Service Learning an der KU

Seit 2013 fördert die KU Projekte und Initiativen im Bereich des Service Learning (SL). Service Learning verknüpft das wissenschaftliche Studium (Learning) mit einem gemeinnützigen Engagement (Service): Lehrende und Studierende kooperieren mit gemeinnützigen Partnern aus dem sozialen, kulturellen, sportverbandlichen oder ökologischen Bereich in der Region und bringen in gemeinsamen Projekten ihr fachliches Wissen und ihre Kompetenzen ein. 

Essenziell für den Lernerfolg sind eine enge Verzahnung zwischen den fachlichen Inhalten und der praktischen Anwendung sowie ein echter Bedarf an studentischer Unterstützung seitens des Kooperationspartners. Zudem stärken Reflexionsprozesse in SL-Projekten die persönliche Entwicklung der Studierenden. Die Studierenden übernehmen im Rahmen von Service Learning gesellschaftliche Verantwortung und verarbeiten die fachlichen Inhalte anschaulicher und intensiver. Beim Service Learning ändert sich also nicht der fachliche Inhalt der Lehrveranstaltungen, sondern vielmehr die Art und Weise des Wissenserwerbs.

Beispiele aus der Praxis

Zusätzlich zu den Lehrveranstaltungen, die die SL-Methode anwenden, werden an der KU jährlich Workshops und Vorträge zu SL angeboten. Über Forschung und Lehre hinaus versteht sich die KU als akademische Praxisgemeinschaft, die auf einer Wissenschaft des Engagements basiert. Als solche bietet die KU ihren Studierenden zahlreiche Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung und ermutigt sie, sich in der lokalen Gemeinschaft und in der Gesellschaft insgesamt zu engagieren. Dies geschieht z.B. durch außeruniversitäre Freiwilligenarbeit, SL-Kurse im Rahmen des Lehrplans und durch ko-curriculare Programme, die sowohl von Studierenden geleitete als auch selbst organisierte Projekte von politischen, religiösen, sozialen, ökologischen und kreativen studentischen Gruppen fördern.

Kooperation mit Jesuit Wordwide Learning (JWL)

Der Zertifikatskurs „Learning Facilitator“ und die Lehrveranstaltung "Service Learning at the Margins – Online Unterrichten in Auffanglagern für Geflüchtete weltweit"

Zusatzstudium Nachhaltige Entwicklung

Ziel des Projektseminars ist es, fachliches Lernen zu Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung mit gesellschaftlichem, gemeinwohlorientiertem Engagement zu verbinden und so, entsprechend des neuen Leitbildes der KU, Brücken zu bauen zwischen Universität und Gesellschaft.

Klimagarten Eichstätt - Kapuzinergarten Eden

Der Eichstätter Klimagarten befindet sich im ehemaligen Kapuzinergarten. Er wird von der AG Kapuzinergarten Eden gemeinschaftlich, eigenverantwortlich und ökologisch gepflegt und bewirtschaftet.

KUganda

KUganda ist ein Bildungsprojekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt mit dem Ziel, Studierende bereits während ihrer Ausbildung mit unterschiedlichen Bildungskontexten in Kontakt zu bringen

Studium.Pro

Studium.Pro ist die Plattform, in der das besondere Profil des Studienangebotes der KU programmatisch zum Ausdruck kommt.

Warum Service Learning?

Gemäß der Third Mission der KU entsteht in SL-Projekten ein Austausch von Wissenschaft mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, was wiederum Wissen mit Mehrwert schafft. Es werden Forschungsfragen aus der Gesellschaft in die Universität gebracht und umgekehrt diffundieren Forschungsergebnisse aus der Universität in die Gesellschaft. Entsprechend unterstützt SL Lehre und Forschung über die Grenzen des Campus hinaus. Gleichzeitig fördern SL-Projekte in Studium und Lehre eine vernetzte, diskursive, engagierte und persönliche Bildung. 

SL-Projekte an der KU stehen für Bildungsinnovation bzw. soziale Innovation durch Engagement, denn sie entsprechen definierten fachspezifischen, curricularen und wissenschaftlichen Kriterien und bieten zugleich Freiräume für die individuelle Gestaltung sowie die Entwicklung innovativer neuer Lernformate. Zusätzlich unterliegen SL-Projekte an der KU klar definierten Qualitätskriterien, die durch formative und summative Evaluationen kontinuierlich optimiert und weiterentwickelt werden. Durch den aktiven Austausch in nationalen und internationalen SL-Netzwerken (Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung und UNISERVITATE) werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur SL-Praxis berücksichtigt.

Aus der engen Verzahnung von fachlichen Inhalten und der praktischen Anwendung sowie dem konkreten gesellschaftlichen Bedarf der Kooperationspartner, resultieren Mehrwerte für alle Beteiligten.

Mehrwert für Studierende:
  • Studierende verbinden ihr fachliches Können und Wissen mit gesellschaftlichem Engagement,
  • verknüpfen Studieninhalte mit relevanten und aktuellen Themen,
  • erproben und vertiefen ihre Fertigkeiten in der Praxis,
  • sammeln und reflektieren wichtige Erfahrungen,
  • leisten einen Beitrag zur Gesellschaft,
  • erwerben fachliche, methodische und soziale Kompetenzen und
  • sind so für die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gewappnet.
Mehrwert für Lehrende:
  • Lehrende vermitteln fundiert wissenschaftliche Methoden und Werkzeuge,
  • verbinden sinnvoll wissenschaftliche Theorie und deren Anwendung in der Praxis,
  • entdecken neue Wege Forschung und Lehre sinnvoll miteinander zu verbinden,
  • begleiten ihre Studierenden beim Lernen,
  • reflektieren gemeinsam mit Studierenden deren Lernerfahrungen,
  • praktizieren Lernen und Lehren auf Augenhöhe und
  • kooperieren mit Akteuren außerhalb der Universität.#
Mehrwert für Partner:
  • Partner in der Zivilgesellschaft profitieren vom Einsatz der Studierenden,
  • nutzen wissenschaftliche Expertise, um aktuelle Herausforderungen zu lösen,
  • bekommen kurz-, mittel- oder langfristig Unterstützung durch eine feste Partnerschaft mit der Hochschule vor Ort und
  • haben die Chance, neue Ehrenamtliche zu gewinnen.

Service Learning-Veranstaltungen leisten als innovative Lehr- und Lernformen einen Beitrag zur Erfüllung wichtiger Qualitätskriterien zur Akkreditierung eines Studiengangs: Die Ermutigung zu gesellschaftlichem Engagement und die Persönlichkeitsbildung gehören ebenso zu den geforderten Kriterien wie die Befähigung, eine qualifizierte Erwerbstätigkeit aufzunehmen.

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UNISERVITATE - das Service Learning Netzwerk

Mehr Infos
Logo Uniservitate

Die KU ist Teil eines globalen Netzwerkes aus katholischen Bildungsinstitutionen, die sich alle dem Thema Service Learning widmen. Das Projekt unterstützt zum einen die Institutionalisierung dieses Lehrformats und zum anderen die überregionale sowie globale Zusammenarbeit.

Die KU fungiert im Rahmen des Programms als regionaler Knotenpunkt und als Drehscheibe für Partnerorganisationen in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten (CEE & ME). Gemeinsam mit sechs weiteren Katholischen Universitäten wurde die KU weltweit ausgewählt, um ein regionales Zentrum aufzubauen und die Zusammenarbeit mit anderen Katholischen Hochschulen auszubauen und zu intensivieren.

Der Aufbau eines Netzwerkes sowie der Austausch von Ideen und Wissen zwischen den beteiligten Hochschulen tragen hierbei u.a. direkt dazu bei, Service Learning-Angebote systematisch in der akademischen Lehre zu verankern.

Neugierig geworden?

Schreiben Sie uns an service-leraning(at)ku.de oder sprechen sie uns einfach direkt an!

Ulrike Brok
Dr. Ulrike Brok
Bereichsleitung Bildungsinnovation & Weiterbildung
Kristina Holler
Kristina Holler
Assistenz Service Learning