit verschiedenen Bildungskontexten in Berührung zu bringen, um dadurch einerseits den Blick für die globale Herausforderung von Bildungsgerechtigkeit zu schärfen, und andererseits gemeinsames, kulturübergreifendes Lernen zu initiieren. Ziel ist es, künftigen Verantwortungsträgern an gesellschaftlichen Schaltstellen in Uganda und Deutschland kulturübergreifende Erfahrungen zu ermöglichen. In den Klassenzimmern von Kampala stellen sich die Studierenden herausfordernden Situationen, entwickeln kreative Problemlösungsstrategien und bilden ihre Persönlichkeit. Die Partner in Uganda profitieren ebenso vom Perspektivenwechsel im interkulturellen Dialog: Unterricht wird neu gedacht, Lehr- und Lernkonzepte werden erarbeitet und gemeinsam angewendet. Das wichtigste Ziel ist aber die Persönlichkeitsbildung: verantwortliches Handeln durch globales Lernen. Finanzielle Unterstützung für Anreise und Aufenthalt kann mit Hilfe des International Office über das DAAD-Stipendienprogramm „Lehramt.international“ beantragt werden. Die monatliche Förderrate für Uganda beträgt derzeit 1.200 Euro.

Die beiden Lehramtsstudierenden Anna Heindl und Anna Mosandl berichteten innerhalb des Zoom-Meetings eindrücklich von ihrem Praktikum in Kampala. Dort unterrichteten sie – fast 6.000 Kilometer von Deutschland entfernt – in der Hauptstadt Kampala an verschiedenen Schulen. Bereits seit 2012 nutzen Lehramtsstudierende der KU diese Möglichkeit, um ihre interkulturellen und didaktischen Fähigkeiten auszubauen. Neben der Mitgestaltung des Unterrichts setzten die Studierenden im Dialog mit den ugandischen Lehrer/innen verschiedene Unterrichtskonzepte ein.

Anna Heindl und Anna Mosandl bekräftigten in ihren Schilderungen dabei, dass sie nicht nur wertvolle Unterrichts-, sondern auch Lebenserfahrung gewonnen hätten. „Ich bin flexibler und selbstsicherer geworden!“, so die Aussage der Praktikantinnen. Sie erzählten zudem, wie es ist, vor Ort zu leben und zu arbeiten, und welche Herausforderungen ein anderes Schulsystem und kulturelle Unterschiede mit sich bringen. Ebenso zeigten sie mit vielen Fotos Einblicke in die Vielfalt und Schönheit dieses afrikanischen Landes. Ihr Abschlussstatement an die anwesenden Interessierten war „Macht auf jeden Fall dieses Praktikum in Uganda!“.

Innerhalb des Austauschs wurden die unterschiedlichen Voraussetzungen, Arbeitsweisen und Verständnis von Schule und Lernen im Ausland offensichtlich. Chancen und Herausforderungen, die sich beim Unterrichten in Schulen in anderen kulturellen Kontexten bieten wurden diskutiert.

Moderiert und mit zusätzlichen Informationen zu Auslandspraktika im Generellen und zur pädagogisch-didaktischen Begleitung der Praktika angereichert, wurde die Veranstaltung von Marianne Schönmüller, Referentin für Internationalen Arbeitsmarkt, und Dr. Petra Hiebl, Akademische Direktorin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik/ Stellvertretende Vorsitzende der Leitung des ZLB.

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Deutsch-amerikanischer Austausch zu Bildungssystemen

Austausch zu Bildungssystemen
© Schulte Strathaus (v.l.) Prof. Dr. Melinda Pierson, Dr. Petra Hiebl, die Studentin Krystie Talbott, Dr. Sina Westa, Dekan Prof. Dr. Rainer Wenrich, Prof. Dr. Klaudia Schultheis und Prof. Dr. Janice Myck-Wayne

Wie unterscheidet sich das deutsche Bildungssystem von dem in den USA? Und wie ist im gegenseitigen Vergleich das Lehramts­studium strukturiert? Solche Fragen standen im Mittel­punkt des Besuchs einer Gruppe von Studierenden und Wissenschaftlerinnen der California State University Fullerton am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der KU. Die beiden Institutionen verbindet eine langjährige Partnerschaft.

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Deutsch-japanisches Projekt zu Lernformen in Grundschulen

Lernformen in Grundschulen
© Schultheis Klaudia v.l.) Prof. Dr. Yuri Ishii vom Department of Education for International Understanding der Yamaguchi University und Prof. Dr. Klaudia Schultheis bei einem Treffen an der japanischen Partneruniversität des Projektes

Kooperative Lernformen wie Partner- oder Gruppenarbeit gehören an vielen Schulen inzwischen zum Unterrichts­alltag. Doch wie effektiv sind diese Lern­formen? Jeder kennt den so­genannten Tritt­brett­fahrer­effekt, der auftritt, wenn einige Gruppen­mitglieder das Heft in die Hand nehmen und andere Mitglieder, die sie für weniger fähig haben, ignorieren. Das gilt auch für den "Schmarotzereffekt," bei dem sich einzelne Gruppenmitglieder zurücklehnen und erwarten, dass die anderen die Arbeit übernehmen. Das wirft die Frage auf, wie Schülerinnen und Schüler das Arbeiten mit Peers in kooperativen Lernformen erfahren und einschätzen. Diesem Thema widmet sich das Projekt „Cooperative Learning in Japanese and German Elementary Schools“ des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik unter der Leitung von Prof. Dr. Klaudia Schultheis und Prof. Dr. Yuri Ishii vom Department of Education for International Understanding der Yamaguchi University in Japan. Das Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren wird vom DAAD in der Programmlinie PAJAKO mit 45.000 € gefördert

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KIDS GO DIGITAL

Kids go digital
© Schultheis Klaudia

2. Eichstätter Kinderkonferenz

Montag, 16. Juli 2018, ab 08:15 Uhr, Raum: KGA-201

An diesem Tag präsentieren Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Graben Eichstätt, der Grundschule Großmehring und der Grundschule Treuchtlingen ihre Projekte, die sie im Sommersemester im Rahmen eines Sachunterrichtsseminars mit unseren Studierenden und ihren Lehrerinnen und Lehrern erarbeitet haben.
Im Vordergrund steht dabei der Einsatz digitaler Medien, Tools und Apps zur Erarbeitung, Sicherung oder Vertiefung sachunterrichtlicher Inhalte.
Das Projekt „Kids Go Digital“ hat inzwischen den BLLV Preis „Innovative Pädagogik 2018“ gewonnen. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.kids-go-digital.com.

 Programm

Lehrstuhl für Grundschulpädagogik erhält Bayerischen Pädagogikpreis des BLLV

Pädagogikpreis BLLV
© BLLV vordere Reihe (v.l.): Eva Gottstein MdL, die Preisträgerinnen Dr. Petra Hiebel und Prof. Dr. Klaudia Schultheis mit Preisträger Konrektor Edgar Mayer, Bezirksrat Reinhard Eichiner und Dr. Klaus Wild (Leiter des Praktikumsamtes an der Universität Erlangen-Nürnberg). hintere Reihe (v.l.): BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann, BLLV-Ehrenpräsident Klaus Wenzel und Florian Rieß (Rektor der Grundschule "Am Graben", Eichstätt)

Das Projekt "Kids Go Digital" des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der KU ist am Montag von der Akademie des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) mit dem "Bayerischen Pädagogikpreis" in der Kategorie "Pädagogik innovativ" ausgezeichnet worden. Im Zentrum des prämierten Lehrkonzeptes steht ein bewusster und kompetenter Einsatz von digitalen Medien im Grundschulunterricht. Die Jury entschied sich unter den 43 Einsendungen für das Projekt von Prof. Dr. Klaudia Schultheis, Dr. Petra Hiebl und Edgar Mayer (Konrektor an der Grund- und Mittelschule Großmehring), die sich über 10.000 Euro Preisgeld freuen können. "Bei dem Projekt hat uns vor allem die Interaktion zwischen Schülern und Studierenden überzeugt", erklärte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

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Wie Kinder ihren Schulalltag individuell erleben

Die kindliche Wahrnehmung von Schule, Unterricht und Lernen hat im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz gestanden, die auf Initiative von Prof. Dr. Klaudia Schultheis (Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik an der KU) nun an der California State University Fullerton stattgefunden hat. Dabei tauschte sich eine internationale Gruppe von in der Lehrerbildung tätigen Erziehungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus vier Kontinenten über Forschungsprojekte und aktuelle Themen der frühkindlichen Erziehung, Grundschulpädagogik und Förderpädagogik aus. Die Konferenzen finden seit 2013 regelmäßig statt.

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KU pflegt Austausch mit Schulen und Universitäten in Uganda

Weitere Kooperationen vereinbart

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt will ihre Aktivitäten in Afrika im Bereich von Forschungs- und Transferprojekten verstärken. Dazu wird die KU ihre Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern im Bildungsbereich intensivieren. Anfang Oktober 2018 hat eine Delegation der Universität, darunter Prof. Dr. Klaudia Schulheis und Dr. Petra Hiebl, unter Leitung von Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien im Rahmen einer Reise nach Uganda ein Dutzend Schulen und Hochschulen des zentralafrikanischen Staates besucht und Kooperationen vereinbart. Mehr Informationen finden Sie in folgenden Berichten:

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 Eichstätter Kurier vom 31.10.2018

English Report

Masterplan für die "Digitale Schule"

Digitale Schule
© Edgar Mayer

Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel im Gespräch mit Studierenden des Grundschullehramtes

Eichstätt (max) Zu einem Informationsaustausch mit Studierenden des Grundschullehramtes war Tanja Schorer-Dremel zu Gast an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingoldtadt (KU).

zum Artikel im Eichstätter Kurier vom 19.01.2018